Liverpool verspielt Sieg – nur 1:1 gegen Tottenham Hotspur

Liverpool verspielt Sieg – nur 1:1 gegen Tottenham Hotspur

Liverpool (dpa) – Der englische Fußballmeister FC Liverpool hat im Rennen um die Champions-League-Plätze einen Rückschlag erlitten. Das Team um den deutschen Nationalspieler Florian Wirtz kam in der Premier League gegen den stark abstiegsbedrohten Krisenclub Tottenham Hotspur nach einem späten Gegentreffer nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.

Liverpool bestimmt das Spiel

Im Stadion Anfield bestimmten die Gastgeber von Beginn an das Spielgeschehen und kamen früh zu Chancen. Bereits nach 18 Minuten traf der frühere Leipziger Dominik Szoboszlai für Liverpool zur Führung. Nach einem Foul von Souza platzierte er einen Freistoß aus rund 20 Metern ins linke Eck. Eine weitere gute Gelegenheit für die Reds hatte Cody Gakpo, dessen Schuss Spurs-Torhüter Guglielmo Vicario gerade noch an den Pfosten lenkte.

Die seit Wochen sieglosen Spurs steigerten sich im Verlauf der Partie und hatten mehrere Möglichkeiten zum Ausgleich. Noch vor der Pause köpfte Richarlison eine Flanke des früheren Bayern-Profis Mathys Tel Zentimeter am Pfosten vorbei. Immer wieder prüfte der Brasilianer Liverpools Torwart Alisson, bevor er den Ball in der 90. Minute schließlich doch noch ins Tor beförderte.

Zwei Punkte Rückstand auf einen Champions-League-Platz

Damit verpasste der FC Liverpool die Chance, den direkten Konkurrenten Aston Villa zu überholen, der mit 1:3 (0:0) bei Manchester United verlor. Villa hat als Vierter 51 Zähler und damit zwei Punkte mehr als Liverpool auf Platz 5 (49 Punkte). Der Dritte Manchester United hat nach der Aufholjagd der vergangenen Wochen bereits 54 Zähler auf dem Konto.

Siegtor in Nachspielzeit: Union Berlin gewinnt in Freiburg

Siegtor in Nachspielzeit: Union Berlin gewinnt in Freiburg

Freiburg (dpa) – Mit einem Tor in der Nachspielzeit hat der 1. FC Union Berlin einen dringend benötigten Sieg im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gefeiert. Der eingewechselte Wooyeong Jeong führte die Köpenicker mit seinem Treffer zum knappen 1:0 (0:0) beim zuvor so heimstarken SC Freiburg. 

Nach einer über weite Strecken ereignisarmen Partie traf Jeong in der 92. Minute etwas überraschend für die zuvor harmlosen Berliner. Vor dem schwierigen Auswärtsspiel beim FC Bayern München nimmt der zweite Erfolg seit Weihnachten damit den Druck. Das Polster vor dem Abstiegsrelegationsrang wuchs auf sieben Punkte an.

Freiburg strebt Wiedergutmachung gegen Genk an

Der SC Freiburg verpasste drei Tage nach dem 0:1 in der Europa League in Genk den angestrebten Erfolg als Wiedergutmachung. Die Badener verpassten zudem, den Vereinsrekord von zwölf Heimspielen ohne Niederlage aus der Saison 2022/23 einzustellen. Erstmals seit dem Saisonauftakt und der Niederlage gegen den FC Augsburg mussten die Breisgauer vor heimischem Publikum wieder eine Niederlage einstecken.

Auf die Heimstärke setzt Freiburg dennoch für das Rückspiel gegen Genk am Donnerstag, um trotz der Hinspiel-Niederlage erstmals ein internationales Viertelfinale zu erreichen. Dafür brauchen die Breisgauer aber dringend mehr Torgefahr. Der schwache Auftritt in Belgien war eine Enttäuschung gewesen, auf die SC-Trainer Julian Schuster mit fünf Wechseln in der Startelf reagierte. 

«Natürlich war ich nicht zufrieden mit der Leistung, dementsprechend waren die letzten Tage auch sehr deutlich», sagte SC-Trainer Julian Schuster vor dem Anpfiff bei DAZN. 

Im Duell mit Union erarbeitete sich der Sport-Club vor 33.200 Zuschauern die Spielkontrolle. Die Gastgeber agierten aktiver, richtig gefährlich in der Offensive wurden sie aber genauso wenig wie die Köpenicker. 

Bundesliga-Debütant Raab zunächst nicht ernsthaft gefordert

Ein Aktivposten aufseiten der Freiburger war in der ersten Hälfte zwar Rechtsaußen Cyriaque Irié, klare Torchancen hatte aber auch er nicht. Als der 20-Jährige nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, warf sich ein Unioner in den Schuss. Auch die Versuche der Badener, aus der zweiten Reihe zum Torerfolg zu kommen, führten nicht zu ernsthaften Prüfungen für Unions Ersatzkeeper Matheo Raab. 

Auf Stammtorhüter Frederik Rönnow hatte Coach Steffen Baumgart verzichten müssen. Der Däne war am Mittwoch im Training umgeknickt, anders als erhofft reichte es nicht für den Auftritt in Freiburg. So kam Raab zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz.

Auch bei der ersten vielversprechenden Aktion des Sport-Clubs der zweiten Hälfte musste Raab aber nicht eingreifen. Knapp zehn Minuten nach dem Seitenwechsel zirkelte Derry Scherhant einen Freistoß aus zentraler Position von der Strafraumkante über das Tor. 

Von den Gästen kam in der Offensive wenig. Den Freiburgern mangelte es an Präzision und Ideen. Für einen kleinen Schreckmoment sorgte ein Zusammenprall zwischen Igor Matanovic und Danilho Doekhi. Die mit einer Trage herbei geeilten Sanitäter konnten den Platz aber wieder verlassen. Beide konnten nach einer Behandlungspause weiterspielen. Doekhi konnte in der Nachspielzeit sogar noch über der Berliner Siegtreffer jubeln.

Panenka-Elfer von Raphinha: Barcelona fertigt FC Sevilla ab

Panenka-Elfer von Raphinha: Barcelona fertigt FC Sevilla ab

Barcelona (dpa) – Dank Dreifach-Torschütze Raphinha führt der FC Barcelona in der spanischen Fußball-Meisterschaft wieder mit vier Punkten vor Real Madrid. Beim 5:2 (3:1) gegen den FC Sevilla war der brasilianische Offensivspieler am 28. Liga-Spieltag der überragende Akteur in der Mannschaft von Trainer Hansi Flick.

Der 29-Jährige brachte die Gastgeber im Camp Nou mit zwei verwandelten Strafstößen früh auf Siegkurs. In der neunten Minute war Raphinha mit einem sogenannten Panenka-Elfmeter erfolgreich: Er hob den Ball wie einst der tschechoslowakische Stürmer im EM-Endspiel 1976 gegen Deutschland in die Tormitte und überraschte damit Sevillas Schlussmann Odysseas Vlachodimos, der ins linke Eck flog. Den zweiten Strafstoß setzte Raphinha dann flach ins Netz (21.). Außerdem gelang ihm nach der Pause noch das Tor zum 4:1 (51.).

Nun Rückspiel gegen Newcastle

Die weiteren Treffer erzielten der Ex-Leipziger Dani Olmo (38.) und João Cancelo (60.), für Europa-League-Rekordsieger FC Sevilla waren Oso (45.+3) und Djibril Sow (90.+2) erfolgreich. Barcelonas Erzrivale Real Madrid hatte am Samstagabend daheim 4:1 gegen den FC Elche gewonnen. Flicks Mannschaft trifft am Mittwoch in der Champions League im Achtelfinal-Rückspiel auf Newcastle United, das Hinspiel in England war 1:1 ausgegangen.

Rückschlag für Werder: Heimniederlage gegen Mainz

Rückschlag für Werder: Heimniederlage gegen Mainz

Bremen (dpa) – Werder Bremen hat im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Im Kellerduell mit dem FSV Mainz 05 kassierten die Grün-Weißen daheim eine verdiente 0:2 (0:1)-Niederlage. Auch, weil sich eine Taube vor dem ersten Gegentreffer auf das Spielfeld verirrt hatte?

«Wir waren gedanklich zu spät dran», sagte Bremens Trainer Daniel Thioune über die Szene – dem Vogel wollte er aber nicht die Schuld geben. Trotzdem meinte der Mainzer Phillip Mwene mit einem Schmunzeln: «Dank an die Taube.»

Werder-Kapitän Friedl: «Es tut weh»

«Es tut weh, weil die Mainzer, obwohl sie unter der Woche gespielt haben, uns komplett den Schneid abgekauft haben», sagte Bremens Kapitän Marco Friedl bei DAZN und stellte fest: «Am Ende ist es verdient.» Sein Teamkollege Leonardo Bittencourt wollte nach dem Ende der Mini-Serie «nicht alles schwarzmalen. Es geht jetzt weiter. Wir wussten, dass es schwer wird, dass es bis zum letzten Tag gehen wird.»

Nach den beiden Siegen gegen Heidenheim und Union Berlin zeigten die Bremer dieses Mal eine ganz schwache Leistung und fielen auf den 15. Tabellenplatz zurück. Der Druck vor dem nächsten Abstiegsduell beim Vorletzten VfL Wolfsburg am kommenden Samstag ist damit wieder deutlich gestiegen.

Die Mainzer machten dagegen einen wichtigen Schritt in Richtung Rettung und verbesserten sich auf den 13. Tabellenplatz. Vor 41.800 Zuschauern im Bremer Weserstadion erzielten Paul Nebel (6. Minute) und Jae-Sung Lee (52.) die Treffer für die Mannschaft von Trainer Urs Fischer. «Vor allem in der zweiten Hälfte war es ganz hart», sagte Fischer.

Werder findet nie ins Spiel

Werder konnte zu keiner Zeit an die gute Leistung aus dem Union-Spiel anknüpfen. In Niklas Stark und Senne Lynen fielen zwei Spieler kurzfristig aus, sodass Trainer Thioune zu Umstellungen gezwungen war. Und die Änderungen taten dem Spiel der Gastgeber nicht gut. In der kompletten ersten Halbzeit fehlte es den Aktionen der Grün-Weißen an Tempo und Esprit. Das Mittelfeld mit Bittencourt, Jens Stage und Cameron Puerta harmonierte überhaupt nicht.

So hatten es die Mainzer leicht, die frühe Führung zu verwalten. Schon beim Gegentreffer hatte sich Werder extrem schläfrig präsentiert. Nach einem Einwurf konnte Mwene unbedrängt flanken, in der Mitte kam Nebel frei zum Kopfball und brachte die Gäste in Führung. Die Bremer Spieler waren vor dem Einwurf offenbar noch mit einer auf den Platz geflogenen Taube beschäftigt. Marco Krüll versuchte, das Tier zu vertreiben.

Tor für verletzten Silas

Danach schnappten sich die Mainzer ein Trikot des verletzt fehlenden Silas und liefen geschlossen zur Mainzer Fankurve. Der Angreifer hatte sich beim 0:0 in der Conference League in Olmütz das Schien- und Wadenbein gebrochen und wird bis zum Saisonende ausfallen.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Bremer zunächst etwas schwungvoller aus der Kabine und hatten durch Marco Grüll eine gute Chance zum Ausgleich (48.). Doch nur wenig später präsentierte sich die Bremer Abwehr wieder im Tiefschlaf. Nach einer Hereingabe von Sheraldo Becker stocherte Lee den Ball in der Mitte über die Torlinie.

Werder fiel auch in der Folgezeit nicht viel ein. Den Mainzern reichte eine solide Leistung, um den Vorsprung in einem ganz schwachen Bundesliga-Spiel über die Zeit zu bringen.

Eisbären Berlin schaffen direkte Playoff-Qualifikation

Eisbären Berlin schaffen direkte Playoff-Qualifikation

Berlin (dpa) – Die Eisbären Berlin haben sich auf den letzten Drücker die direkte Playoff-Teilnahme in der Deutschen Eishockey Liga gesichert. Der Titelverteidiger besiegte am letzten Hauptrundenspieltag den EHC Red Bull München mit 5:1 (1:0, 3:1, 1:0) und behauptete damit Vorrundenplatz sechs vor den Fischtown Pinguins, die trotz eines 6:1 (2:0, 3:0, 1:1) gegen den Letzten und wahrscheinlichen Absteiger Dresdner Eislöwen in die Pre-Playoffs müssen.

Dort spielen von Dienstag an Bremerhaven gegen die Nürnberg Ice Tigers und die Grizzlys Wolfsburg gegen die Schwenninger Wild Wings um die letzten beiden Plätze im Playoff-Viertelfinale, das am 24. März beginnt. Für den Einzug ins Viertelfinale sind aus maximal drei Spielen zwei Siege nötig.

Haie stellen Punkterekord ein, Mannheim in die Champions League

Hauptrundensieger Kölner Haie gewann zum Vorrundenende 6:3 (0:1, 3:1, 3:1) beim Tabellendritten Straubing und egalisierte mit 116 Punkten den Hauptrundenrekord der Adler Mannheim, die als zweitbestes Team in die Playoffs starten. Für das Viertelfinale stehen die Duelle Straubing gegen Berlin und München gegen Ingolstadt bereits fest. Köln und Mannheim treffen auf die beiden Teams, die sich in den Pre-Playoffs durchsetzen.

Die Adler schafften durch Platz zwei nach der Vorrunde die Champions-League-Teilnahme. Scorerkönig wurde mit 65 Punkten Evan Barratt von den Nürnberg Ice Tigers vor Riley Barber vom ERC Ingolstadt (63), der zusammen mit Liam Kirk von den Eisbären Berlin Torschützenkönig mit 32 Treffern wurde.

Der Tabellenletzte Dresden muss wie gewöhnlich noch einige Wochen warten, bis feststeht, ob es einen Zweitliga-Aufsteiger gibt. Erst dann wäre der direkte Wieder-Abstieg perfekt. Niemals zuvor holte ein DEL-Team so wenige Punkte (26) wie die Sachsen.

Dzeko-Rot und verspielte Führung: Schalke sorgt für Spannung

Dzeko-Rot und verspielte Führung: Schalke sorgt für Spannung

Gelsenkirchen (dpa) – Edin Dzeko musste das ganze Malheur von draußen mit ansehen. Nachdem der Torjäger in der 52. Minute nach einem Foul die Rote Karte gesehen hatte, verspielte sein FC Schalke 04 eine 2:0-Führung und verpasste gegen den Verfolger Hannover 96, die Tabellenführung auszubauen. In der achten Minute der Nachspielzeit kassierte Schalke noch das 2:2.

Der Zweitliga-Spitzenreiter hat damit die Gunst der Stunde verpasst. Nachdem die Mit-Aufstiegsaspiranten Darmstadt 98, SV Elversberg und SC Paderborn allesamt nicht gewonnen hatten, kamen die Königsblauen vor 62.077 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena trotz einer 2:0-Pausenführung gegen Hannover nicht über ein Remis hinaus.

Dzeko (29.) und Kenan Karaman (38.) hatten die Gastgeber zunächst in Führung gebracht. Als Schalke in Unterzahl spielte, glichen Maik Nawrocki (82.) und Benedikt Pichler (90+8.) spät für die unermüdlichen Hannoveraner aus. Zuvor hatte Enzo Leopold für die Gäste noch einen Foulelfmeter verschossen (81.).

«Mit der Roten Karte ändert sich das ganze Spiel», sagte Karaman nach dem Spiel bei Sky zerknirscht. Schalkes Kapitän fand die Rote Karte «zu hart». Dzeko wird nun fehlen, wenn die Schalker am kommenden Samstagabend mit zwei Punkten Vorsprung im Topspiel beim direkten Verfolger Darmstadt 98 antreten.

«Mit ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl gibt man da keine Rote Karte», sagte Schalkes Trainer Miron Muslic. «Extrem bitter», fand er, dass sein Team trotz eines «überragenden Spiels» den Vorsprung noch hergegeben hat.

Titz: «Weiß jeder, dass der Schiedsrichter hier Rot geben kann»

Hannover bleibt durch das Unentschieden aussichtsreich im Aufstiegsrennen. Die Niedersachsen haben jetzt nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz (Elversberg). Zudem wahrten sie ihre Position als bestes Rückrunden-Team (17 Punkte) vor Dresden und Darmstadt (je 16 Punkte).

«Die Rote Karte hat uns in die Karten gespielt», sagte Hannovers Enzo Leopold. Dzekos Patzverweis fand der Kapitän «vertretbar». Trainer Christian Titz war erleichtert. «Es war wichtig, hier noch den Ausgleich zu machen.» Titz wollte keine Zweifel an der Richtigkeit der Strafe aufkommen lassen: «Das weiß jeder, dass der Schiedsrichter hier die Rote Karte geben kann», sagte er bei Sky.

Darmstadts Kohfeldt geknickt: «Kein Abend zum Träumen»

Das Rennen um die Aufstiegsplätze bleibt acht Spieltage vor dem Saisonende dadurch völlig offen. Eine gewisse Ernüchterung war bei den erfolglosen Mit-Aufstiegsaspiranten am Wochenende durchaus zu spüren gewesen. So gestand Darmstadts Trainer Florian Kohfeldt nach dem 1:1-Remis in Magdeburg leicht geknickt: «Es ist kein Abend zum Jubeln, kein Abend zum Träumen.»

Elversbergs Coach Vincent Wagner sagte nach der 0:2-Niederlage in Fürth mit dem vierten verschossenen Elfmeter in dieser Saison entnervt: «Mal ist man der Hund und mal der Baum.» Er klagte: «In Sachen Cleverness sind wir weit weg von Ligaspitze.» Paderborns Trainer Ralf Kettemann betonte trotz eines Gegentreffers in der letzten Minute beim 2:2 in Bielefeld: «Das ist ein Punkt, von dem ich mir vorstellen kann, dass er noch wichtig für uns wird.»

Hamann zu Bayerns Schiri-Kritik: Eines Weltvereins unwürdig

Hamann zu Bayerns Schiri-Kritik: Eines Weltvereins unwürdig

Berlin (dpa) – Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann hat mit scharfen Worten auf den Einspruch des FC Bayern gegen den Platzverweis für Luis Díaz im Spiel bei Bayer Leverkusen reagiert. «Das ist doch eines Weltvereins nicht würdig», sagte der frühere Bayern-Profi bei der Fußball-Talkshow Sky90. «Ein Weltverein legt Protest ein gegen eine Gelb-Rote Karte, wo der Spieler versucht, einen Elfmeter zu schinden.»

Am Sonntag hatte Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen dem Pay-TV-Sender Sky bestätigt, dass der Rekordmeister die automatische Sperre für Díaz nach dessen Gelb-Roter Karte nicht akzeptieren werde und beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes Einspruch gegen die Strafe eingelegt habe. Die Chancen auf eine Begnadigung für das anstehende Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin sind jedoch gering.

Hamann: Mal mit Würde anerkennen, dass Fehler gemacht werden

«Du musst doch auch mal in der Niederlage – die es ja nicht mal war – das mit Respekt und Würde anerkennen, dass Fehler gemacht werden oder auch nicht», polterte Hamann, der in dem Vorgehen der Bayern-Bosse ein Problem für die «ganze Schiedsrichter-Gilde» sieht.

Hamann: Bayern-Verhalten ist «das eigentlich Skandalöse»

«Wir haben große Probleme, dass wir junge Schiedsrichter finden, weil keiner mehr pfeifen will, weil es körperliche Angriffe gibt. Und das befeuert das doch nur», sagte der 52-Jährige Hamann: «Und das ist der FC Bayern, das ist unser Flaggschiff des deutschen Fußballs!» Das Verhalten der Bayern sei «das eigentlich Skandalöse an diesem ganzen Spiel, an diesem ganzen Vorgang».

Auch die Kritik von Uli Hoeneß fand Hamann «übertrieben und überzogen». Bayerns Ehrenpräsident hatte in der «Bild»-Zeitung über das Schiedsrichterteam um Hauptreferee Christian Dingert gepoltert: «Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe.» 

Hamann glaubt: Vielleicht wurde der Schiri «weichgekocht»

Dass Dingert nach der Partie einen Fehler bei der Bewertung der zweiten Gelben Karte für Díaz eingeräumt hatte, konnte Hamann nicht nachvollziehen. Die Münchner «scheinen ihn da ein Stück weit weichgekocht zu haben», mutmaßte Hamann, der die Gelbe Karte und damit den Platzverweis für Diaz für absolut richtig hält. «Der Diaz weiß, dass er den Ball nicht mehr bekommt, dass er die Balance verliert, dann hält er den Fuß raus, um einen Kontakt zu provozieren mit Blaswich. Er macht das, um einen Elfmeter zu schinden.»

Dingert hatte im Topspiel der Fußball-Bundesliga auch den Münchner Nicolas Jackson mit Rot vom Platz gestellt und zudem zwei Bayern-Tore von Jonathan Tah und Harry Kane jeweils wegen eines vorangegangenen Handspiels aberkannt.

Kaiserslautern Sieger im Derby: 3:0 gegen Karlsruhe

Kaiserslautern Sieger im Derby: 3:0 gegen Karlsruhe

Kaiserslautern (dpa) – Der 1. FC Kaiserslautern hat seine Fans mit einem souveränen Sieg im Südwestderby der 2. Fußball-Bundesliga versöhnt. Nach zuletzt zwei Niederlagen besiegten die Pfälzer den Karlsruher SC mit 3:0 (2:0) und festigten mit 40 Punkten den siebten Tabellenplatz. Der KSC folgt mit 34 Zählern auf Rang acht. 

Vor 49.327 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion begannen die Gastgeber engagiert und ebneten schon früh den Weg zum Sieg. Semih Sahin traf in der 3. Minute zur Führung, die Mergim Berisha (14.) nach einem Fehler von Karlsruhes Torhüter Hans Christian Bernat ausbaute. In der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Mahir Emreli (90.+4) für den Endstand.

Die Gäste kamen in der ersten Halbzeit kaum einmal gefährlich vor das gegnerische Tor und hatten es Bernat zu verdanken, dass sie zur Pause nicht schon aussichtslos im Hintertreffen lagen. Nach Wiederanpfiff war Karlsruhe um den Anschlusstreffer bemüht, aber Jisoo Kim konnte einen Schuss von Louey Ben Farhat (57.) in höchster Not abblocken. 

Im Gegenzug hätte Kaiserslauterns Luca Sirch für die Vorentscheidung sorgen können, traf aber nur den Pfosten. In der Schlussphase hatte auch der KSC bei einem Lattenschuss von Ben Farhat (89.) Alu-Pech. Kurz zuvor hatte FCK-Torwart Julian Krahl mit einer Glanzparade gegen Fabian Schleusener gerettet.