Woltemade beendet Durststrecke in wildem FA-Cup-Spiel

Woltemade beendet Durststrecke in wildem FA-Cup-Spiel

Birmingham (dpa) – Stürmer Nick Woltemade hat seine 14 Pflichtspiele währende Torlos-Serie im Trikot von Newcastle United beendet. Der deutsche Fußball-Nationalspieler erzielte beim 3:1 (1:0) im FA-Cup-Spiel beim englischen Spitzenteam Aston Villa das Tor zum Endstand in der 88. Minute.

Zuvor hatte Sandro Tonali (63./76.) mit seinen Treffern die Weichen für den Achtelfinal-Einzug gestellt. Aston Villas Torwart Marco Bizot (45.+1) sah wegen einer Notbremse rund 40 Meter vor dem eigenen Tor die Rote Karte.

Kein VAR – und zwei Fehlentscheidungen

Newcastle überstand die vierte Runde des englischen Pokal-Wettbewerbs trotz zwei klarer Fehlentscheidungen des Schiedsrichters. In der vierten Runde des FA Cups gibt es – anders als etwa in der Premier League – allerdings keinen Videobeweis.

Beim 1:0 stand Aston Villas Torschütze Tammy Abraham (14.) im Abseits. Zudem hätte Newcastle einen Elfmeter bekommen müssen, nachdem Lucas Digne den Ball klar innerhalb des Sechzehners mit dem Arm geblockt hatte. Stattdessen nahm der Unparteiische an, die unerlaubte Aktion sei außerhalb des Strafraums gewesen. Glück für Newcastle: der folgende Freistoß führte über Umwege dann doch zum 1:1.

Dank Demirovic: Stuttgart springt auf Platz vier

Dank Demirovic: Stuttgart springt auf Platz vier

Stuttgart (dpa) – Der VfB Stuttgart hat sich dank Doppelpacker Ermedin Demirovic erfolgreich auf seinen Europapokal-Hit bei Celtic Glasgow eingestimmt. Unter Flutlicht setzte sich der DFB-Pokalsieger mit 3:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln durch und meldete sich eine Woche nach dem 1:2 beim FC St. Pauli im Rennen um die Champions-League-Ränge zurück.

Vor 60.000 Zuschauern schoss Ermedin Demirovic die Schwaben mit seinen beiden Treffern (15./84. Minute) zumindest bis Sonntag auf Tabellenplatz vier in der Fußball-Bundesliga. Deniz Undav machte in der Nachspielzeit alles klar (90.+2). RB Leipzig kann mit einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg aber noch an den Stuttgartern vorbeiziehen.

«Solche Spiele sind auch mal wichtig für die Mannschaft. Um mal zu sehen, dass wir auch arbeiten können und Arbeitssiege einfahren können. Das ist genauso wichtig wie ein 5:0, wo wir den Gegner an die Wand spielen», sagte Demirovic beim TV-Sender Sky. 

Nach der Führung aus der ersten Hälfte drohte den Schwaben kurzzeitig der nächste Dämpfer, weil Ragnar Ache einen VfB-Fehler im Spielaufbau bestrafte und ausglich (79.). Doch dann ließen Demirovic und Undav die Stuttgarter jubeln, die am Donnerstag beim schottischen Traditionsverein in Glasgow die Basis für den erhofften Achtelfinaleinzug in der Europa League legen möchten. «Das ist ein Highlight. Celtic, Champions-League-Stimmung. Ich freue mich extrem auf diese Nächte, auf diese Abende», betonte Demirovic.

Köln-Fans auf Anreise gestoppt

So manchem Kölner Anhänger dürften die Schwaben das Karnevalswochenende damit vermiest haben. Der FC war den Feierlichkeiten mit einer frühen Anreise und einem Zwischenstopp in Frankfurt aus dem Wege gegangen. «Das ist keine Karnevalsflucht, sondern Professionalität», hatte Kwasniok erläutert, «die Ablenkungsgefahr ist einfach groß.»

Rund 700 Anhänger schafften es nicht ins Stadion, weil die Polizei ihnen nach Angaben des Präsidiums bei Siegburg die Weiterfahrt nach Stuttgart «zur Verhinderung von Straftaten» untersagte. 

Kwasnioks Elf unterlag nach dem 1:2 gegen RB Leipzig dem nächsten Champions-League-Aspiranten. Am kommenden Samstag geht es mit dem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim gleich gegen das nächste Topteam der Fußball-Bundesliga.

Undav verpasst Blitzstart

Bei Regen waren die Schwaben auch ohne Schlüsselspieler Angelo Stiller in Hälfte eins die aktivere Mannschaft. Nach seiner Erkältung hatte es für den Taktgeber nur für die Ersatzbank gereicht. Auf dem Rasen rückte Deniz Undav schnell in den Fokus, als er bereits nach 70 Sekunden allein vor Torhüter Marvin Schwäbe die Riesenchance auf das 1:0 liegen ließ. 

In seinem 100. Pflichtspiel für den VfB versuchte Undav den Ball über den Keeper zu lupfen, blieb aber an Schwäbe hängen und hätte wohl lieber eine andere Variante gewählt. Gut zehn Minuten später machte es sein Offensiv-Kollege Demirovic dann besser und belohnte das Heimteam für seine Überlegenheit. 

Köln kommt zunehmend besser ins Spiel

Eine Flanke von Chris Führich hinter die Abwehrreihe legte Jamie Leweling im Strafraum per Kopf für den Torjäger ab. Demirovic vollendete per Direktabnahme. Die Kölner kamen mit zunehmendem Spielverlauf in Hälfte eins besser ins Spiel, blieben aber in Summe zu ungefährlich.

Der FC startete besser in die zweite Hälfte und verstärkte seine Offensivbemühungen. Vor dem Tor waren die Gäste aber lange nicht zwingend genug, so landete der Abschluss von Marius Bülter aus der Drehung deutlich neben dem Tor (59.). 

Der Ausgleich fiel dann durchaus verdient. Einen Pass vom Stuttgarter Abwehrchef Jeff Chabot landete bei den Gästen. Ache blieb vor VfB-Keeper Alexander Nübel cool. Doch wenige Minuten später unterstrich Demirovic mit seinem zweiten Treffer doch noch die Heimstärke der Schwaben. Mit dem Tor von Undav war das Spiel endgültig entschieden.

«Macht mich stolz»: Harry Kane schießt 500. Karrieretor

«Macht mich stolz»: Harry Kane schießt 500. Karrieretor

Bremen (dpa) – Harry Kane vom FC Bayern München hat beim 3:0-Sieg in Bremen das 500. Tor seiner Profikarriere erzielt. Gezählt wurden dabei seine Pflichtspieltore auf Vereinsebene in England und Deutschland und für die englische Fußball-Nationalmannschaft.

«Natürlich macht es mich stolz, 500 Tore erzielt zu haben», sagte Kane nach dem Spiel in Bremen. «Aber es war harte Arbeit! Deswegen freut es mich, dass ich es geschafft habe.»

 

Der 32-Jährige schoss im Weserstadion zunächst per Foulelfmeter sein 499. Karrieretor (22. Minute) und legte vier Minuten später den Jubiläumstreffer nach. In der Fußball-Bundesliga steht er jetzt bei 26 Saisontoren nach 22 Spieltagen. Zwölf Spiele bleiben ihm noch, um den Bundesliga-Rekord von Robert Lewandowski (41) zu verbessern.

Ob er diese Marke auch noch erreichen wird? «Ich werde ihnen jetzt die Antwort eines ehemaligen Spielers geben, der nie Stürmer war. Aber ich gehe davon aus, dass ihm die Meisterschaft wichtiger ist als der Torjägerrekord», sagte Bayern-Trainer Vincent Kompany dazu mit einem Lachen. «Aber vielleicht bin ich naiv. Ich bin ein ehemaliger Verteidiger. Ich werde Harry sagen: Es ist mir wurscht, ob er den Rekord holt oder nicht. Ich will einfach Meister werden!»

Nach 4:0 gegen St. Pauli: Hjulmand verhängt Karnevalverbot

Nach 4:0 gegen St. Pauli: Hjulmand verhängt Karnevalverbot

Leverkusen (dpa) – Trotz des souveränen 4:0-Heimsiegs gegen den FC St. Pauli hat Bayer Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand seiner Mannschaft ein Karnevalverbot erteilt. «Nein, nein, nein, nein. Ruhe. Zu Hause. Essen. Schlafen. Und dann geht es weiter», sagte der dänische Fußball-Coach auf die Frage, ob seine Spieler nach dem Erfolg in der Bundesliga ein wenig Karneval feiern dürfen.

Jonas Hofmann sah die Sache etwas entspannter, wenn auch mit der nötigen Professionalität. «Ich hoffe, dass alle Profis genug sind und es dann maximal vielleicht bei einem Bierchen heute Abend belassen, weil am Mittwoch ein wichtiges Spiel ansteht», sagte er mit Blick auf das erste von zwei Spielen bei Olympiakos Piräus um den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale.

Hofmann verspricht Karnevals-Einblick 

Ob überhaupt alle Spieler das bunte Karnevalstreiben mit den zahlreich verkleidet ins Stadion gekommenen Fans tatsächlich verstanden, wusste der Mittelfeldspieler indes selbst nicht genau: «Es kann schon sein, dass der ein oder andere heute perplex war, als die Leute hier so aufgetaucht sind», sagte Hofmann mit einem Schmunzeln. 

Durch das Feierverbot des Trainers wird die gesamte Mannschaft den Karneval in dieser Saison wohl ohnehin vorerst nur aus der Ferne beobachten können. Hofmann versprach jedoch: «So ein bisschen werden wir den Jungs mal erzählen, was Karneval hier bedeutet.» So kann das Team nach dem sportlichen Erfolg zumindest einen Eindruck von der Tradition im Rheinland bekommen.

Entwarnung bei Manuel Neuer: «War eine Vorsichtsmaßnahme»

Entwarnung bei Manuel Neuer: «War eine Vorsichtsmaßnahme»

Bremen (dpa) – Die Verantwortlichen des FC Bayern München haben bei der Verletzung von Torwart Manuel Neuer schnell Entwarnung gegeben. Der 39-Jährige war beim 3:0 (2:0) im Spiel bei Werder Bremen in der Halbzeitpause wegen leichter Wadenprobleme ausgewechselt worden. Trainer Vincent Kompany sagte aber bereits in der Pressekonferenz nach dem Spiel: «Wir glauben nicht, dass es etwas Schlimmes ist. Es war eine Vorsichtsmaßnahme, weil er etwas gespürt hat. Beruhigend ist, dass Manuel sehr entspannt aussah nach dem Spiel.»

Für Neuer kam in der zweiten Halbzeit der 17 Jahre jüngere Jonas Urbig (22) zum Einsatz. «Wir haben totales Vertrauen in Jonas», sagte Kompany.

Nach Wirbel: Ronaldo spielt und trifft wieder für Al Nassr

Nach Wirbel: Ronaldo spielt und trifft wieder für Al Nassr

Hofuf (dpa) – Der Wirbel um Superstar Cristiano Ronaldo in der saudi-arabischen Fußball-Liga scheint sich vorerst gelegt zu haben. Für die Partie bei Al Fateh kehrte der 41-jährige Offensivspieler wieder in die Startelf seines Clubs Al Nassr zurück – und erzielte beim 2:0 auch das Führungstor in der 18. Minute auf Vorarbeit des früheren Bayern-Stars Sadio Mané. Davor hatte Ronaldo wegen eines angeblichen Streiks dreimal nacheinander im Kader von Al Nassr gefehlt.

Zuvor soll der Machtkampf laut der portugiesischen Sportzeitung «A Bola» beendet worden sein. Ronaldo selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu den Gründen seines Fehlens geäußert.

Vermutet wird von Medien, dass Ronaldo wegen der Transferpolitik des Vereins-Mehrheitsbesitzers verärgert ist. Der saudi-arabische Staatsfonds hatte bei einem Ligarivalen groß auf dem Transfermarkt investiert. Zuletzt hatten sich auch Fans mit Ronaldo solidarisiert: Während des Spiels in der heimischen Liga hatten sie Plakate mit der Rückennummer 7 des Portugiesen hochgehalten.

Liga-Ansage an Ronaldo

Zuvor hatte die Saudi Pro League Berichten zufolge eine Botschaft an Ronaldo geschickt. «Cristiano hat sich seit seiner Ankunft voll und ganz für Al Nassr engagiert und eine wichtige Rolle für das Wachstum und die Ambitionen des Vereins gespielt», hatte ein Sprecher laut dem britischen Sender BBC und der Nachrichtenagentur PA erklärt: «Aber kein Einzelner – egal wie bedeutend er auch sein mag – trifft Entscheidungen, die über seinen eigenen Verein hinausgehen.»

3:0 gegen Freiburg: Hoffenheim feiert Heim-Rekordserie

3:0 gegen Freiburg: Hoffenheim feiert Heim-Rekordserie

Sinsheim (dpa) – Die TSG 1899 Hoffenheim hat auch im Geduldsspiel gegen den SC Freiburg ihre Champions-League-Ambitionen untermauert. Die hoch überlegene Mannschaft von Trainer Christian Ilzer setzte sich im badischen Bundesliga-Duell mit 3:0 (0:0) durch. Fisnik Asllani (46. Minute), Ozan Kabak (51.) und Valentin Gendrey (90.+5) trafen vor 22.679 Zuschauern im Sinsheim.

Mit dem achten Heimsieg in Serie stellte der Tabellendritte einen Vereinsrekord auf – und gewann erstmals seit September 2018 wieder zu Hause gegen Freiburg. SC-Chefcoach Julian Schuster sah die Lehrstunde wegen seiner Gelb-Sperre von der Tribüne aus und wurde an der Seitenlinie von seinem Assistenten Lars Voßler vertreten. 

Kramaric-Geniestreich ohne Folgen für Freiburg 

Den beiden entgleisten schon in der 5. Minute die Gesichtszüge, als Kramaric mit einem Geniestreich aus 30 Metern ins Tor traf. SC-Keeper Noah Atubolu stand nach einem missglückten Aufbauspiel zu weit vor seinem Gehäuse – hatte aber Glück: Kramaric stand im Abseits. 

Die Gäste – ohne Rotsünder Johan Manzambi – gerieten von Beginn an mächtig unter Druck. Nach unruhigen Wochen mit der Entscheidung, dass Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker bleiben darf, und der 1:5-Niederlage beim FC Bayern, wirkten die TSG-Profis unbeirrt. 

Hoffenheim muss lange die Lücke suchen

Freiburg hatte große Mühe, gegen das Pressing des Gegners anzukommen. Zumal im Niederländer Wouter Burger einer der Protagonisten des Hoffenheimer Höhenflugs nach abgelaufener Sperre wieder im Mittelfeld agierte. Die entscheidenden Lücken fanden Kramaric und Co. aber erst mal nicht. 

Burgers Flachschuss zischte knapp am Freiburger Tor vorbei (29.), ehe auf der Gegenseite Derry Scherhant Nationaltorwart Oliver Baumann prüfte. Dann verpasste Asllani knapp den Torwinkel, Atubolu wäre machtlos gewesen. Kurz vor der Pause setzten die TSG-Fans schon zum Torschrei an – Kabak köpfte aus kurzer Distanz genau auf den SC-Schlussmann. Den Nachschuss setzte Robin Hranac aus drei Metern an die Unterkante der Latte.

Coufal zweifacher Vorbereiter

Trotz 16 Torschüsse gingen die Hoffenheimer ohne einen Treffer in die Pause. Eine halbe Minute nach Wiederanpfiff aber köpfte Asllani nach einer Flanke von Vladimir Coufal zu seinem siebten Saisontor ein. Kurz danach war Kabak bei einer Coufal-Ecke ebenfalls per Kopf zur Stelle – 2:0. 

Der DFB-Pokal-Halbfinalist aus Freiburg kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus, eine Angriffswelle nach der anderen rollte heran. Zu allem Übel musste der erst zur zweiten Halbzeit eingewechselte Max Rosenfelder verletzt raus. Auch die spätere Hereinnahme von Standardspezialist Vincenzo Grifo brachte dem SC nichts mehr. Der eingewechselte Gendrey schenkte den konsternierten Freiburgern in der Nachspielzeit noch einen ein.

HSV gewinnt bei Baumgart-Rückkehr gegen Union Berlin

HSV gewinnt bei Baumgart-Rückkehr gegen Union Berlin

Hamburg (dpa) – Der Hamburger SV hat seinem ehemaligen Cheftrainer Steffen Baumgart die Rückkehr ins Volksparkstadion verdorben. Unter seinem Nachfolger und früheren Assistenten Merlin Polzin kam der HSV gegen Baumgarts aktuellen Club 1. FC Union Berlin zu einem verdienten 3:2 (2:1) und baute seine Serie auf fünf Spiele ohne Niederlage aus. Die Berliner warten auch im siebten Spiel weiter auf den ersten Sieg in 2026. 

Auch vom überraschenden Rückstand durch den verwandelten Foulelfmeter des Berliners Leopold Querfeld (28.) ließ sich der 1887 gegründete HSV in seinem 1.887 Bundesliga-Spiel nicht irritieren. Ransford Königsdörffer (35.) und Nicolas Capaldo (45.+2) mit seinem Premieren-Treffer sorgten für die Pausen-Führung. Königsdörffer (82.) baute den Vorsprung mit seinem vierten Saisontor aus. Andrej Ilic (89.) gelang für Berlin nur noch der Anschluss. 

Durch den Erfolg zog der Aufsteiger in der Tabelle bei einem Spiel weniger an den Berlinern vorbei und sind vorerst in sichereren Tabellengefilden.

HSV-Offensivdrang im ungewöhnlichen Jubiläums-Spiel

Die Hamburger taten alles, um das ungewöhnliche Jubiläum feierlich zu begehen, und waren entsprechend offensiv ausgerichtet. Unter anderem gab Cheftrainer Merlin Polzin Mittelstürmer Robert Glatzel zum zweiten Mal in dieser Saison die Chance in der Startelf. 

Schon früh kamen die Gastgeber vor 57.000 Zuschauer im ausverkauften Volksparkstadion zur ersten Möglichkeit gegen die gewohnt defensiven Berliner. Bakery Jatta (3.) wurde aber bei seinem Schuss kurz vor dem Tor noch von Rani Khedira geblockt. 

Zwei aufregende Szenen im HSV-Strafraum 

Nach der schwungvollen Anfangsphase war der HSV um Spielkontrolle bemüht, hatte am Ende der ersten Halbzeit 64 Prozent Ballbesitz und ein Riesenplus an Offensivaktionen. Die Gäste hatten hingegen lange keinen Torabschluss.

Aufregung gab es im Hamburger Strafraum, als Union-Stürmer Andrej Ilic (19.) und Hamburgs Verteidiger Jordan Torunarigha mit den Köpfen zusammenstießen. Schiedsrichter Florian Badstübner sah nichts Strafstoßwürdiges. 

Wenige Minuten später zeigte der Unparteiische auf den Elfmeterpunkt, nachdem Capaldo mit hohem Bein gegen Ilic im Strafraum vorging. Auch nach VAR-Prüfung blieb die Entscheidung. Querfeld traf sicher. Es war der erste Schuss auf das Tor von HSV-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes. 

HSV nicht geschockt

Die Hamburger ließen sich nicht entmutigen, spielten weiter nach vorn und belohnten sich mit dem wunderbar über Fabio Vieira und Glatzel herausgespielten Treffer durch Königsdörffer.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurde es noch einmal hektisch: Heuer Fernandes verpasste beim Herauslaufen den Ball. Der Berliner Ilic wurde entscheidend durch Torunarigha noch gestört, sodass der Ball am leeren Tor vorbeirollte. Im Gegenzug brachte der starke Capaldo dann den HSV in Führung. Heuer Fernandes atmete tief durch. 

HSV erst weiter überlegen, dann im Glück

Nach dem Seitenwechsel blieben die Hanseaten am Drücker. Erneut war es Königsdörffer (59.), der es verpasste, die Führung auszubauen. Mitte der zweiten Halbzeit wurden die Berliner zunehmend gefährlicher. Der Schuss des eingewechselten Tim Skarke (64.) ging knapp am HSV-Tor vorbei. Dann traf Derrick Köhn (71.) mit einem Freistoß die Latte. 

Doch der HSV fing sich wieder. Königsdörffer (82.) traf nach schöner Einzelleistung erneut. Doch es wurde noch einmal spannend, als Ilic verkürzte. Mit Glück und Können verteidigte der HSV seinen knappen Vorsprung erfolgreich.