von | 08.03.2026 | DPA
Glasgow (dpa) – Ausschreitungen haben das Pokalspiel zwischen den erbitterten Glasgower Fußball-Rivalen Rangers und Celtic überschattet. Nachdem der frühere Gladbacher Tomas Cvancara das Viertelfinale im Elfmeterschießen mit dem Treffer zum 4:2 für Celtic entschieden hatte, stürmten Anhänger beider Clubs auf das Spielfeld im Ibrox Park.
Erst seien Gäste-Fans von Celtic auf den Rasen gelaufen, dann hätten dies Anhänger der gastgebenden Rangers getan, wie der britische Sender BBC berichtete. Es seien Gegenstände geworfen worden, die Polizei sei eingeschritten. Angaben zu möglichen Verletzten und Festnahmen gab es zunächst nicht. Der schottische Fußball-Verband FA kündigte eine Untersuchung an und verurteilte die Zwischenfälle. Beide Clubs wollten sich laut BBC zunächst nicht offiziell äußern.
Celtic-Trainer Martin O’Neill berichtete dem Sender, Sicherheitskräfte hätten darauf gedrängt, dass die Gäste-Spieler und die Offiziellen das Spielfeld so schnell wie möglich verlassen sollten. Er hatte Abwehrspieler Julian Araujo vom Platz begleitet, dem zuvor Rangers-Anhänger nahe gekommen waren. Nach der Partie gab es zudem Gerüchte, wonach Spieler im Kabinentunnel aneinander geraten sein sollen.
Rangers-Coach Röhl: Ergebnis nicht verdient
Das Spiel selbst war wenig attraktiv. Nach 120 Minuten stand es 0:0, so dass die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Die vom deutschen Coach Danny Röhl trainierten Rangers, für die auch der frühere Rostocker Hansa-Stürmer Ryan Naderi auflief, waren über weite Strecken überlegen. Allerdings vergaben die Hausherren zweimal vom Punkt, während alle vier Celtic-Schützen trafen.
«Das Ergebnis ist enttäuschend. Elfmeterschießen ist auch immer ein bisschen Glückssache. Wir waren die bessere Mannschaft über 120 Minuten», sagte Röhl nach dem sogenannten Old Firm Derby zwischen den beiden großen Glasgower Clubs. «Wir haben wirklich ein gutes Spiel gemacht. Aber im Fußball geht es um Ergebnisse, und heute haben wir nicht das Ergebnis bekommen, das wir verdient haben.»
von | 08.03.2026 | DPA
Oxford (dpa) – Der englische Fußball-Club Oxford United trauert um eine Nachwuchsspielerin, die während eines Spiels am Samstag kollabiert war. Die 15-Jährige sei nach dem Zusammenbruch gestorben, teilte der frühere Erstligist einen Tag nach dem Zwischenfall mit. Er ereignete sich bei einem Spiel gegen die Juniorinnen des FC Fulham im Trainingszentrum von Oxford United.
«Die Gedanken und die aufrichtige Trauer von allen bei Oxford United sind bei Amelias Familien, Freunden, Mitspielerinnen und Trainern», hieß es in der Stellungnahme. Der Club bot ihnen seine Hilfe an und dankte für die medizinischen Bemühungen um die Rettung des Mädchens. Das für Sonntag angesetzte Spiel zwischen den Frauenteams von Oxford United und Real Bedford wurde abgesagt.
von | 08.03.2026 | DPA
Hamburg (dpa) – Der FC St. Pauli punktet im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga fleißig weiter. Nach den Siegen gegen die Champions-League-Kandidaten Hoffenheim und Stuttgart holte der Tabellen-15. nun auch ein verdientes 0:0 gegen Eintracht Frankfurt. Das Ergebnis war für die wiedererstarkten Gäste und ihren neuen Trainer Albert Riera sogar glücklich. Denn St. Pauli traf vor 29.546 Zuschauern zweimal den Pfosten.
Pauli-Verteidiger Hauke Wahl gab sich im DAZN-Interview trotz des Haderns über die Pfostentreffer zufrieden: «Wir kämpfen ums nackte Überleben. Dann erwarten wenige Leute einen Punkt, deswegen sind wir glücklich über den Punkt.» Auch bei der Eintracht konnte man mit dem Remis leben. «Es war nicht einfach, den Punkt nehmen wir mit», sagte Eintracht-Stürmer Jonathan Burkardt, der dennoch zugab, dass er «definitiv gerne gewonnen» hätte.
Am meisten passierte bei dieser Partie zunächst außerhalb des Spielfelds. St. Pauli zelebrierte den Weltfrauentag mit einem Fanmarsch nicht-männlicher Anhänger zum Millerntor-Stadion. Ein Notarzt-Einsatz auf der Gegentribüne sorgte dafür, dass beide Fanlager während der ersten Halbzeit kurzzeitig die Unterstützung einstellten.
Linienrichter verletzt sich
Kurz vor der Pause kam es dann auch noch zu einem Rollentausch innerhalb des Schiedsrichter-Teams (41.): Linienrichter Christian Dietz verletzte sich an der Wade, musste behandelt werden und konnte zumindest nicht mehr weiter an der Seitenlinie auf und ab laufen. Nach einer mehrminütigen Unterbrechung übernahm deshalb der 4. Offizielle Eric Weisbach seinen Job – und Dietz stellte sich mit bandagiertem Unterschenkel zumindest bis zur Halbzeit zwischen die beiden Trainerbänke. In der zweiten Hälfte sprang der Schiedsrichter-Beobachter des DFB für ihn ein, der dafür von der Tribüne geholt wurde.
St. Paulis überzeugender Auftritt ging daneben beinahe etwas unter. Die Hamburger verschanzten sich nicht etwa am eigenen Strafraum, sondern störten den Frankfurter Spielaufbau schon früh. «Wenn wir zu Hause spielen, müssen wir höher angreifen, um die Fans mitzunehmen. Wenn das Stadion angezündet ist, ist es für jede Mannschaft eklig, hier zu spielen», sagte Wahl. Das wirkte. Die Eintracht kam zwar in der ersten Hälfte auf einen Ballbesitzanteil von 67 Prozent. Doch den Ball hatten die Gäste überwiegend in Bereichen, in denen sie niemanden wehtaten.
Zwei Pfostenschüsse von St. Pauli
Die besten Chancen hatte St. Pauli mit zwei Pfostentreffern in nur kurzer Zeit: In der 23. Minute hatte dieses Pech zunächst Mathias Pereira Lage. Er schoss aus kurzer Distanz ans Aluminium, nachdem ihm Tomoya Ando den Ball zuvor im Fallen mit dem Hinterkopf vorgelegt hatte. Der Pfostenschuss von Danel Sinani (31.) sah aus 20 Metern vergleichsweise unspektakulär aus.
Die Frankfurter kamen erst zu Beginn der zweiten Halbzeit wirklich gefährlich vor das gegnerische Tor. Der Franzose Jean-Matteo Bahoya enteilte auf der linken Seite, aber scheiterte mit seinem Schuss aus elf Metern an St. Paulis Torwart Nikola Vasilj (46.).
Die Hamburger ließen sich nun etwas tiefer fallen als noch vor der Pause. Die optische Überlegenheit der Eintracht wurde dadurch noch größer. Frankfurt blieb jedoch weiter völlig ungefährlich. Selbst als der Japaner Ando durch ein unnötiges Foul einen gefährlichen Freistoß in Strafraumnähe verursachte, schoss Fares Chaibi den Ball weit über das Tor (65.).
von | 08.03.2026 | DPA
Hamburg (dpa) – Beim Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und Eintracht Frankfurt ist es zu einem Rollentausch innerhalb des Schiedsrichter-Teams gekommen. Der Linienrichter Christian Dietz verletzte sich kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit an der Wade, musste behandelt werden und konnte zumindest nicht mehr weiter an der Seitenlinie auf und ab laufen.
Nach einer mehrminütigen Unterbrechung übernahm deshalb der 4. Offizielle Eric Weisbach seinen Job – und Dietz stellte sich mit bandagiertem Unterschenkel zumindest bis zur Halbzeitpause zwischen die beiden Trainerbänke. In der zweiten Hälfte sprang der Schiedsrichter-Beobachter des DFB für ihn ein, der dafür von der Tribüne geholt wurde.
von | 08.03.2026 | DPA
Gold Coast (dpa) – Nach ihrem Aus bei der Asienmeisterschaft haben die iranischen Fußballerinnen einem Medienbericht zufolge eine chaotische Abreise vom Stadion erlebt. Laut der australischen Nachrichtenagentur AAP blockierten Demonstranten den Mannschaftsbus und sorgten rund eine Viertelstunde lang für Tumulte.
Einige der rund 200 Demonstranten sollen demnach gegen den Bus geschlagen und «Lasst sie gehen!» geschrien haben. Daraufhin sei die Polizei eingeschritten. Laut AAP seien die iranischen Spielerinnen dabei gefilmt worden, wie sie Fotos von den Protesten machten. Iran hatte zuvor in Gold Coast 0:2 gegen die Philippinen verloren und war damit beim Asien Cup punkt- und torlos ausgeschieden.
Wann und wie kehren die Iranerinnen heim?
«Wir wollen so schnell wie möglich in den Iran zurückkehren», sagte die iranische Trainerin Marziyeh Jafari laut AAP: «Ich möchte bei meinem Land und den Iranern in meiner Heimat sein. Wir sehnen uns nach der Rückkehr.» Allerdings war angesichts der dramatischen Lage im Iran zunächst offen, wie und wann das Team in die Heimat zurückkehren kann.
Laut AAP haben zwölf iranische Gemeindeorganisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen einen Brief an den australischen Innenminister Tony Burke geschickt, in dem sie «ernsthaften Bedenken» wegen der Sicherheit der iranischen Auswahl zum Ausdruck gebracht haben. Das Team war vor dem Beginn des Krieges zum Asien Cup gereist. Die Sorge um ihre Familien trieb die Spielerinnen während des Turniers um.
Parallele zum Männer-Team bei der WM 2022
Vor dem Anpfiff gegen die Philippinen hatten die Spielerinnen und die Trainerin wie schon zuvor beim Gruppenspiel gegen Gastgeber Australien die Nationalhymne gesungen und dazu salutiert. Beim Auftaktspiel gegen Südkorea unmittelbar nach den Luftangriffen auf den Iran durch die USA und Israel hatte das Team mit einem stillen Protest ein gegenteiliges Zeichen gesetzt.
Die Szenen in Australien erinnern an das Verhalten der iranischen Männer-Nationalmannschaft während der Fußball-WM 2022 in Katar. Auch damals blieb das Team vor dem ersten Spiel gegen England stumm und sang die Nationalhymne vor der zweiten Partie gegen Wales wieder mit – mutmaßlich auch auf Druck des Verbands.
von | 08.03.2026 | DPA
Karlsruhe (dpa) – In der Nachspielzeit hat Dynamo Dresden einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Trotz einer starken ersten Hälfte und einer 3:1-Führung mussten sich die Gäste beim Karlsruher SC mit einem 3:3 (3:1) begnügen. Nach einem Videobeweis gab es für den KSC in der spannenden Schlussphase einen Foulelfmeter. Kapitän Marvin Wanitzek (90.+4) glich mit seinem zweiten verwandelten Elfmeter an diesem Nachmittag noch aus.
Dank zweier Tore von Niklas Hauptmann hatte Dynamo zuvor schon wie der Sieger ausgesehen. Hauptmann traf bereits in der dritten Minute, KSC-Ersatztorhüter Robin Himmelmann wirkte dabei bei seiner Premiere für die Badener unglücklich.
KSC zeigt schwache erste Hälfte
Beim zweiten Dresdner Treffer überraschte Ben Bobzien, der die Hereingabe von Jason Ceka leicht abfälschte (28.), den Routinier im KSC-Tor. Als Hauptmann Dynamo artistisch mit dem 3:1 belohnte, war Himmelmann machtlos (44.).
Der Karlsruher SC enttäuschte vor 33.180 Zuschauern im ausverkauften Stadion in der ersten Hälfte. Wanitzeks verwandelter Strafstoß brachte das zwischenzeitliche 1:1. Youngster Loyey Ben Farhat machte es mit dem sehenswerten Anschluss zum 2:3 wieder spannend (68.), ehe es am Ende turbulent wurde. Farhat jubelte nur kurz über das vermeintliche Siegtor, das wegen Abseits nicht zählte.
von | 08.03.2026 | DPA
Berlin (dpa) – Im packenden Fünfkampf um die Aufstiegsplätze der 2. Fußball-Bundesliga hat Hannover 96 einen herben Dämpfer erlitten. Die Niedersachen verloren überraschend zu Hause gegen Abstiegskandidat SpVgg Greuther Fürth mit 1:2 und sind damit unter den Topteams der große Verlierer des 25. Spieltags.
Als Fünfter beträgt Hannovers Rückstand auf die Tabellenspitze nun schon fünf Punkte, der Relegationsrang ist mit drei Zählern aber weiterhin in Reichweite. Neben Hannover ließ auch der SC Paderborn fest eingeplante Punkte liegen. Schalke 04, SV Darmstadt 98 und SV Elversberg gaben sich hingegen keine Blöße.
Der 1. FC Kaiserslautern hat sich durch das 2:3 beim VfL Bochum endgültig aus dem Kreis der Aufstiegsanwärter verabschiedet. Der neue Tabellensechste Hertha BSC schöpft dagegen nach dem 2:1 bei Preußen Münster wieder ein wenig Hoffnung.
Dzeko trifft – und beißt sich durch
Bei Schalke war wieder einmal auf Stürmerstar Edin Dzeko Verlass. Der 39 Jahre alte Bosnier erzielte beim schwer erkämpften 1:0-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld den Siegtreffer. Ein Abstaubertor – das er unter Schmerzen erzielte. Denn Dzeko hatte sich im ersten Zweikampf mit Gegenspieler Robin Knoche am Rücken verletzt, wie Trainer Miron Muslic verriet.
«Jetzt müssen wir abwarten», sagte Muslic zu einem möglichen Ausfall des früheren Bundesliga-Torschützenkönigs. Dass der prominenteste Spieler der 2. Liga dennoch bis zu seiner Auswechslung in der 88. Minute durchgehalten und viele Zweikämpfe bestritten hatte, beeindruckte auch den Coach: «Das ist auch Edin Dzeko. Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.»
Darmstadt zeigt Reaktion
Die Darmstädter bewiesen gegen Holstein Kiel einmal mehr ihre enorme Heimstärke am Böllenfalltor. Das 2:0 war der siebte Sieg in Serie vor heimischen Fans, der die Aufstiegshoffnungen nährt. Trainer Florian Kohfeldt war froh, dass sein Team nach dem Ausrutscher in Dresden (1:3) die passende Reaktion gezeigt hat.
«Denn eine Niederlage kann etwas mit einer Gruppe machen, damit sind wir aber – auch mit den vielen Ausfällen von Schlüsselspielern – sehr gut umgegangen», lobe Kohfeldt, der unter anderem die verletzten Fabian Nürnberger, Matthias Bader und Fraser Hornby ersetzen musste.
Späte Tore für Elversberg und Paderborn
Nur mit Mühe verhinderte Elversberg einen Rückschlag. Beim 1:0 gegen Abstiegskandidat 1. FC Magdeburg mussten die Fans bis zur 85. Minute warten, ehe Lukasz Poreba das Siegtor gelang. «Es war ein Arbeitssieg – nicht mehr, nicht weniger. Und es ist klar, dass gerade nicht alles so flutscht», sagte Trainer Vincent Wagner: «Da boxen wir uns gerade so durch.»
Die Paderborner wussten nicht, ob sie sich nach dem 1:1 gegen Braunschweig über zwei verlorenen Punkte ärgern oder über einen gewonnenen Zähler freuen sollten. Sven Michel gelang erst in der achten Minute der Nachspielzeit der Ausgleichstreffer für die rund eine halbe Stunde in Überzahl spielenden Gastgeber.
«Ich bin froh, dass wir noch einen Punkt geholt haben. Ich bin mir sicher, dass der noch wichtig wird», sagte SC-Trainer Ralf Kettemann. Defensivspieler Felix Götze haderte dagegen mit der verpassten Sieg-Chance: «Braunschweig hat uns viel Platz gelassen. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, hatten genug Chancen.»
von | 08.03.2026 | DPA
Hannover (dpa) – Hannover 96 hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Das beste Team der Rückrunde verlor im eigenen Stadion gegen den Tabellenletzten Greuther Fürth mit 1:2 (0:1) und verpasste damit den Sprung auf den vierten Tabellenplatz.
Der Rückstand auf die SV Elversberg auf dem Relegationsrang drei beträgt nun drei Punkte. Die Gäste aus dem Frankenland verließen durch den überraschenden, aber nicht unverdienten Sieg den letzten Tabellenplatz.
96-Steigerung zu wenig
Vor 35.600 Zuschauern zeigte Hannover vor allem im ersten Durchgang eine schwache Leistung. Die Gäste waren spielbestimmend und gingen durch Noel Futkeu (33. Minute) verdient in Führung. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich 96 und kam durch Maurice Neubauer schnell zum Ausgleich (50.). Doch Fürth zeigte sich nicht geschockt und schlug postwendend zurück. Der frühere Hannoveraner Jannik Dehm traf traumhaft zum 2:1 (57.).
Danach drängten die Gastgeber auf den erneuten Ausgleich, vergaben aber beste Chancen. Die größte Gelegenheit zum 2:2 hatte Enzo Leopold, der mit einem schwach geschossenen Elfmeter aber an Fürths Torwart Silas Prüfrock scheiterte. So kassierte Hannover eine unnötige Niederlage, nachdem es schon vor zwei Wochen daheim gegen Kellerkind Dresden nur zu einem 0:0 gereicht hatte.