Tennisbälle und Traumtor: Leipzig beendet HSV-Heimserie

Tennisbälle und Traumtor: Leipzig beendet HSV-Heimserie

Hamburg (dpa) – RB Leipzig hat seine kleine Ergebnis-Krise überwunden und nach zuletzt drei sieglosen Spielen wieder einen Erfolg bejubelt. Die Sachsen besiegten Aufsteiger Hamburger SV nach Rückstand verdient mit 2:1 (1:1) und hielten so den Anschluss an die Top-Vier der Liga. Zum Abschluss des 24. Spieltages in der Fußball-Bundesliga beträgt der Abstand des Tabellenfünften Leipzig auf die zuvor siegreichen Stuttgarter zwei Punkte. 

Der HSV, der sich in der zweiten Halbzeit zu wenig gegen die Pleite wehrte, kassierte daheim die erste Niederlage seit Ende Oktober nach sieben Partien ohne Niederlage im Volksparkstadion. Die Hanseaten verpassten es, den Abstand auf die Abstiegszone auszubauen. Nach einem Wochenende, an dem ein Großteil der Konkurrenz gepunktet hatte, steht der HSV als Elfter vier Punkte vor dem Relegationsrang. 

Vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion brachte Fabio Vieira (22. Minute) den HSV zunächst in Führung. Romulo (36.) per Traumtor und Yan Diomande (50.) machten den Auswärtssieg der Sachsen perfekt. Romulo gehörte zu den auffälligsten RB-Profis: Der Brasilianer bereitete den zweiten Treffer der Gäste vor und vergab in der 62. Minute einen Handelfmeter. 

Vierter Saisontreffer für Vieira

Die Leipziger waren durchaus gewarnt: Letztmalig verloren die Gastgeber in der Liga Ende Oktober gegen Wolfsburg. Danach folgten unter anderem Unentschieden gegen den FC Bayern München und Borussia Dortmund sowie ein Sieg gegen den VfB Stuttgart. 

Und der HSV machte deutlich, dass er an dem schweren Stand für Spitzenteams nichts ändern will. Erst scheiterte Damion Downs mit seinem Schuss (11.) aus der Drehung, dann machte es Vieira besser. Der Portugiese leitete einen Angriff selbst ein, bekam dann wenige Pässe später das Zuspiel im RB-Strafraum und erzielte mit einem Flachschuss durch die Beine von Gäste-Torwart Maarten Vandevoordt mit seinem vierten Saisontor die Führung. 

Bitter für den HSV zwischendurch: Kapitän Nicolas Capaldo musste verletzt nach knapp 20 Minuten ausgewechselt werden. 

Traumhafter Leipziger Ausgleich

Im Duell der derzeit jüngsten Bundesliga-Trainer in HSV-Coach Merlin Polzin (35 Jahre) und RB-Trainer Ole Werner (37) startete Polzin ohne den in dieser Saison häufig verletzten und zuletzt wieder genesenen Ex-Leipziger Yussuf Poulsen, der insgesamt zwölf Jahre in Leipzig unter Vertrag stand. 

Der in der 67. Minute eingewechselte Däne musste mit ansehen, wie sein Ex-Club furios zurückkam. Romulo setzte sich nach einem Zuspiel im Strafraum gegen den jungen HSV-Abwehrchef Luka Vuskovic durch und erzielte mit dem Rücken zum Tor und in Bedrängnis mit der Hacke traumhaft den Ausgleich. Vor der Halbzeitpause wurden die Leipziger immer aktiver und beschäftigten die HSV-Abwehr.

Tennisball-Protest vor der Partie

Die unterhaltsame erste Halbzeit begann kurios: HSV-Fans hatten mit Beginn der Partie für eine Unterbrechung gesorgt. Kurz nach Anpfiff des Spiels warfen Anhänger von der Nordtribüne aus gelbe Filzbälle auf den Platz. Die Partie war jedoch nur für kurze Zeit unterbrochen. Offenbar richtete sich der Protest gegen die späte Anstoßzeit um 19.30 Uhr, wie ein Transparent im Block vermuten ließ. 

Sonntags werden oft Spiele ausgetragen, damit im Europapokal aktive Teams entlastet werden. Die Fans sehen einen Hintergrund der späten Spiele unter anderem wegen Vermarktungszwecken. 

Romulo vergibt Elfmeter

Die zweite Halbzeit begann mit der Leipziger Führung. Nach einem Fehlpass von Torschütze Vieira landete der Ball über Romulo bei Diomande, der sich im Dribbling gegen mehrere HSV-Abwehrspieler durchsetzte und zur Führung traf. 

Wenig später berührte Nicolai Remberg unglücklich den Ball mit der Hand im Strafraum. Schiedsrichter Bastian Dankert entschied schnell auf Handelfmeter. Doch Romulo scheiterte an HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes und verpasste seine dritte Torbeteiligung. 

Der HSV ist am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) schon wieder gefragt. Dann empfangen die Hanseaten zum Nachholspiel in Champions-League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen den nächsten Top-Club.

HSV-Fans sorgen mit Tennisbällen für Spielunterbrechung

HSV-Fans sorgen mit Tennisbällen für Spielunterbrechung

Hamburg (dpa) – Fans des Hamburger SV haben mit Tennisball-Würfen für eine Unterbrechung der Bundesliga-Partie gegen RB Leipzig gesorgt. Kurz nach dem Anpfiff des Spiels zum Abschluss des 24. Spieltages warfen Anhänger von der Nordtribüne aus gelbe Filzbälle auf den Platz. Die Partie war jedoch nur für kurze Zeit unterbrochen. Offenbar richtete sich der Protest gegen die späte Anstoßzeit um 19.30 Uhr, wie ein Transparent im Block vermuten ließ. 

«Wir stehen ganz klar für fangerechte Anstoßzeiten ein und fordern die DFL auf, die weitere Zerstückelung der Spieltage zu stoppen. Zudem sollen die vereinbarten Regeln eingehalten und nicht zu Marketingzwecken missbraucht werden», schrieb der Förderkreis Nordtribüne vor einigen Tagen. 

Sonntags werden oft Spiele ausgetragen, damit im Europapokal aktive Teams entlastet werden. Die Fans sehen einen Hintergrund der späten Spiele unter anderem wegen Vermarktungszwecken. Im Jahr 2024 waren ähnliche Tennisball-Aktionen vermehrt aufgetreten, als Fans von mehreren Clubs damit gegen den Einstieg von Investoren im Profi-Fußball protestiert hatten.

Nach frühem Verletzungsschock: Frankfurt besiegt Freiburg

Nach frühem Verletzungsschock: Frankfurt besiegt Freiburg

Frankfurt/Main (dpa) – Überschattet von einer Verletzung von Torwart Kauã Santos hat Eintracht Frankfurt einen wichtigen Sieg im Rennen um die Europapokal-Qualifikation bejubelt. Die Mannschaft von Coach Albert Riera bezwang den SC Freiburg zu Hause 2:0 (0:0), bangt jetzt aber um das Knie ihres brasilianischen Keepers.

Matchwinner war Farès Chaïbi, der in der 64. Minute wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zum 1:0 traf. In der Schlussphase erzielte Jean-Mattéo Bahoya nach Vorlage von Chaïbi mit einem feinen Schlenzer das Tor zum Endstand (81.). Durch den verdienten Heimerfolg verdrängten die Frankfurter die Freiburger am 24. Spieltag vom siebten Platz in der Fußball-Bundesliga.

Zetterer sendet Genesungswünsche an verletzten Torwartkollegen

«In erster Linie wünsche ich Kauã eine schnelle Genesung und dass da nichts kaputt ist», sagte Frankfurts Torhüter Michael Zetterer, der nach seiner Einwechslung eine starke Leistung zeigte, über die Verletzung seines Kollegen. Im DAZN-Interview gab er sich dann aber auch erleichtert, die Freiburger besiegt zu haben. «Kein Geheimnis, dass das ein superwichtiges Spiel für uns war», sagte er.

Auch Freiburgs Matthias Ginter wusste um die Wichtigkeit des Spiels der direkten Konkurrenten und sprach hinterher von einer verdienten Niederlage. «Bitter, dass wir hier verloren haben», sagte Ginter bei DAZN. «Wir hatten sie eigentlich da, wo wir sie haben wollten, haben es dann aber in den entscheidenden Momenten nicht geschafft.»

Sollte der DFB-Pokalsieger unter den besten sechs Teams der Bundesliga landen oder sich Deutschland über die UEFA-Wertung einen fünften Champions-League-Platz sichern, würde der siebte Rang immerhin die Qualifikation für die Conference League bedeuten. Sollte beides eintreten, wäre Platz sieben gleichbedeutend mit der Teilnahme an der Europa League.

Burkardt mit Startelf-Comeback

Frankfurts Angreifer Jonathan Burkardt machte gegen Freiburg sein erstes Spiel von Anfang an seit dem 26. November des vergangenen Jahres, als er sich beim 0:3 in der Champions League gegen Atalanta Bergamo an der Wade verletzt hatte.

Auf der Gegenseite stürmte der Ex-Frankfurter Igor Matanovic, der von 2023 bis 2025 bei der Eintracht unter Vertrag stand. Nach einer glücklosen Zeit in der Main-Metropole wechselte er im vergangenen Sommer in den Breisgau.

Santos-Verletzung nach wenigen Sekunden

Nach 17 Sekunden stand eben jener Matanovic im Fokus, als er in einem Zweikampf gegen Kauã Santos zu spät kam. Der Keeper verletzte sich dabei unglücklich am rechten Knie und musste nach einer Behandlung unter Applaus der Eintracht-Fans ausgewechselt werden. Für ihn kam Zetterer, der in dieser Saison Kauã Santos zwischenzeitlich schon einmal als Nummer eins abgelöst hatte, in die Partie. Santos, der sich im vergangenen Jahr einen Kreuzbandriss im rechten Knie zuzog, droht ein langer Ausfall. Nach dem Spiel war er mit Krücken und bandagiertem Knie zu sehen.

Nach dem Verletzungsschock tasteten sich beide Teams zunächst ab. Richtig gefährlich wurde es erstmals in der 24. Minute, als Freiburgs Schlussmann Noah Atubolu einen wuchtigen Distanzschuss von Nathaniel Brown nur nach vorne parieren konnte. Beim Abpraller von Burkardt rettete Atubolu dann aber mit einer Glanztat.

Atubolu zur Stelle, Matanovic im Pfostenpech

Die Eintracht blieb vor 59.000 Zuschauern am Drücker und wurde vor allem über die rechte Offensivseite mit Brown und Arnaud Kalimuendo gefährlich. Der Franzose scheiterte mit einem Abschluss aus vielversprechender Position jedoch erneut an Atubolu (29.).

Von Freiburg war offensiv lange überhaupt nichts zu sehen. Kurz vor der Pause setzte Matanovic einen Kopfball nach einer Flanke von Christian Günter an den Pfosten (45.+2). Es war die erste und einzige Chance der Gäste in Durchgang eins.

Grifo scheitert an Zetterer, dann trifft Chaïbi

Nach der Pause blieb das Spiel umkämpft. Die erste Gelegenheit hatten die Gäste, doch Zetterer wehrte einen strammen Schuss von Vincenzo Grifo stark ab (49.). Ansonsten verzettelten sich beide Mannschaften immer wieder bei ihren Offensivaktionen.

Das änderte sich kurz nach der Einwechslung von Chaïbi für Oscar Højlund. Der algerische Nationalspieler erzielte mit einem platzierten Schuss das 1:0. Vorausgegangen war ein Fehlpass von Freiburgs Matthias Ginter. Bahoya sorgte in der Schlussphase dann für die Entscheidung.

Wolfsburger Chefetage schweigt: Droht Coach Bauer das Aus?

Wolfsburger Chefetage schweigt: Droht Coach Bauer das Aus?

Stuttgart (dpa) – Während sich die Verantwortlichen des abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg nach dem nächsten Rückschlag in der Fußball-Bundesliga in Schweigen hüllen, gibt sich Trainer Daniel Bauer weiter kämpferisch. «Ich bin total willens und auch total bereit, diesen Weg zu gehen. Ich bin der Letzte, der sich wegducken wird», sagte der 43-Jährige nach dem herben 0:4 beim VfB Stuttgart. «Ich bin mir der Verantwortung bewusst und stelle mich der Verantwortung sehr, sehr gerne. Aber am Ende des Tages liegt es eben nicht in meiner Entscheidungsgewalt.»

Weder Geschäftsführer Peter Christiansen noch Sportdirektor Pirmin Schwegler bezogen nach dem Abpfiff Stellung. Zumindest unmittelbar vor dem Spiel hatte Aufsichtsratschef Sebastian Rudolph dem wackelnden Bauer sein Vertrauen ausgesprochen.

Nur Gerhardt stellt sich

Aus dem Spielerkreis stellte sich lediglich Yannick Gerhardt. «Momentan können wir nicht zeigen, dass wir bundesligatauglich sind, das stimmt. Der Trend ist erdrückend», sagte der Mittelfeldprofi, der sich zur Zukunft des Trainers nicht äußern wollte. «Am Ende ist das nicht mein Aufgabenbereich. Aber man muss ja nur in die Vergangenheit schauen und schauen, wie viele Trainer wir verschlissen haben. Wir müssen jetzt einfach die Spieler finden, die es über die Ziellinie bringen.»

Nach 24 Spieltagen und zuletzt sieben Spielen ohne Sieg ist der VfL auf den vorletzten Tabellenplatz zurückgefallen und trifft am Samstag (15.30 Uhr) daheim auf den Hamburger SV. «Ich hoffe, dass ich nächste Woche coachen darf», sagte Bauer, der im November von Paul Simonis übernommen hat.

Diagnose da: BVB-Kapitän Can fällt für WM aus

Diagnose da: BVB-Kapitän Can fällt für WM aus

Dortmund (dpa) – Borussia Dortmunds Kapitän Emre Can fällt mehrere Monate aus und wird damit auch die Fußball-WM verpassen. Der 32-Jährige habe sich im Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen, teilte der BVB am Tag nach der 2:3-Niederlage mit. «Emres Verletzung ist extrem bitter. Nicht nur für ihn, sondern für uns alle», ließ sich Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl zitieren.

Trainer Niko Kovac hatte schon kurz nach der Partie berichtet, der Teamarzt habe bei der Untersuchung des Mittelfeldspielers «kein gutes Gefühl» gehabt und fürchtete bereits einen langen Ausfall. Dies wäre «für uns wieder ein richtig harter Schlag», sagte Kovac.

Can wollte zunächst weiterspielen

Der Vertrag des Dortmunder Kapitäns läuft am Saisonende aus. Can hatte sich gegen Ende der ersten Halbzeit am linken Knie verletzt. Der Nationalspieler wollte sich zunächst aber nicht auswechseln lassen und kam aufs Feld zurück.

«Er ist unser Kapitän, stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft und ist ein wichtiger Bestandteil unseres Clubs. Emre wird von uns in den nächsten Monaten jede Unterstützung bekommen, damit er wieder vollständig gesund wird», versicherte Sportdirektor Kehl.

Wolfsburg und Bauer taumeln weiter: 0:4 in Stuttgart

Wolfsburg und Bauer taumeln weiter: 0:4 in Stuttgart

Stuttgart (dpa) – Der VfL Wolfsburg schlittert durch die Pleite beim VfB Stuttgart immer tiefer in die Krise – und Trainer Daniel Bauer droht nach dem nächsten Dämpfer das Aus. Bei der 0:4 (0:3)-Niederlage traten die Niedersachen verunsichert auf und blieben zum siebten Mal nacheinander sieglos in der Fußball-Bundesliga. 

Angesichts der Stuttgarter Überlegenheit war der neue Tabellenvorletzte mit dem Resultat noch gut bedient. Der VfB untermauerte vor 57.500 Zuschauern dank der Treffer der beiden deutschen WM-Kandidaten Deniz Undav (21. Minute) und Jamie Leweling (30./42.) sowie in der Nachspielzeit noch von Nikolas Nartey (90.+5) seine Europapokal-Ambitionen und beendet den 24. Spieltag als Vierter.

«Wolfsburg ist unten drin, ich dachte, dass ein bisschen mehr kommt. Aber wir haben es gut gemacht und einen souveränen Sieg geholt», sagte Doppeltorschütze Leweling nach der Partie bei DAZN. «Wir spielen geilen Fußball und machen so weiter.» Undav betonte: «Wir haben viel Offensivpower reingebracht. Wir waren schwer zu greifen und hätten noch mehr Tore machen können. Wir haben denen keine Chance gelassen, das war top.» 

Vor dem Spiel: Rückendeckung für Bauer

Bauer, über dessen Nachfolger bereits öffentlich spekuliert wird, bekam vor der Partie bei DAZN noch «100-prozentige Rückendeckung» von Aufsichtsratschef Sebastian Rudolph ausgesprochen. Nach dem Auftritt dürften die Nachfragen wohl kaum weniger werden.

Von Beginn an war die VfL-Defensive beschäftigt, denn die Schwaben starteten in das 100. Bundesliga-Spiel von Trainer Sebastian Hoeneß druckvoll und erspielten sich durch Atakan Karazor und Ermedin Demirovic erste gute Möglichkeiten. Auch Chris Führich brach auf dem Flügel immer wieder durch.

Die umgebaute VfB-Defensive – neben Josha Vagnoman (Oberschenkelblessur) fiel auch Abwehrchef Jeff Chabot laut Hoeneß wegen einer «kleinen Rückenproblematik» aus – wurde selten bis gar nicht geprüft. Dabei hatte der Coach vor der «großen individuellen Klasse» der Gäste gewarnt. 

Die Hausherren zeigten sich spielfreudig, die letztlich unbedeutende 0:1-Niederlage in der Europa League gegen Celtic Glasgow hatte offenbar keine Spuren hinterlassen. Vielmehr schienen die Stuttgarter den Schwung vom Einzug ins Achtelfinale mitzunehmen, sie trafen aber auch auf herzlich wenig Gegenwehr.

Einmal Undav, zweimal Leweling

Undav profitierte bei seinem 14. Saisontor davon, dass die Wolfsburger eine Führich-Hereingabe nicht klären konnten. Beim 2:0 wurde Leweling am langen Pfosten sträflich alleingelassen und beim dritten Treffer machte es Leweling sehenswert. 

Gestikulierend trieb Hoeneß seine Mannschaft weiter an, während Bauer den Einbruch seiner Mannschaft versunken in seinem Sitz beobachtete. Es passte ins Bild, dass Lovro Majer allein vor VfB-Torhüter Alexander Nübel den Ball am Gehäuse vorbeischob.

Trotz Dreifach-Wechsel kaum Besserung

Wolfsburgs Coach schickte seine Mannschaft früh wieder aus der Kabine und nahm drei Wechsel vor – unter anderem hoffte er auf frische Akzente durch Winter-Neuzugang Kento Shiogai. Der Japaner prüfte aus der Distanz Nübel (57.). 

Am Spielverlauf änderte sich dennoch kaum etwas. Die Stuttgarter dominierten, Wolfsburg lief meist hinterher und hatte auch noch Glück, dass ein Handspiel von Konstantinos Koulierakis im Strafraum nicht zu einem Elfmeter führte. 

In der Schlussphase kontrollierten die Gastgeber das Geschehen und verpassten zunächst weitere Tore, weil Kamil Grabara im VfL-Tor das eine oder andere Mal rettete. Aber das 0:4 konnte auch der Schlussmann nicht verhindern.

Bühl fällt bei DFB-Frauen verletzt aus

Bühl fällt bei DFB-Frauen verletzt aus

Frankfurt/Main (dpa) – Ohne Klara Bühl müssen die deutschen Fußballerinnen die beiden ersten WM-Qualifikationsspiele gegen Slowenien und in Norwegen bestreiten. Die Außenstürmerin vom FC Bayern fällt wegen einer Muskelverletzung aus, wie der DFB mitteilte. Auf eine Nachnominierung verzichtet Bundestrainer Christian Wück. 

Untersuchung in München

Bühl habe sich die Blessur beim Vormittagstraining zugezogen und kehrt in Absprache mit ihrem Verein für weitere Untersuchungen nach München zurück. Die DFB-Auswahl spielt am Dienstag (17.45 Uhr/ARD) in Dresden gegen Slowenien und am kommenden Samstag (18.00 Uhr/ZDF) in Stavanger gegen Norwegen. Weiterer Gruppengegner auf dem Weg zu WM 2027 in Brasilien ist Österreich.

Zuvor hatten im 23-köpfigen Aufgebot des EM-Halbfinalisten bereits Sophia Kleinherne vom VfL Wolfsburg und Selina Cerci von der TSG Hoffenheim wegen Verletzungen abgesagt. Für sie rückten die Neulinge Jella Veit von Eintracht Frankfurt und Larissa Mühlhaus von Werder Bremen nach.

Zwei Tore in vier Minuten: Münster siegt in Braunschweig

Zwei Tore in vier Minuten: Münster siegt in Braunschweig

Braunschweig (dpa) – Preußen Münster hat das Abstiegskampf-Duell der 2. Fußball-Bundesliga gewonnen. Nach neun Spielen ohne Erfolg siegte der bisherige Tabellen-16. mit 2:1 (0:0) bei Eintracht Braunschweig und verdrängte dadurch die Niedersachsen auf den Relegationsplatz.

Innerhalb von vier Minuten drehten die Gäste das Spiel durch Tore von Jorrit Hendrix (71.) und Oliver Batista Meier (75.). Das 1:0 für Braunschweig hatte zuvor ausgerechnet der gebürtige Münsteraner und langjährige Preußen-Spieler Lukas Frenkert (56.) geköpft. Auf der anderen Seite sah Münsters ehemaliger Braunschweiger Paul Jaeckel in der 88. Minute Gelb-Rot.

Tor für Münster aberkannt

Vor 21.358 Zuschauern hatte die Eintracht schon in der ersten Halbzeit viel Glück. Nach einem schweren Patzer von Torwart Elhan Kastrati und Linksverteidiger Leon Bell Bell kam Batista Meier an den Ball und schob ihn zum vermeintlichen 0:1 ins leere Tor (43.). Der Videobeweis ergab jedoch, dass Münsters Stürmer den Ball zuvor mit dem Arm mitgenommen hatte.

Abgesehen von dieser Szene und den beiden Toren hatten die Braunschweiger durch Erencan Yardimci (24.) und Patrick Nkoa (45.+3) die besten Chancen des Spiels. Doch offensiv war die Eintracht zu harmlos. Von acht Rückrunden-Spielen hat das Team von Heiner Backhaus nur eines gewonnen.