Riad (dpa) – Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo hat sich eine Verletzung am Oberschenkel zugezogen. «Bei Cristiano Ronaldo wurde nach dem letzten Spiel gegen Al Fayha eine Kniesehnenverletzung diagnostiziert», teilte sein Verein Al Nassr auf der Plattform X mit. Der 41 Jahre alte Portugiese habe ein Rehabilitationsprogramm begonnen und werde Tag für Tag untersucht. Über eine Ausfallzeit machte der Tabellenführer der Saudi Pro League keine Angaben.
Ronaldo war beim 3:1-Auswärtssieg am Samstag in der 81. Minute ausgewechselt worden. In der 12. Minute hatte der Stürmerstar von Al Nassr einen Elfmeter verschossen.
Dresden (dpa) – Die Fans feierten die deutschen Fußballerinnen mit «Oh, wie ist das schön»-Gesängen und viel Applaus für einen Start nach Maß in die WM-Qualifikation. Das Nationalteam von Bundestrainer Christian Wück wirbelte vor 19.169 Zuschauern in Dresden teilweise ansehnlich gegen Slowenien und landete einen hoch verdienten 5:0 (2:0)-Sieg im ersten Spiel der Qualifikation zur WM 2027 in Brasilien. Auf dem erhofften Weg in die absolute Weltspitze war der Außenseiter allerdings kein Maßstab für den EM-Halbfinalisten.
«Wir sind in beide Halbzeit sehr gut reingestartet, haben sehr viel Energie reingebracht», sagte Kapitänin Giulia Gwinn in der ARD. Sie bemängelte aber auch «viele Unsauberkeiten im Spiel, das müssen wir ablegen. Trotzdem macht das Spiel wieder Lust auf mehr.» Auch Bundestrainer Wück war grundsätzlich zufrieden mit dem Auftritt: «Wir haben ziemlich schnell für klare Verhältnisse gesorgt und in der zweiten Hälfte nachgelegt.»
Tor für eine Debütantin
Vivien Endemann (6. Minute), Elisa Senß (11.), Linda Dallmann (48.), Debütantin Larissa Mühlhaus (53.) und Lea Schüller (71.) erzielten die Tore, die Gastgeberinnen ließen aber auch einige Chancen liegen. Bereits am Samstag (18.00 Uhr/ZDF) geht es für die DFB-Frauen in Stavanger gegen Norwegen weiter. Dritter Gegner auf dem Weg zur WM ist Österreich. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für das Turnier – genau das strebt das Wück-Team an.
Nach dem Ausfall von Klara Bühl (Muskelverletzung) baute Wück seine Offensive fast komplett um: Für die Flügelstürmerin vom FC Bayern spielte links Wolfsburgs Endemann. Jule Brand kehrte von der Zehn auf die rechte Seite zurück, dafür rückte Münchens Dallmann auf die Spielmacher-Position.
England-Profi Martinez in der Startelf
In der Spitze lief etwas überraschend erstmals von Anfang an Shekiera Martinez von West Ham United auf. Die 24-Jährige bewegte sich gut, ihr erstes Tor im dritten Länderspiel gelang ihr aber trotz einiger Möglichkeiten nicht.
Nachdem Gwinn die DFB-Elf zum 20. Mal als Kapitänin auf den Rasen geführt hatte, taten sich schnell Lücken auf beim Gästeteam. Slowenien war noch nie bei einem großen Turnier dabei und ging als Außenseiter in die europäische Ausscheidung.
Slowenien schnell überfordert
Ein öffnender Pass von Dallmann führte auch früh zum 1:0 – Endemann schob den Ball an Torfrau Zala Mersnik vorbei. Senß nutzte kurz darauf die nächste Einschusschance. Im Gegensatz zu den beiden Nations-League-Finals gegen die Weltmeisterinnen aus Spanien (0:0/0:3) zum Jahresende hatten die deutschen Frauen dieses Mal leichtes Spiel.
Vor allem Dallmann mit ihrer Technik und Übersicht tat der deutschen Auswahl sichtlich gut. Die Sloweninnen um Spielführerin Maja Sternad von Werder Bremen wirkten schnell überfordert. Aber das DFB-Team schluderte auch mal wieder im Abschluss und machte danach zu wenig aus der Überlegenheit.
Torhüterin Berger muss 1:2 verhindern
So vergab Endemann frei vor Marsnik zunächst das überfällige 3:0. Und Torhüterin Ann-Katrin Berger musste kurz vor der Pause mit dem Fuß gegen Zara Kramzar retten.
Nach dem Wechsel verstärkten die DFB-Frauen wieder den Druck. Dallmann erhöhte entschlossen auf 3:0. Die eingewechselte Mühlhaus von Werder Bremen nutzte dann einen abgewehrten Schuss von Sjoeke Nüsken und traf zum 4:0 unter die Latte.
Schüller trifft nach Einwechslung
Nach einer guten Stunde durfte auch Schüller ran: Die in der Winterpause vom FC Bayern zu Manchester United gewechselte Stürmerin hatte sich viel vorgenommen für den Jahresauftakt. Auf Zuspiel der starken Endemann gelang ihr auch prompt ihr 55. Tor im 83. Länderspiel.
Madrid (dpa) – Die schlechten Nachrichten für Real Madrid reißen nicht ab: Der brasilianische Fußball-Nationalspieler Rodrygo hat sich bei der 0:1-Niederlage gegen den FC Getafe am Montagabend schwer verletzt. Der spanische Rekordmeister teilte mit, dass beim 25-Jährigen ein Riss des vorderen Kreuzbandes und ein Riss des Außenmeniskus im rechten Knie diagnostiziert wurde.
Saisonende und wohl WM-Aus für Rodrygo
Laut spanischen Medienberichten soll Rodrygo sehr lange ausfallen. Damit wäre die Saison für den Stürmer beendet. Auch die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird der Brasilianer voraussichtlich verpassen.
Für die Königlichen kommt die Verletzung von Rodrygo zur Unzeit. Real muss bereits auf den ebenfalls am Knie verletzten Superstar Kylian Mbappé verzichten. Nach der überraschenden Niederlage gegen Getafe liegen die Madrilenen im Kampf um die Meisterschaft zwölf Spieltage vor dem Saisonende vier Punkte hinter Tabellenführer FC Barcelona.
Düsseldorf (dpa) – Die Deutsche Fußball Liga trennt sich von ihrem Namen und wird zur Bundesliga. Ab der kommenden Saison wird die Benennung des Ligaverbands und der Liga-Organisation an die Wettbewerbsmarke angeglichen und von DFL e.V. bzw. DFL GmbH in Bundesliga e.V. bzw. Bundesliga GmbH geändert. Das haben die 36 Erst- und Zweitligavereine auf ihrer Mitgliederversammlung in Düsseldorf einstimmig beschlossen.
Mit der Umfirmierung soll unter anderem die strukturelle Einheit des deutschen Profifußballs noch stärker betont und eine deutlichere Abgrenzung zum Deutschen Fußball-Bund erreicht werden. Zudem erhofft sich die Bundesliga sowohl im sportpolitischen Diskurs als auch in der globalen Vermarktung eine bessere Wahrnehmung ihrer Marke.
Düsseldorf (dpa) – Die Kaderkosten der 36 Vereine im deutschen Profifußball werden gedeckelt. Künftig dürfen die Clubs maximal 70 Prozent ihrer relevanten Einnahmen für Personalausgaben aufwenden. Das haben die Erst- und Zweitligisten auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga in Düsseldorf beschlossen.
«Es handelt sich um eine der umfassendsten Weiterentwicklungen der nationalen Finanzregularien in der Geschichte des deutschen Profifußballs», sagte DFL-Geschäftsführer Marc Lenz. Die DFL gehe damit «einen wichtigen und für alle Clubs sinnvollen Schritt zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit und Finanzstabilität in den Lizenzligen».
Vollständige Umsetzung ab Sommer 2028
Die Kaderkostenregel wird ab der kommenden Saison schrittweise eingeführt und ab der Spielzeit 2028/29 vollständig umgesetzt. Sie orientiert sich an den für die internationalen Club-Wettbewerbe geltenden UEFA-Finanzregularien. Durch die Einführung eines transparenten und klaren Systems sollen vor allem finanzielle Extremfälle vermieden werden, «die der Wettbewerbsintegrität und der Stabilität des jeweiligen Clubs und Muttervereins schaden», teilte die DFL mit.
Die Dachorganisation erachtet die neuen Maßnahmen zur Regulierung von Defiziten und Förderung nachhaltiger Mittelverwendung als notwendig und wird die Umsetzung mittels eines umfassenden Monitorings überwachen. Bei Verstößen drohen monetäre und sportliche Sanktionen. Diese reichen von finanziellen Maßnahmen über Punktabzüge bis zu Spielberechtigungssperren – einem neuen Sanktionsinstrument, bei dem ein Club keine neuen Spieler verpflichten darf.
Ziel der Kaderkostenregel ist es, die finanzielle Stabilität und Planbarkeit der Clubs zu stärken, ohne die nationale Wettbewerbsdynamik oder die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu reduzieren. «Deutsche Proficlubs wirtschaften im internationalen Vergleich sehr rational», sagte Ligapräsident Hans-Joachim Watzke. Es sei aber «notwendig, die Finanzregularien weiter zu schärfen.»
Düsseldorf (dpa) – Die 36 Proficlubs haben wie erwartet die Einführung einer eigenen U21-Liga ab der Saison 2026/27 beschlossen. Damit soll die Talentförderung im deutschen Fußball weiter professionalisiert werden. Die Erst- und Zweitligisten fällten den Beschluss auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga in Düsseldorf ohne Gegenstimme.
Der neue Wettbewerb ist ein freiwilliges Zusatzangebot für alle Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga und eine Ergänzung zum bestehenden Ligen-System, aus dem zweite Mannschaften der Proficlubs nicht ausgegliedert werden müssen. Die Teilnahme ist für Spieler im Übergangsbereich der Altersklassen U17 bis U21 vorgesehen.
Vereine folgen Vorschlag einer Expertengruppe
Pro Mannschaft dürfen zudem bis zu vier ältere Spieler eingesetzt werden, um sowohl junge Talente gezielt zu fördern als auch beispielsweise verletzten Spielern nach längeren Pausen die Rückkehr in den Spielbetrieb zu erleichtern. Die Vereine folgten damit der Empfehlung einer Expertengruppe, der unter anderem der ehemalige Top-Trainer Jürgen Klopp und DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig angehörten.
«Eine Top-Nachwuchsentwicklung ist ein wichtiger Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Bundesligen. Mit dem neuen U21-Zusatzwettbewerb schaffen wir kurzfristig eine zusätzliche Möglichkeit, Talenten mehr Einsatzzeit auf Wettbewerbsniveau zu bieten und ihre Ausbildungszeit gezielt zu verlängern», sagte DFL-Geschäftsführer Marc Lenz.
Dortmund/München (dpa) – Nach den Zusammenstößen zwischen Bayern-Fans und Polizisten vor dem Anpfiff des Bundesliga-Topspiels in Dortmund haben Münchner Fan-Betreuer die Ordnungskräfte heftig kritisiert. «Ein Vorgehen dieser Intensität und Undifferenziertheit gegenüber Fußballfans haben unsere langjährig erfahrenen Mitarbeitenden in dieser Form bundesweit bislang nicht wahrgenommen», heißt es in einer Mitteilung des Fanprojekts München.
Am Samstagabend war es vor Spielbeginn zu Auseinandersetzungen von Polizisten mit Bayern-Anhängern gekommen. Die Polizei Dortmund gab an, dass einige Gäste-Fans gut zwei Stunden vor Spielbeginn eine Einlasskontrolle durchbrechen wollten. Fünf Einsatzkräfte, ein Ordner und vier Unbeteiligte seien verletzt worden. Es gab laut Polizei 30 Strafanzeigen. Darüber hinaus habe Borussia Dortmund Strafantrag wegen Hausfriedensbruch gestellt.
Fan-Begleiter: «Undifferenzierter Einsatz von Schlagstöcken»
Die Münchner Fan-Betreuer distanzieren sich laut Mitteilung grundsätzlich von Gewalt und strafbaren Handlungen. Zum Vorgehen der Polizei danach aber schrieben sie: «Aus unserer Sicht standen einzelne Maßnahmen in keinem erkennbaren Verhältnis zu den vorausgegangenen Vorkommnissen.»
Sie warfen der Polizei etwa einen «undifferenzierten Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray gegen alle Anwesenden» vor. Davon betroffen waren demnach unter anderem auch Vereinsverantwortliche und Personen von Fanprojekten. «Nach unseren Erkenntnissen kam es im Zuge dieser Maßnahmen zu mehreren Verletzten, darunter auch Personen mit teils schweren Verletzungen», hieß es.
Bayern-Fans über Polizei: Schlimmer als Madrid und Athen
Die aktive Fanszene der Bayern hatte schon am Sonntag in einer gemeinsamen Stellungnahme Kritik geübt. Nach dem ersten Vorfall habe die Polizei die Situation mehrfach erneut eskaliert und sei «in breiter Front» gegen wartende, unbeteiligte Fans vorgegangen. Durch den Einsatz von Schlagstöcken und Reizgas habe es mehrere Knochenbrüche und Gesichtsverletzungen gegeben. Auch kurz vor Abpfiff seien Polizisten gegen Anhänger vorgegangen.
«In Quantität wie Intensität übertraf das Maß an Polizeigewalt in Dortmund vergleichbare Übergriffe, die wir in Madrid oder Athen erleben mussten», hieß es von den Fan-Vereinigungen aus der Münchner Südkurve.
Der stellvertretende Dortmunder Polizeipräsident Achim Stankowitz hatte dagegen erklärt: «Die reflexhafte Schuldzuweisung an die Polizei wirkt nach Ansicht der Videodaten, die wir auch in das Strafverfahren einbringen können und werden, mehr als befremdlich.»
West Ham (dpa) – Kaum ein Fußballer ist so muskulös wie der Premier-League-Kicker Adama Traoré von West Ham United. Nach Meinung seines Trainers Nuno Espirito Santo hat das Kraftpaket inzwischen aber eine Grenze überschritten. «Sein Körperbau ist unglaublich. Das liegt an seinen Genen. Ich habe ihm gesagt, er soll sich vom Fitnessstudio fernhalten. Das ist eine der Sachen, die er meiner Meinung nach erkennen muss», sagte der portugiesische Trainer.
Traoré ist 1,78 Meter groß und wiegt aktuellen Angaben zufolge 86 Kilogramm. «Er hat genug Gewicht. Er wird Präventionsarbeit leisten, aber er wird dort keine Gewichte heben», stellte Nuno klar.
Trainer: «Traoré ist einzigartig»
Der 30 Jahre alte Flügelspieler stammt aus der Jugendakademie des FC Barcelona. Vor seinem Wechsel nach West Ham spielte Traoré bis Ende Januar ebenfalls in London beim FC Fulham.
Das Besondere an ihm: Trotz seiner Muskeln ist Traoré unheimlich schnell. Star-Coach Pep Guardiola nannte ihn einmal ein Motorrad, weil «keiner kann mit seinem Tempo umgehen». Auch Nuno schwärmt: «Traoré ist einzigartig. Es gibt nicht viele Spieler im Weltfußball, die seine Fähigkeiten, sein Tempo und sein Können in Eins-gegen-Eins-Situationen haben.» Bislang hat der 30-Jährige aber noch kein Tor im Trikot des abstiegsgefährdeten Premier-League-Clubs West Ham erzielt.