Baku (dpa) – Mit Nick Woltemade in der Startelf hat Newcastle United in der Champions League einen riesengroßen Schritt Richtung Achtelfinale getan. Der Premier-League-Club feierte im Playoff-Hinspiel bei Außenseiter FK Karabach Agdam aus Aserbaidschan einen 6:1 (5:0)-Kantersieg. Woltemade, der beim jüngsten 3:1 im FA-Cup bei Aston Villa seine 14 Pflichtspiele andauernde Torlosigkeit beendet hatte, konnte keinen Treffer beisteuern. Dafür zeigte sich sein Sturmpartner in absoluter Torlaune.
Anthony Gordon war in der ersten Halbzeit mit einem Viererpack (3. Minute/22., Handelfmeter/33./45.+1) der dominierende Spieler auf dem Platz. Außerdem trafen der deutsche Abwehrspieler Malick Thiaw (8.) und Jacob Murphy (72.) für die Magpies.
Der Meister aus Aserbaidschan, der in allen Belangen unterlegen war, kam durch Elvin Jafarguliyev (47.) nur zum zwischenzeitlichen 1:5. Im Rückspiel am kommenden Dienstag wäre ein Weiterkommen von Karabach Agdam eine Fußball-Sensation.
Hamburg (dpa) – HSV-Vorstand Eric Huwer hat für die Fußball-Bundesliga der Frauen eine TV-Konferenz wie bei den Spielen der Männer-Bundesliga vorgeschlagen. Ziel ist es, das Interesse am Frauen-Fußball zu erhöhen. «Die Konferenz, finde ich, ist ein deutsches Erfolgsprodukt. Lass uns das für die Frauen nicht kopieren, sondern adaptieren», sagte der Finanzchef des Hamburger SV.
«Also mein Vorschlag, unser Vorschlag ist: Sonntag 15.30 Uhr, Konferenz Frauen-Fußball-Bundesliga. Gerne sechs Spiele und dann vielleicht noch ein siebtes Spiel als Top-Spiel an einer anderen freien Zeit», sagte der 42-Jährige. «Lass uns mal so Dinge versuchen, um die Sichtbarkeit für diesen großartigen Sport zu verbreitern.»
In der Männer-Bundesliga gibt es schon seit mehreren Jahren die Spieltags-Konferenz am Samstag. Bis zum Ende der vergangenen Saison wurden bei Sky in einer Konferenz die 15.30 Uhr-Spiele gezeigt, von denen sich die Reporter abwechselnd meldeten. Seit dieser Saison läuft die Konferenz beim Streamingdienst DAZN.
Huwer gegen Montagabend-Spiele
Huwer kritisierte die Zersplitterung der Spieltage in der Frauen-Bundesliga. Vor allem die Ansetzungen am Montag um 18.30 Uhr stören ihn. «Das ist schwierig für die Menschen, am Montagabend ins Stadion zu kommen», sagte er. «Das wird nicht dazu führen, dass wir mehr Menschen vom Frauen-Fußball überzeugen können.»
Deswegen habe er da eine sehr klare Meinung: «Montagsspiele bringen keinen Mehrwert, machen aus TV-Vermarktungssicht auch keinen Sinn», sagte er weiter. Das sollte schnellstmöglich wieder revidiert werden. Die neuen Rechte sollen im Herbst ausgeschrieben werden.
Bremen (dpa) – Werder Bremen muss wegen des unsportlichen Verhaltens seiner Fußballfans beim Bundesliga-Nordderby in Hamburg eine Geldstrafe in Höhe von 260.000 Euro zahlen. Werder hatte das Duell im Volksparkstadion mit 2:3 verloren. Wegen massivem Pyrotechnik-Einsatz seiner Anhänger war der HSV bereits Anfang des Monats mit einer Geldstrafe in Höhe von 503.400 Euro belegt worden – alleine 300.000 Euro entfielen dabei auf das Werder-Spiel.
Bremer Zuschauer hatten vor und während der Partie am 7. Dezember des vergangenen Jahres insgesamt fünf Böller, einen Heuler und mindestens 237 Bengalische Feuer gezündet. Zudem schossen sie 16 Raketen ab, von denen zwei auf dem Spielfeld landeten, hieß es in der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) veröffentlichten Urteilsbegründung. Das Rückspiel in Bremen wird Mitte April angepfiffen.
Die Geldstrafe kommt fußballnahen Stiftungen zugute, Werder kann bis zu 87.000 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem Verband bis zum 30. September 2026 nachzuweisen wäre.
Hannover muss 204.430 Euro zahlen
Auch Zweitligist Hannover 96 wurde mit insgesamt drei Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 204.430 Euro belegt. Es geht um Pyro-Vorfälle in den Spielen gegen Eintracht Braunschweig (60.030 Euro), gegen Hertha BSC (88.000 Euro) und gegen den VfL Bochum (56.400 Euro).
Insgesamt bis zu 68.110 Euro kann Hannover für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was ebenfalls bis Ende September nachzuweisen ist.
Berlin (dpa) – Rodel-Olympiasieger Max Langenhan wird die Halbfinal-Partien des DFB-Pokals auslosen. Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, zieht der zweimalige Goldmedaillengewinner der Winterspiele am Sonntagabend (17.10 Uhr/ZDF) die Lose der vier Halbfinalisten FC Bayern München, Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart und SC Freiburg.
Das Halbfinale im DFB-Pokal der Männer wird am 21. und 22. April ausgetragen. Das Endspiel im Berliner Olympiastadion findet am 23. Mai statt.
Lissabon (dpa) – Der mutmaßliche Rassismus-Vorfall im Playoff-Hinspiel der Champions League zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid hat ein Nachspiel. Die Europäische Fußball-Union UEFA kündigte an, die vor allem von Real-Star Vinícius Junior erhobenen Vorwürfe gegen Benfica-Profi Gianluca Prestianni zu untersuchen. Der 20-Jährige soll Vinícius Junior nach dessen Siegtor und einem von den Benfica-Spielern als provokant wahrgenommenem Jubel rassistisch beleidigt haben.
Prestianni bestritt dies in einer Stellungnahme auf Instagram: «Ich möchte klarstellen, dass ich zu keinem Zeitpunkt rassistische Beleidigungen gegen Vinícius Junior gerichtet habe, der leider das, was er zu hören glaubte, falsch interpretiert hat.» Er sei niemals rassistisch gegenüber irgendjemandem gewesen und bedauere, dass ihn Real-Spieler bedroht hätten.
Mund von Benfica-Profi war nicht zu sehen
Prestianni hatte sich bei der verbalen Auseinandersetzung das Trikot über Mund und Nase gezogen. «Rassisten sind vor allem Feiglinge. Sie müssen sich das Trikot in den Mund stopfen, um ihre Schwäche zu demonstrieren», schrieb Vinícius Junior bei Instagram. «Doch sie genießen den Schutz anderer, die theoretisch zur Bestrafung verpflichtet sind.»
Schiedsrichter François Letexier aus Frankreich hatte nach der Vinícius-Junior-Beschwerde die Partie am Dienstagabend im Estádio da Luz für mehrere Minuten unterbrochen. Mit gekreuzten Armen hatte er angezeigt, dass das Anti-Rassismus-Protokoll der UEFA durchlaufen wird.
Schweinfurt (dpa) – Der frühere Fußball-Nationalspieler und Bundesligaprofi Jermaine Jones wird neuer Trainer des abgeschlagenen Drittligaschlusslichts 1. FC Schweinfurt 05. «Mit Jermaine gewinnen wir einen Trainer, der auf eine lange aktive Karriere im Profifußball zurückblicken kann. Nun möchte er als Trainer dieses Wissen einbringen und der Mannschaft die nötigen Impulse und Erfahrungen mitgeben», erklärte Geschäftsführer Markus Wolf.
Jones (44) wird Nachfolger des freigestellten Aufstiegstrainers Victor Kleinhenz (34). Am Donnerstag tritt der dreimalige deutsche und 69-malige US-Nationalspieler seinen neuen Posten an. Zur Vertragsdauer machten die Schweinfurter keine Angaben.
Jones coacht erstmals in Deutschland
Jones spielte viele Jahre unter anderem für Eintracht Frankfurt und den FC Schalke 04. Erfahrung als Trainer sammelte er als Assistent der U19 der USA oder als Chef von Central Valley Fuego FC in den Vereinigten Staaten.
«Ich freue mich sehr über das Vertrauen und kann es kaum erwarten, mit der Mannschaft loszulegen. Wir wissen, dass mit dem Spiel in Duisburg eine große Aufgabe vor uns liegt. Aber genau für solche Spiele spielt man ja Fußball», meinte Jones.
Die Schweinfurter sind mit nur zehn Punkten Tabellenletzter der 3. Fußball-Liga. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsrang liegt bei aussichtslosen 17 Zählern. Am Samstag gastieren die Schweinfurter bei Aufstiegskandidat MSV Duisburg.
Antholz (dpa) – Jürgen Klopp hat Uli Hoeneß widersprochen und sieht sich in seiner Rolle als globaler Fußball-Chef von Red Bull gut aufgehoben. «Das ist für mich keine Rolle, die zu ihm passt», hatte Bayern Münchens Ehrenpräsident gesagt und in der «Bild» betont, er sehe Klopp nur als Trainer und nichts anderes.
Klopp entgegnete dort nun, er respektiere Hoeneß (74) schon immer aufs Allerhöchste und dessen Meinung erst recht. «Aber seine Meinung muss ja nicht immer deckungsgleich mit meiner sein. Und in dem Fall sehe ich es ein bisschen anders», sagte der 58-Jährige.
Der einstige Trainer von Mainz 05, Borussia Dortmund und des FC Liverpool muss dagegen aus Sicht von Hoeneß auf dem Fußballplatz stehen und könnte auch einmal das Amt des Bundestrainers übernehmen. «Das ist keiner, der für Vorträge durch die Welt fliegt», sagte Hoeneß.
Derzeit besucht Klopp die Olympischen Winterspiele in Italien und war dort unter anderem als Gast bei den Biathlon-Wettbewerben zu sehen.
Zirndorf (dpa) – Julian Nagelsmann & Co. gibt es zur Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada auch als 7,5 Zentimeter große Spielfiguren. Der Zirndorfer Spielwarenhersteller Playmobil produziert passend zum XXL-Turnier vom 11. Juni bis zum 19. Juli Florian Wirtz, Jamal Musiala oder auch Joshua Kimmich als Charaktere zum Sammeln im Miniformat.
Der Verkaufsstart der neuen DFB-Figurenserie mit insgesamt zwölf Protagonisten ist für April 2026 geplant. Der Spielwarenhersteller aus Mittelfranken hatte schon zur Heim-EM 2024 ein Set mit Nationalspielern herausgebracht.