PSG blamiert sich in Rennes – Außenseiter feiert 3:1-Coup

PSG blamiert sich in Rennes – Außenseiter feiert 3:1-Coup

Rennes (dpa) – Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain hat in der heimischen Liga eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen müssen. Der Tabellenführer der französischen Ligue 1 blamierte sich beim Außenseiter Stade Rennes mit einer 1:3 (0:1)-Pleite. Rennes hatte sich erst am Montag von Trainer Habib Beye getrennt, nachdem das Team fünf Spiele in Serie nicht gewinnen konnte.Mousa Al-Tamari brachte die Heimmannschaft aus der Bretagne in der 33. Minute in Führung. Esteban Lepaul (69.) erhöhte Mitte der zweiten Halbzeit auf 2:0. Weltfußballer Ousmane Dembélé, der in Rennes seine Profi-Karriere begann, erzielte zwei Minuten später den Anschlusstreffer für Meister PSG. Der ehemalige Gladbacher Breel Embolo (81.) machte mit seinem Treffer den Coup für Rennes perfekt.

Das Starensemble aus Paris bleibt trotz der Niederlage vorerst an der Tabellenspitze, doch der zweitplatzierte RC Lens kann am Samstag mit einem Sieg gegen Paris FC die Spitze in der Ligue 1 übernehmen. Rennes verbesserte sich mit dem Überraschungserfolg vorerst auf den fünften Platz.

Guardiola widerspricht Ratcliffe bei Aussagen zu Migration

Guardiola widerspricht Ratcliffe bei Aussagen zu Migration

Manchester (dpa) – Auch Trainer Pep Guardiola von Manchester hat sich gegen umstrittene Aussagen von Manchester Uniteds Mitbesitzer Jim Ratcliffe zum Thema Migration gestellt. «Wenn wir wirklich offen für andere Kulturen sind, werden wir eine bessere Gesellschaft haben», sagte der 55 Jahre alte Spanier auf einer Pressekonferenz vor dem anstehenden Pokalspiel seines Teams im FA Cup.

Ratcliffe hatte mit seinen als migrationskritisch verstandenen Aussagen in Großbritannien für Aufsehen gesorgt. In einem Interview des Senders Sky News hatte der 73 Jahre alte Multimilliardär gesagt, das Vereinigte Königreich sei von Migranten «kolonisiert» worden, am Donnerstag entschuldigte sich der Vorstandschef des Chemiekonzerns Ineos dafür. Premierminister Keir Starmer bezeichnete die Aussage als «beleidigend und falsch».

Guardiola: Macht keinen Unterschied, wo Du geboren wurdest

Guardiola unterstrich, die meisten Menschen verließen Länder wegen der Probleme, die es dort gebe – und nicht, weil sie es wollten. «Jeder möchte ein besseres Leben haben», sagte Guardiola. «Manchmal kommen die Möglichkeiten an dem Ort, wo Du geboren wurdest und an dem Ort, an den Du gehst. Darum macht es keinen Unterschied, wo Du geboren wurdest.»

Manchester United hatte in einer Stellungnahme betont, der Verein sei stolz darauf, «inklusiv und offen» zu sein. Der Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, teilte mit, Ratcliffes ursprünglich Äußerungen «widersprechen allem», wofür Manchester traditionell stehe. Es sei ein Ort, «an dem Menschen aller Hautfarben und Glaubensrichtungen über Jahrhunderte hinweg zusammengehalten haben».

Trostlos und torlos: Düsseldorf 0:0 gegen Münster

Trostlos und torlos: Düsseldorf 0:0 gegen Münster

Düsseldorf (dpa) – Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat den vierten Heimsieg in Serie verpasst. Beim weitgehend trostlosen 0:0 gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten SC Preußen Münster versäumten die Rheinländer einen Befreiungsschlag und die Gelegenheit, sich nach Punkten weiter vom Tabellenkeller zu distanzieren. Beide Clubs trennen vorerst zwar fünf Plätze, aber nur zwei Punkte. Für den Drittletzten Münster war es das achte sieglose Spiel in Serie. Die Westfalen gewannen von den vergangenen elf Spielen nur eines.

Vor vielen bunt verkleideten Fans in der Karnevalshochburg Düsseldorf war es ein eher tristes Spiel. Beide Mannschaften zeigten zwar durchaus Zug zum Tor, bei den überschaubaren Chancen aber letztlich zu wenig Effektivität im Abschluss. Am Ende hatten die Münsteraner sogar die besseren Möglichkeiten zum Sieg.

Düsseldorf vergibt einen Freistoß aus fünf Metern 

Nachdem Münsters Torwart Johannes Schenk einen scharfen Rückpass von Marvin Schulz hatte fangen müssen, durfte Düsseldorfs Florent Muslija in der 20. Minute einen indirekten Freistoß aus fünf Metern schießen. Er traf aber nur einen von sehr vielen Spielern vor dem Tor: seinen Kollegen Anouar El Azzouzi.

Dreierpack von Zoma – Nürnberg dominiert KSC beim 5:1

Dreierpack von Zoma – Nürnberg dominiert KSC beim 5:1

Nürnberg (dpa) – Der neue Vertrag für Trainer Miroslav Klose hat beim 1. FC Nürnberg offensichtlich Kräfte freigesetzt. Einen Tag nach dem Ende der Hängepartie und einer Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem Weltmeister von 2014 bis zum Sommer 2028 schossen die eiskalten Franken in der 2. Fußball-Bundesliga den defensiv überforderten Karlsruher SC mit 5:1 (3:0) förmlich vom Platz.

Die von den Mehrfachtorschützen Mohamed Ali Zoma und Julian Justvan angetriebenen Nürnberger beendeten genau zum richtigen Zeitpunkt ihr Tief von drei sieglosen Spielen. Mit dem achten Saisondreier überholte der diesmal auftrumpfende Club den extrem behäbigen KSC in der Tabelle und liegt mit nun 29 Punkten zumindest vorübergehend auf Rang acht.

Justvan zweimal, Zoma dreimal

Vor 29.378 Zuschauern sorgten die Nürnberger, die monatelang auf einen neuen Vertrag für ihren Trainer Klose gewartet hatten, schon früh für klare Verhältnisse. Justvan (25. Minute, 28.) und Zoma (41., 50., 65.) mit seinen Saisontoren sechs bis acht ließen die Club-Fans über den höchsten Saisonsieg jubeln.

Ein von Marvin Wanitzek verwandelter Elfmeter (58.) nach Foul von Debütant Justin von der Hitz an Leon Opitz bedeutete für die Karlsruher den Ehrentreffer. Sie warten nun seit vier Spielen auf einen Dreier und müssen sich in der Tabelle wieder nach unten orientieren.

Beim 1. FC Nürnberg ragten aber nicht nur Zoma oder Justvan heraus. Adriano Grimaldi als Anspielstation im Sturm und der lauffreudige Startelfdebütant Rabby Nzingoula im defensiven Mittelfeld rundeten mit ihren Leistungen einen perfekten Club-Abend ab. Es war gleichzeitig ein glänzendes Vertragsgeschenk für ihren Trainer.

Bayern-Keeper Neuer wünscht sich weniger Zeitspiel bei Ecken

Bayern-Keeper Neuer wünscht sich weniger Zeitspiel bei Ecken

Paris/München (dpa) – Bayern Münchens Startorwart Manuel Neuer würde gerne das Zeitschinden im Fußball einschränken. «Ich würde mir wünschen, dass man eine Zeitbegrenzung für die Abstöße und Eckbälle anwendet, wie das bei den acht Sekunden mit dem Ball in der Hand der Fall ist», sagte der 39-Jährige im Interview mit «France Football». 

«Zeitverzögerungen beeinträchtigen das Spiel. Das Publikum will mehr effektive Spielzeit», erklärte Neuer. Zudem würden Mannschaften oft viel Zeit bei Freistößen verschwenden. Nach einer neuen Regel darf der Torhüter den Ball maximal acht Sekunden mit den Händen kontrollieren. Der Schiedsrichter zählt die letzten fünf Sekunden sichtbar herunter. Bei Verstößen gibt es einen Eckball für die gegnerische Mannschaft. 

Hätte auch für die 3. Liga als Feldspieler gereicht 

Neuer, der zuletzt noch einmal deutlich machte, dass er seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet hat, hätte sich nach eigener Aussage auch als Feldspieler entwickeln können: «In einer Mannschaft der dritten Liga, die auf Ballbesitz spielt, wäre das zum Beispiel möglich gewesen. Mir hätte wahrscheinlich ein wenig Schnelligkeit gefehlt, aber ich hätte auf einem guten Niveau spielen können», erklärte der Weltmeister von 2014, der am 27. März 40 wird. «Ich weiß nicht, ob ich Innenverteidiger oder Sechser vor der Abwehr geworden wäre, ein bisschen im Stil von Javi Martínez.»

Hohe Geldstrafe für den 1. FC Köln wegen zündelnder Fans

Hohe Geldstrafe für den 1. FC Köln wegen zündelnder Fans

Köln (dpa) – Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Bundesligisten 1. FC Köln wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 98.500 Euro belegt. Von dieser Summe kann der Verein bis zu 32.800 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.

Laut einer Mitteilung des DFB hatten Kölner Fans vor, während und nach dem Bundesligaspiel bei Borussia Mönchengladbach am 8. November 2025 «mindestens 56 bengalische Feuer und 30 Blinker» gezündet. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte die Partie aufgrund der Rauchentwicklung für zwei Minuten unterbrochen werden müssen.

Medien: Tottenham holt Igor Tudor als Interims-Trainer

Medien: Tottenham holt Igor Tudor als Interims-Trainer

London (dpa) – Der englische Fußballverein Tottenham Hotspur will laut übereinstimmenden Medienberichten Igor Tudor als Interimstrainer bis zum Ende der Saison verpflichten. Wie unter anderem Sky Sports und die BBC berichten, ist sich der kriselnde Premier-League-Club mit dem Kroaten einig.

Tottenham hatte sich am Mittwoch von Coach Thomas Frank getrennt. Der 47 Jahre alte Tudor war bis Oktober 2025 Trainer von Juventus Turin, bevor er nach acht Spielen ohne Sieg in Serie beurlaubt wurde.

Zwei frühere Bundesliga-Trainer waren im Gespräch

Nach der Entlassung von Frank suchten die Spurs dem Vernehmen nach einen erfahrenen Coach, der bereit ist, das abstiegsgefährdete Team nur für die restliche Spielzeit zu übernehmen. Als Kandidaten für die Interimslösung waren Ex-Leipzig-Coach Marco Rose und der frühere Dortmund-Trainer Erik Terzic gehandelt worden.

Im Sommer will der derzeitige Tabellen-16. einen neuen Trainer verpflichten. Als Wunschlösung gilt der frühere Tottenham-Coach Mauricio Pochettino, der aktuell das Nationalteam der USA betreut. Pochettino hatte die Spurs in seiner Amtszeit zum Titelanwärter geformt und mit dem Team das Finale der Champions League erreicht.

Tudors erstes Spiel mit Tottenham ist das prestigeträchtige Nord-London-Derby gegen den Erzrivalen und Tabellenführer FC Arsenal am 22. Februar.

Heißer Kampf bei Minusgraden: Schalke in Kiel unter Druck

Heißer Kampf bei Minusgraden: Schalke in Kiel unter Druck

Gelsenkirchen (dpa) – Der seit fünf Spielen sieglose Fußball-Zweitligist Schalke 04 will am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) im Auswärtsspiel bei Holstein Kiel seine erste Ergebniskrise dieser Saison beenden. Bei Minusgraden und möglichem Schnee erwartet der Trainer Miron Muslic einen heißen Kampf: «Wir haben die Rückrunden-Vorbereitung ja auch deshalb bewusst in Gelsenkirchen bestritten, um uns auf solche Witterungsbedingungen vorzubereiten.»

Muslic arbeitet mit der Mannschaft derzeit daran, die verloren gegangene Balance zwischen Angriff und Abwehr wiederzufinden. «Wir haben jetzt eine Durststrecke», sagte der Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Kiel-Spiel. Muslic glaubt aber: «Wir werden aus dieser Phase gestärkt herauskommen.»

Edin Dzeko wird kontinuierlich aufgebaut

Der bislang drei Mal treffsichere Neuzugang Edin Dzeko wird kontinuierlich weiter aufgebaut und bekommt anwachsende Spielzeit. Der 39 Jahre alte Bosnier hat in seinen drei ersten Einsätzen 23, 45 und 71 Minuten lang gespielt.

Mit Vitalie Becker, Adrian Gantenbein, Emil Höjlund, Tomas Kalas, Bryan Lasme, Dylan Leonard und Henning Matriciani fehlen am Sonntag sieben Verletzte.

Am vergangenen Wochenende hatten die Schalker gegen die abstiegsbedrohte SG Dynamo Dresden 2:2 gespielt und nach zehn Wochen die Tabellenführung an Darmstadt 98 verloren. An diesem Wochenende können sie in der engen Tabellenspitze je nach Ergebnissen zwischen Platz eins und fünf landen.