Heidenheim holt 3:3 gegen VfB Stuttgart

Heidenheim holt 3:3 gegen VfB Stuttgart

Heidenheim (dpa) – Der 1. FC Heidenheim hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen Coup gegen den VfB Stuttgart nur knapp verpasst. Der Ostalb-Club erkämpfte sich vor 15.000 Zuschauern gegen den großen Favoriten und einmal mehr durchrotierten Europa-League-Teilnehmer ein 3:3 (2:2). In der 83. Minute jubelte der Tabellenletzte in einer äußerst unterhaltsamen Partie noch über das 3:2 des eingewechselten Sirlord Conteh. Doch fünf Minuten später konterte Deniz Undav noch für die Schwaben.

Stuttgarts Blitzstart von Chris Führich nach einem leichtfertigen Heidenheimer Ballverlust (5. Minute) egalisierte zuvor zunächst Winter-Rückkehrer Eren Dinkci (20.) für die zuletzt offensiv zu harmlosen Heidenheimer.

Kuriose Videobeweis-Entscheidung und zwei aberkannte VfB-Tore

Die Führung von Arijon Ibrahimovic per Foulelfmeter (34. Minute) fiel dann äußerst kurios nach einem Videobeweis. Schiedsrichter Sascha Stegemann hatte beim Heidenheimer Angriff zunächst nicht auf Strafstoß entschieden, im Gegenzug traf Ermedin Demirovic zum vermeintlichen 2:1. Erst danach schaute sich Stegemann die Bilder an, revidierte seine Entscheidung, erkannte den VfB-Treffer ab und gab den Strafstoß.

Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt erzielte den zweiten Stuttgarter Treffer ebenfalls per Foulelfmeter (44.). 20 Minuten vor dem Ende zählte auch ein zweites Tor von Demirovic nach einem Videobeweis wegen Abseits nicht. 

Drei Tage nach dem 4:1 in der Europa League bei Celtic Glasgow wirkten die Stuttgarter, die sich im Pokal über ein Los für ein Heimspiel gegen Freiburg freuen dürfen, defensiv alles andere als auf der Höhe. Im Rückspiel soll der Achtelfinal-Einzug am Donnerstag aber nicht mehr in Gefahr geraten. 

Couragierter Heidenheimer Auftritt nicht belohnt

Sollte Heidenheim die Wende zum Klassenverbleib noch schaffen, wäre es ein Kunststück, das noch nie einem Bundesligisten mit einer solch geringen Punktausbeute zu diesem Saison-Zeitpunkt gelang. Langzeitcoach Frank Schmidt steckt kräftig Energie herein, die Hoffnung am Leben zu halten. 

«Wir sind fast schon zum Siegen verdammt und wollen auch so auftreten», hatte Schmidt kurz vor Spielbeginn bei DAZN gesagt. In der Tat sah der Coach einen couragierten Auftritt seiner Elf, die aber nach nur knapp fünf Minuten den ersten herben Dämpfer hinnehmen musste. 

Vier Tore bereichern die wilde erste Hälfte

Führich lief allein aufs Tor zu und schob per Flachschuss ins rechte Eck ein. Es war das frühste Saisontor des VfB, Jan Schöppner hatte zuvor den Ball vertändelt. Doch die Gastgeber reagierten nicht geschockt. Im Gegenteil. 

Insbesondere Dinkci begeisterte mehrfach die Heidenheimer Fans und hätte noch mehr als den Treffer zum 1:1 erzielen können. Christian Conteh war als Vorlagengeber als weiterer Winter-Transfer am Ausgleich beteiligt. 

Dinkci holte dann auch den Elfmeter heraus, über den sich der FCH nach dem Hinweis aus dem Kölner Keller mit Verspätung freuen durfte. Mittelstädt hatte ihn am Knöchel getroffen, Ibrahimovic verwandelte sicher. Für eine Pausenführung des Tabellenletzten reichte es dennoch nicht, weil Conteh mit einem Foul im Strafraum Chema Andrés stoppte. Mittelstädt machte seinen Fehler vor dem eigenen Tor wieder gut und traf vom Elfmeterpunkt zum 2:2.

Kurz nach der Pause sollte es dann der eingewechselte Deniz Undav für den VfB richten. Stuttgart bestimmte die zweite Hälfte. Mittelstädts Abschluss strich knapp vorbei (53.). Heidenheim hatte schon den Sieg vor Augen, ehe es dann Undav wirklich richtete und den Stuttgartern den Punkt rettete.

Thioune zu Patzer: «Fehler, der so nicht passieren darf»

Thioune zu Patzer: «Fehler, der so nicht passieren darf»

Hamburg (dpa) – Werder Bremens Trainer Daniel Thioune hat Torwart Mio Backhaus nach dem schwerwiegenden Fehler im Krisenduell beim FC St. Pauli in Schutz genommen. «Ein Fehler, der so nicht passieren darf, aber auch definitiv gar kein Vorwurf an Mio Backhaus», sagte der Fußballcoach nach der dritten Niederlage im dritten Bundesligaspiel unter seiner Regie. In der ersten Halbzeit habe sein Team das Spiel schon «nicht finalisiert», dann müsse man nicht über den Fehler reden.

Bremen verlor das Duell mit 1:2 und wurde vom Tabellennachbar aus Hamburg auf den vorletzten Tabellenrang verdrängt. Beim 0:1 hatte St. Paulis wieder genesener Innenverteidiger Hauke Wahl nach 55 Minuten aus etwa elf Metern Richtung Tor geköpft. Backhaus bekam den eher harmlosen Kopfball nicht abgewehrt – und der Ball landete im Tor.

Fritz: Tor «kriegst du wahrscheinlich einmal im Jahr»

«Dann kriegst du so ein Tor, das kriegst du wahrscheinlich einmal im Jahr», sagte Fußball-Geschäftsführer Clemens Fritz. Ihm tue es «unheimlich leid für Mio, überhaupt kein Vorwurf an ihn».

Trainer Thioune bekräftigte, dass der Coach in seinen ersten drei Wochen eine «tolle Performance» des deutschen U21-Torwarts erlebt habe. Zuletzt habe der 21-Jährige «sehr stabil» und «sehr gut» gespielt. 

Thioune, der Nachfolger von Horst Steffen ist, erlebte die dritte Pleite im dritten Spiel nach seinem Start an der Weser. Werder wartet nun seit 13 Spielen auf einen Sieg. In der kommenden Woche empfangen die Bremer am Samstag (15.30 Uhr/Sky) den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim zum nächsten Kellerduell.

Tabellenführer Arsenal deklassiert Tottenham im Derby 4:1

Tabellenführer Arsenal deklassiert Tottenham im Derby 4:1

London (dpa) – Der englische Fußball-Tabellenführer FC Arsenal hat das hitzige Duell beim Erzrivalen Tottenham Hotspur mit 3:1 (1:1) gewonnen und damit vorerst seine Spitzenposition in der Premier League behauptet. Mit zwei Toren war der einst von den Spurs umworbene Arsenal-Profi Eberechi Eze erneut der Matchwinner im Nordlondon-Derby. Bereits im Hinspiel hatte er dreimal getroffen.

Unterhaltsames Derby

Arsenal begann drangvoll gegen die tief stehenden Gastgeber, bei denen Trainer Igor Tudor erstmals an der Seitenlinie stand. Die Gunners dominierten in der unterhaltsamen Partie zunächst das Geschehen und gingen nach rund einer halben Stunde verdient durch Eze (32. Minute) in Führung. Doch die Freude der Gäste währte nicht lange. Denn nach einem Ballverlust von Declan Rice schoss Randal Kolo Muani (34.) direkt den Ausgleich.

Nach der Pause ging Arsenal durch Viktor Gyökeres (47.) wieder in Führung. Der vermeintliche Ausgleich für die Spurs durch Kolo Muani in der 54. Minute zählte nicht, weil der Franzose vor seinem Treffer Arsenal Gabriel geschubst haben soll – eine umstrittene Entscheidung. Kurz darauf machte Eze (61.) mit seinem zweiten Treffer alles klar für Arsenal, bevor Doppelpacker Gyökeres (90.+4) den Fehlstart für Tudor perfekt machte.

Arsenal festigt Spitzenposition

Damit vergrößerten die Gunners ihren Tabellenvorsprung vor dem Zweiten Manchester City, der ein Spiel weniger absolviert hat, wieder auf fünf Punkte. Kommende Woche empfängt der Spitzenreiter im nächsten London-Derby den FC Chelsea. Europa-League-Sieger Tottenham stecken dagegen weiter mitten im Abstiegskampf.

Torwartfehler im Krisengipfel: St. Pauli besiegt Werder

Torwartfehler im Krisengipfel: St. Pauli besiegt Werder

Hamburg (dpa) – Der FC St. Pauli hat den norddeutschen Krisengipfel auch dank eines schwerwiegenden Torwartfehlers für sich entschieden und die Misere von Werder Bremen weiter verschärft. In einem erst im zweiten Durchgang unterhaltsamen Kellerduell siegte der Hamburger Fußball-Bundesligist mit 2:1 (0:0) und verdrängte den Tabellennachbarn auf den vorletzten Rang. 

Im dritten Spiel unter der Regie von Werder-Coach Daniel Thioune kassierten die Bremer die dritte Pleite und blieben auch im 13. Ligaspiel nacheinander ohne Sieg.

Hauke Wahl (55. Minute), der von einem katastrophalen Fehler von Werders Torhüter Mio Backhaus profitierte, und Joel Chima Fujita (70.) erzielten vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion die Treffer für das Heimteam. Jovan Milosevic (62.) hatte zwischendurch für den verdienten Ausgleich gesorgt. Die Bremer waren im ersten Durchgang das bessere Team. 

Werder mit kurzfristigem Ausfall

Der Start unter Neu-Coach Thioune verlief gar nicht nach dem Geschmack der Bremer Fans. In zwei Partien unterlagen die Grün-Weißen dem SC Freiburg und Bayern München. Im dritten Spiel drohte außerdem ein Negativ-Einstand: Es gab nie zuvor einen Trainer der Bremer, der in seinen ersten drei Ligapartien kein Tor bejubeln durfte. Immerhin ersparte ihm Milosevic diesen Eintrag in der Clubhistorie.

Thioune musste in der ohnehin geschwächten Defensive kurz vor der Partie den Ausfall von Außenverteidiger Felix Agu hinnehmen. In der Abwehr fehlten den Bremern ohnehin schon die Innenverteidiger Amos Pieper und Karim Coulibaly. Der Kiez-Club hingegen freute sich über die Rückkehr der zuvor kurzzeitig verletzten Leistungsträger Hauke Wahl und Eric Smith in der Startelf.

Beide Teams legten beherzt los. Die Gäste besaßen mehr den Ball, doch gute Torannäherungen von Marco Grüll (2./23.) verteidigte die Defensive des Kiez-Clubs jeweils. Doch die Bremer wurden gefährlicher: Nach einer Flanke von Cameron Puertas scheiterte erst Niklas Stark an Torwart Nikola Vasilj, der auffällige Jens Stage setzte den Nachschuss neben das Tor. Die Hamburger dagegen blieben in der Offensive viel zu harmlos.

Torwartfehler schockt Werder

In der zweiten Halbzeit machte Werder weiter das Spiel. Samuel Mbangula prüfte mit seinem Schuss Vasilj, der den Ball zur Seite abwehrte. Ein katastrophaler Fehler von Werder-Torwart Backhaus half den Hamburgern: Der Schlussmann konnte einen eher harmlosen Kopfball aus elf Metern von Wahl nicht festhalten, und der Ball glitt ins Tor.

Auf der Gegenseite sah dann Vasilj im Tor etwas unglücklich aus, als er ausrutschte und den Ball nicht richtig abwehren konnte. Vom folgenden Wirrwarr im Strafraum des Heimteams profitierte der eingewechselte Winter-Neuzugang Milosevic und erzielte den verdienten Ausgleich.

Die Hamburger blieben aber dran und gingen dank eines Schusses von Fujita im Strafraum wieder in Führung. Diesmal fand Werder keine Antwort mehr.

Freiburg beim VfB: Schuster will «Trauma» verarbeiten

Freiburg beim VfB: Schuster will «Trauma» verarbeiten

Freiburg (dpa) – Das bevorstehende DFB-Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart weckt beim SC Freiburg Revanchegedanken. «Wir sind dankbar dafür, dass wir das – in Anführungszeichen – Trauma von 2013 verarbeiten können», sagte Trainer Julian Schuster nach der Auslosung. Der Sport-Club muss am 21. oder 22. April beim Titelverteidiger und Landesrivalen in Stuttgart antreten. 

2013 waren die Breisgauer in der Runde der vier Letzten mit einer 1:2-Niederlage bei den Schwaben ausgeschieden. Schuster und der heutige Freiburger Abwehrchef Matthias Ginter spielten damals nebeneinander im Mittelfeld für den SC.

Ginter: «Wir beide auf der Sechs, das wäre dieses Jahr schwierig»

«Wir beide auf der Sechs, das wäre dieses Jahr schwierig», sagte Ginter mit einem Lächeln und Blick auf den inzwischen 40 Jahre alten Schuster und seine eigene Rolle als 32-Jähriger in der Abwehrkette. «Natürlich hätten wir gerne zu Hause gespielt, aber es gibt kein einfaches Pokal-Halbfinale. Wie geben jedenfalls Gas, damit wir ins Finale kommen können.»

Für Freiburg liegt der bislang letzte Final-Einzug noch nicht so lange zurück – 2022 gab es ein 2:4 im Elfmeterschießen gegen RB Leipzig.

Um den zweiten Platz im Finale am 23. Mai in Berlin spielen Bayer Leverkusen und der FC Bayern München. Das ergab die Auslosung durch Rodel-Olympiasieger Max Langenhan im ZDF.

Flicks Barça stößt Real Madrid wieder von Tabellenspitze

Flicks Barça stößt Real Madrid wieder von Tabellenspitze

Barcelona (dpa) – Der FC Barcelona hat in der spanischen Primera División seinen Dauerrivalen Real Madrid wieder von der Tabellenspitze verdrängt. Gegen den Tabellenvorletzten UD Levante siegte die Mannschaft von Trainer Hansi Flick mühelos mit 3:0 (2:0) und führt die Liga nun mit einem Punkt Vorsprung auf den Fußball-Rekordmeister aus der Hauptstadt an. Real hatte am Samstag bei CA Osasuna überraschend 1:2 verloren.

Im Camp Nou erzielten Marc Bernal (4. Minute), Frenkie de Jong (32.) und Fermín López (81.) die Tore für die wie erwartet überlegenen Katalanen, die damit wieder in die Erfolgsspur fanden. Zuletzt hatte die Flick-Elf in der Liga beim FC Girona 1:2 verloren und im Pokal-Hinspiel bei Atlético Madrid gar 0:4. Das Rückspiel findet am 3. März statt, dazwischen erwartet Barça noch Villarreal in der Liga.

Torwartpatzer leitet klaren Bayern-Sieg gegen Wolfsburg ein

Torwartpatzer leitet klaren Bayern-Sieg gegen Wolfsburg ein

München (dpa) – Den Fußballerinnen des FC Bayern ist der vierte Meistertitel in Folge kaum noch zu nehmen. Vor den Augen von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus gewann der Doublesieger das Bundesliga-Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 4:1 (0:1). Die Münchnerinnen bauten ihren Vorsprung in der Tabelle bei einem Spiel mehr auf dem Konto auf 14 Punkte aus. 

Bei ihrem entscheidenden Doppelschlag nach dem Pausen-Rückstand profitierte Jovana Damnjanovic erst von einem Blackout von VfL-Nationaltorhüterin Stina Johannes (54. Minute), keine zwei Minuten später schlug die Stürmerin erneut zu. Englands Europameisterin Georgia Stanway (70.) und Nationalspielerin Klara Bühl (80.) schraubten das Ergebnis hoch. 

Nach dem frühen Führungstreffer durch Kessya Bussy (16.) hatten die Wölfinnen zeitweise darauf hoffen dürfen, dem FC Bayern die erste Heimniederlage in der Bundesliga seit November 2021 zufügen zu dürfen. 

50. Bundesliga-Duell geht an den Titelverteidiger

Die seit dem 1:7 in der Champions League gegen den FC Barcelona Anfang Oktober ungeschlagenen Münchnerinnen hätten im laut Club-Angaben 50. Bundesliga-Duell der beiden Spitzenteams auch früher in Führung gehen können. Damnjanovic tauchte frei vor dem VfL-Tor auf, scheiterte allerdings an der noch starken Johannes (14.). Fast im Gegenzug bestraften das die Gäste, die erneut auf die erkrankte ehemalige DFB-Kapitänin Alexandra Popp verzichten mussten, durch den Bussy-Treffer. 

Bayern-Präsident Hainer sieht Doppelschlag von Damnjanovic

Gegen resolut verteidigenden Wolfsburgerinnen von Trainer Stephan Lerch tat sich der FC Bayern lange schwer. Nach dem Seitenwechsel drehten die Münchnerinnen um die DFB-Stars Giulia Gwinn und Bühl dann aber auf.

Innerhalb von 110 Sekunden durfte sich Bayern-Präsident Herbert Hainer am FC Bayern Campus über gleich zwei Tore freuen. Vor dem 1:1 patzte Johannes schwer, als sie beim Versuch, den Ball lang zu schlagen von Damnjanovic geblockt wurde. Die Münchnerin konnte den Ball anschließend ins leere Tor schieben. Durch das 3:1 war die Partie dann zugunsten des Teams von Trainer José Barcala entschieden.

«Das ist zu wenig»: Gladbach stürzt noch tiefer in die Krise

«Das ist zu wenig»: Gladbach stürzt noch tiefer in die Krise

Freiburg (dpa) – Eugen Polanski verschwand nach dem Schlusspfiff ganz schnell in der Kabine. Hilflos hatte der Trainer von Borussia Mönchengladbach zuvor mit ansehen müssen, wie sein Team in der Fußball-Bundesliga immer tiefer in die Krise und den Abstiegskampf stürzt. Nach dem 1:2 (0:1) beim SC Freiburg ist die Borussia nun schon seit sieben Spielen sieglos.

Der frühere Gladbacher Matthias Ginter (38. Minute) und Igor Matanovic (74.) trafen für den Sport-Club. Die harmlosen Gäste kamen durch Haris Tabakovic (85.) nur noch auf 1:2 heran. 

«Das ist extrem», sagte der bosnische Torjäger des Tabellen-14. bei DAZN. «Jede Niederlage ist schwer zu schlucken. Es geht um Punkte, es geht um Siege». Die Gladbacher Leistung sei aber eindeutig «zu wenig. Wir kriegen zu einfache Tore. Wir sind zu wenig gefährlich. Das müssen wir klar und deutlich analysieren». 

Auch im 18. Anlauf hintereinander gelang den Gladbachern kein Sieg im Breisgau. Die Freiburger wiederum landeten vor 34.700 Zuschauern im Europa-Park-Stadion auch im fünften Heimspiel des Jahres einen Dreier. «Das war kein Leckerbissen heute. Aber wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht», sagte Ginter, der von 2017 bis 2022 für die Borussia spielte. 

Sander soll Kapitän Reitz ersetzen

SC-Trainer Julian Schuster bot nach dem 0:3 bei der TSG Hoffenheim eine neue Offensive auf. Vincenzo Grifo, Jan-Niklas Beste und Matanovic durften wieder ran. Dafür musste der Sport-Club aber weiterhin auf den gesperrten Johan Manzambi verzichten. Im ohnehin arg gerupften Gladbacher Team fehlte auch noch Kapitän Rocco Reitz (Gelbsperre). 

«Philipp Sander ist derjenige, der Rocco vom Profil am nächsten kommt: dynamisch, zweikampfstark, laufstark», sagte Polanski beim übertragenden Sender DAZN über seinen Reitz-Ersatz Sander, der allerdings nicht glänzen konnte. Gladbachs oft mühsame Vorstöße prallten erst mal an der Freiburger Abwehr um den erneut starken Routinier Ginter ab. 

Damals unter Hans Meyer… 

Die Historie sprach nicht gerade für die Borussia: Der letzte Sieg im Breisgau gelang im März 2002 – damals waren Hans Meyer bei Gladbach und Volker Finke beim SC die Trainer. Arie van Lent traf zum 1:0.

Der aktuelle Torjäger der Gladbacher hätte genau das in der 32. Minute tun können – Haris Tabakovic schlug aber nach einem Gegenangriff ein Luftloch bei Franck Honorats Hereingabe. Auf der Gegenseite nutzte Freiburg das Durcheinander im Fünfmeterraum nach einem langen Einwurf: Ginter brachte den Ball mit einem Seitfallzieher über die Torlinie. 

Nur Tabakovic gefährlich

Tabakovic hätte sogar noch vor der Pause ausgleichen können, jagte den Ball aber übers Tor. Dennoch wirkten Gladbachs Angriffe weiter schablonenhaft – und es fehlte das Tempo.

Nach einem Querpass machte Matanovic mit seinem sechsten Saisontor alles klar, als er eine Hereingabe von Maximilian Eggestein ins Tor abstaubte. Gladbachs Torwart Moritz Nicolas hatte den Ball zunächst noch abwehren können – jedoch genau vor die Füße des Freiburger Stürmers.

Auf der Gegenseite hatte die Borussia gleich noch einmal Pech, als ein Tor wegen einer knappen Abseitsposition von Tabakovic nicht zählte (82.). Drei Minuten später gelang dem 31 Jahre alten Bosnier doch noch sein 14. Saisontor. Zu mehr reichte es für die Gäste nicht.