Kein Sieg nach Chef-Ansage: Leipziger Remis gegen Wolfsburg

Kein Sieg nach Chef-Ansage: Leipziger Remis gegen Wolfsburg

Leipzig (dpa) – Drückend überlegen, trotzdem nur ein Punkt: RB Leipzig hat im Kampf um die Rückkehr in die Champions League den nächsten Dämpfer gegen einen Abstiegskandidaten hinnehmen müssen. Zum Abschluss des 22. Spieltags der Fußball-Bundesliga reichte es für die Sachsen gegen den VfL Wolfsburg nur zu einem 2:2 (0:0). 

Vor 35.787 Fans sorgten Mohamed Amoura (52.) und Mattias Svanberg (78.) für die VfL-Führung, Yan Diomande (70.) und Brajan Gruda (89.) glichen jeweils aus. Leipzig ist nun Fünfter, Wolfsburg bleibt auf Rang 15.

Leipzigs Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff hatte nach dem Pokal-Aus am Mittwoch in München die Qualifikation zur Königsklasse als neues Saisonziel ausgerufen. Soll das gelingen, muss gerade gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel gepunktet werden. Schon beim FC St. Pauli (1:1) und gegen Mainz (1:2) hatte Leipzig eingeplante Zähler aber nicht geholt.

Werner als Papa in die USA

Eine gute Viertelstunde vor dem Anpfiff verabschiedete Leipzig 113 Tore. So oft hat Rekordmann Timo Werner in seinen 216 Pflichtspielen für RB erzielt, nun geht es weiter in die US-Liga MLS nach San José. Sein langjähriger Wegbegleiter Mintzlaff grüßte per Videobotschaft: «Ich bin überzeugt, dass der Schritt in die MLS der richtige ist. Deine Karriere ist noch nicht zu Ende.»

Werner nahm die Worte mit Wollmütze und Daunenjacke dankend an – und brach dann mit seinem Vorhaben. «Ich wollte eigentlich nichts sagen, da ich nicht der Mann der großen Worte bin», sagte der Ex-Nationalspieler. «Aber aus gegebenem Anlass: Am Mittwoch wurde meine Tochter geboren, und ich glaube, sie könnte nicht stolzer sein.» Werner startet am 22. Februar gegen Kansas City in sein US-Abenteuer.

Gruda vergibt Großchance

Einer seiner Nachfolger gab offensiv den Ton im Leipziger Spiel an, zeigte sich dabei allerdings zunächst wenig treffsicher. Conrad Harders Volley (5.) nach Freistoß von Gruda ging weit über das Tor, sein ansatzloser Fallrückzieher aus fünf Metern direkt auf Wolfsburg-Torwart Kamil Grabara. Nach einer guten halben Stunde musste Peter Gulacsi (28.) das Leipziger Tor verletzt verlassen, Marten Vandevoordt kam ins Spiel.

Das Spiel dominierte Leipzig weiterhin fast nach Belieben, Wolfsburg waren der Abstiegskampf und die vier sieglosen Spiele nacheinander anzumerken. Den größten Respekt hatten die Gäste offenbar vor Yan Diomande. Der Shooting-Star der Bundesliga-Saison wurde teilweise von drei Gegenspielern bedrängt. Nach 32 Minuten kam der Ivorer dennoch zu einer gefährlichen Flanke, doch der Kopfball von Willi Orban ging knapp am langen Pfosten vorbei.

Die größte Chance verzeichnete Gruda vor dem Wechsel. Die Brighton-Leihgabe (41.) wurde von Antonio Nusa freigespielt, drang allein in den Strafraum ein – und schoss dann doch nur Grabara an. Wolfsburg hatte defensiv das Glück, das Leipzig vorn fehlte.

Amoura schockt Leipzig

Und Wolfsburg? Traf völlig aus dem Nichts. Adam Daghim dribbelte sich auf der rechten Seite durch mehrere Leipziger und fand den freien Amoura im Strafraum. Der Schuss des algerischen Nationalspielers landete unhaltbar im Winkel. Es war der erste Wolfsburger Schuss aufs RB-Tor. Für Leipzig durchaus ein Problem, denn nach einem Rückstand punktete RB in dieser Saison noch nie.

Trainer Ole Werner brachte für die Wende Stürmer Romulo und Rechtsverteidiger Ridle Baku. Für den Ausgleich sorgte allerdings maßgeblich Grabara. Ein Abschlag des Torwarts missglückt völlig, landete direkt bei Gruda. Der bediente Diomande im Strafraum – 1:1. Nun drückte Leipzig und fing sich prompt das nächste Gegentor. Der eingewechselte Svanberg traf nach einem Leipziger Ballverlust im Spielaufbau. Kurz vor dem Ende schlug Leipzig doch noch zurück: Gruda schlenzte den Ball wunderbar in den Winkel und traf damit erstmals für RB.

Schlotterbeck: «Wäre eingeschlafen vor dem Fernseher»

Schlotterbeck: «Wäre eingeschlafen vor dem Fernseher»

Augsburg (dpa) – Augsburgs Keven Schlotterbeck ist nach dem ziemlich biederen Heim-Auftritt beim 1:0 in der Fußball-Bundesliga gegen Schlusslicht 1. FC Heidenheim nicht in den Verdacht der Schönfärberei geraten. «Es war sicherlich kein schönes Spiel. Ich glaube, ich wäre eingeschlafen vor dem Fernseher, hätte meinen Mittagsschlaf gemacht, hätten wir gestern gespielt», sagte der Abwehrspieler, der den siegbringenden Foulelfmeter herausgeholt hatte, nach der Partie beim Streamingdienst DAZN.

«Aber nichtsdestotrotz ist es mir so was von bumsegal. Die drei Punkte sind hier – und ich bin überglücklich», sagte der 28 Jahre alte Innenverteidiger. Augsburg hat nun sechs Zähler Vorsprung auf Werder Bremen auf Rang 16. Für das einzige Tor sorgte Alexis Claude-Maurice (80. Minute/Foulelfmeter) vor 30.107 Zuschauern. 

Gimber über Schlotterbeck: «Er macht da natürlich viel draus»

Heidenheims Benedikt Gimber hatte Schlotterbeck nach einem Eckball am Trikot gezupft. «Wenn er mich nicht runterzieht, stehe ich frei mit dem Kopfball da und nicke das Ding ein», sagte Schlotterbeck. Für Gimber ging die Elfmeter-Entscheidung zwar auch in Ordnung, aber «er macht da natürlich viel draus».

«Unfassbar bitter»: Heidenheims Hoffnung schwindet nach 0:1

«Unfassbar bitter»: Heidenheims Hoffnung schwindet nach 0:1

Augsburg (dpa) – Die Heidenheimer versammelten sich nach dem nächsten Tiefschlag im Kampf gegen den Abstieg noch einmal im Mittelkreis. Die siegreichen Augsburger ließen sich von ihrer Fankurve für die Big Points im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga feiern. «Absolut wichtig», nannte FCA-Profi Marius Wolf den Dreier nach dem 1:0 (0:0) dank eines verwandelten Foulelfmeters von Alexis Claude-Maurice (80. Minute).

Bei den Gästen herrschte tiefer Frust. «Die Augsburger hatten gar nichts in der zweiten Halbzeit. Wir haben das Spiel kontrolliert. Unfassbar bitter», klagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt beim Pay-TV-Sender DAZN. «Ich kann mich an kein Spiel erinnern, wo wir so viel Platz hatten in einer Halbzeit mit Abschlusschancen. Dass wir da nicht in Führung gehen, das ist unglaublich.»

Die erschreckend harmlosen Heidenheimer müssen sich nach dem neunten sieglosen Spiel am Stück immer mehr mit dem Abstieg anfreunden. Mit 13 Zählern nach 22 Spieltagen bleibt der FCH Tabellenletzter und hat sechs Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel ist noch jeder Verein mit dieser Bilanz abgestiegen.

Baum schaut gar nicht hin

Von Jan Schöppner (65.) und Eren Dinkci (68.) in der Schlussphase vergebene aussichtsreiche Chancen waren Ausdruck, wie ungefährlich die Heidenheimer als schwächste Offensive der Liga wirklich sind. Claude-Maurice blieb hingegen vom Punkt eiskalt, nachdem Benedikt Gimber Augsburgs Kapitän Keven Schlotterbeck vor 30.107 Zuschauern nach einem Eckball am Trikot gezupft hatte. 

Schlotterbeck sei ein «cleverer Spieler», sagte Gimber hinterher, «er macht da natürlich viel draus». Der Elfmeter gehe aber in Ordnung. Trainer Manuel Baum wollte bei der Aktion lieber nicht hinsehen und richtete seinen Blick zur Bank. Augsburg hat nun sechs Zähler Vorsprung auf Werder Bremen auf Rang 16.

«VAR abschaffen»

Die Fans der Augsburger mussten sich erstmal Luft verschaffen. Nach Wochen des akuten Ärgers über den Videoschiedsrichter kritisierten sie auf Plakaten deutlich den Kölner Keller. «VAR abschaffen», «Hört auf, den Sport kaputt zu reparieren» oder «Entscheidungen gehören auf den Platz, nicht in den Keller», stand auf ihren Bannern geschrieben.

«Es gibt keine klare Linie», kritisierte auch der Augsburger Geschäftsführer Michael Ströll, der sich nicht zuletzt beim 0:2 vor einer Woche beim FSV Mainz 05 über einen fragwürdigen Elfmeter aufregen musste. «Ist er so, wie er aktuell praktiziert wird, überhaupt sinnhaft? Der VAR ist schlechter geworden.»

Gregoritsch versucht’s mit einem Heber

So viel Heißblütigkeit herrschte bei niedrigen Temperaturen auf dem Rasen nicht. Einsatz konnte man beiden Mannschaften aber nicht absprechen. Die Heidenheimer erarbeiteten sich zunächst sogar mehr Ballbesitz und ein Plus an Torschüssen. Echte Gefahr strahlten sie aber nicht aus. Die Augsburger machten es bei Abschlüssen von Kristijan Jakic (18.), Alexis Claude-Maurice (26.) und einem Heber von Michael Gregoritsch (38.) ein wenig besser.

Baum forderte von seiner Mannschaft weniger Übermut in dem Heimspiel, dafür mehr «senioriges» Auftreten. Anstatt jedoch abgebrüht zu agieren, leisteten sich die Hausherren weiter zahlreiche Abspielfehler. Die Heidenheimer wähnten dagegen nach dem Wechsel ihre Chance, doch die Abschlüsse waren zu unplatziert und drucklos. Augsburg reichte dann eine gelungene Aktion zur Entscheidung.

Wolfsburgerinnen patzen – FC Bayern kann Titel einplanen

Wolfsburgerinnen patzen – FC Bayern kann Titel einplanen

Wolfsburg (dpa) – Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben im Titelkampf der Bundesliga möglicherweise entscheidende Punkte liegen lassen. Das Team von Trainer Stephan Lerch kam am 18. Spieltag nicht über ein 1:1 (1:0) gegen Abstiegskandidat SGS Essen hinaus. Damit liegen die Wolfsburgerinnen, die ein Spiel weniger als der FC Bayern absolviert haben, bereits elf Punkte hinter dem Spitzenreiter und Vorjahresmeister aus München zurück. Die Münchnerinnen spielen erst an diesem Montag (18.00 Uhr) bei Werder Bremen.

Auch Popps Einwechslung hilft nicht

Die VfL-Fußballerinnen waren gegen den Abstiegskandidaten zwar durch Kessya Bussy in der 4. Minute in Führung gegangen, kassierten aber kurz nach der Pause den Ausgleich durch Ella Touon (48.). Lerch brachte nach einer guten Stunde unter anderem noch die frühere DFB-Kapitänin Alexandra Popp. Die Gastgeberinnen verpassten aber den Siegtreffer, da Ella Peddemors in der Nachspielzeit noch eine dicke Chance vergab.

Schalke zurück an der Tabellenspitze – Keine Tore in Bochum

Schalke zurück an der Tabellenspitze – Keine Tore in Bochum

Düsseldorf (dpa) – Der FC Schalke 04 hat sich im spannenden Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga wieder die Tabellenführung gesichert. Der Revier-Club setzte sich am Sonntag nach fünf sieglosen Spielen bei Holstein Kiel mit 2:1 (2:0) durch und übernahm die Tabellenspitze mit 43 Punkten vor Darmstadt 98 (42) und dem Tabellendritten SV Elversberg (41). Die Treffer für die Schalker an der Kieler Förde erzielten Kenan Karaman und Hasan Kurucay.

Hannover 96 (41) und der SC Paderborn (40) komplettieren das Quintett mit den größten Aufstiegschancen. Kurios: Seit dem dritten Spieltag kommen die bisherigen Spitzenreiter in der laufenden Saison nur aus dem Kreis dieser fünf Aufstiegsaspiranten, die sich einen komfortablen Vorsprung von sechs Zählern auf Rang sechs erarbeitet haben.

Darmstadt kämpft sich zurück

Die seit acht Spielen unbesiegten Darmstädter konnten sich bei Doppeltorschütze Matej Maglica bedanken, dass sie nach 0:2-Rückstand bei Eintracht Braunschweig noch zu einem Punktgewinn kamen. «Den Punkt nehmen wir mit. Vielleicht kann so ein Punkt noch wichtig sein. Wir haben einen 0:2-Rückstand aufgeholt, was ich herausragend fand», sagte Darmstadts Torhüter Marcel Schuhen nach dem 2:2. 

Auch die SV Elversberg drehte ihre Partie am Samstagabend beim Abstiegskandidaten Dynamo Dresden. Nach 0:1-Rückstand trafen Nicholas Mickelson und Lukas Petkow noch zum 2:1-Sieg für die Saarländer, die mit 41 Zählern den Anschluss halten und bereits den siebten Auswärtssieg feierten. Das bedeutet Rekord in der laufenden Spielzeit.

Souveräner Auftritt von Hannover

Hannover 96 hat mit einem wichtigen Auswärtssieg die Aufstiegshoffnungen bei Hertha BSC wohl beendet und sich selbst in eine sehr gute Position für die ersten drei Plätze gebracht. Nach zwei Treffern von Boris Tomiak und Noah Weißhaupt nach einer knappen halben Stunde legten die Niedersachsen den Grundstein für den Sieg in Berlin. Hertha kam zwar noch einmal auf 1:2 und 2:3 heran, doch am Ende reichte es für die Gastgeber nicht mehr. «Trotzdem sind wir heute über weite Strecken wirklich souverän aufgetreten. Es ist insgesamt gut, wie die Mannschaft sich momentan präsentiert», sagte Hannovers Trainer Christian Titz.

Mit sechs Punkten Rückstand auf das Führungs-Quintett laufen die Berliner den Aufstiegskandidaten weit hinterher. «Wir haben es immer noch ein in eigener Hand und werden bis zum Ende daran glauben», sagte Hertha-Profi Paul Seguin nach der 2:3-Heimniederlage trotzig. Torhüter Tjark Ernst, der erneut mit einigen Paraden weitere Gegentore verhinderte, hakte die Niederlage schnell ab und blickte voraus: «Nächste Woche spielen wir wieder gegen einen direkten Konkurrenten und haben da auch wieder die Chance, es besser zu machen.»

Starker Torwart rettet Paderborn torloses Remis in Bochum

Starker Torwart rettet Paderborn torloses Remis in Bochum

Bochum (dpa) – Dank eines starken Schlussmanns hat Fußball-Zweitligist SC Paderborn beim VfL Bochum eine Niederlage vermieden, im Aufstiegsrennen aber zwei Punkte eingebüßt. Die Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann rettete beim chancenmäßig überlegenden Revierclub ein 0:0 (0:0) und rutschte damit vom Relegationsplatz. Für Bochum unter Trainer Uwe Rösler war es bereits das neunte Spiel in Folge ohne Niederlage.

Nach einer ruhigen Anfangsphase zog Bochum das Tempo deutlich an und erspielte sich eine Chance nach der anderen. Vor allem Koji Miyoshi und Philipp Hofmann setzten die Gäste-Abwehr immer wieder unter Druck. Angesichts der zahlreichen hochkarätigen Chancen hätte der VfL in Führung gehen müssen, scheiterte jedoch mehrfach am starken Paderborner Torhüter Dennis Seimen. 

Auch nach dem Seitenwechsel sahen die 25.665 Zuschauer im Ruhrstadion weiterhin eine dominierende Bochumer Mannschaft. Erneut zeichnete sich Paderborns Schlussmann durch mehrere starke Paraden aus. Die Gäste prüften ihrerseits immerhin auch VfL-Torwart Timo Horn das ein oder andere Mal. Gegen Ende der Partie ließ die Offensive beider Teams spürbar nach, sodass es beim torlosen Remis blieb.

Schalke wieder oben: Kleine Krise mit 2:1 in Kiel beendet

Schalke wieder oben: Kleine Krise mit 2:1 in Kiel beendet

Kiel (dpa) – Der FC Schalke 04 hat seine Ergebniskrise überwunden und die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga zurückerobert. Das 2:1 (2:0) bei Holstein Kiel war der erste Sieg die Gelsenkirchener nach fünf Spielen. Kapitän Kenan Karaman (16. Minute) und Hasan Kurucay (29.) brachten ihre Mannschaft jeweils nach Vorlage von Winter-Zugang Edin Dzeko in Führung. David Zec (55.) konnte in der zweiten Halbzeit für die Gastgeber per Foulelfmeter nur noch verkürzen. 

Durch den Erfolg liegen die Schalker in der Tabelle nach 22 Spieltagen mit einem Punkt vor dem SV Darmstadt 98 und mit zwei Zählern vor der SV Elversberg. Bundesliga-Absteiger Kiel rutscht indes nach der vierten Niederlage nacheinander immer näher an die Gefahrenzone heran und ist nur noch einen Zähler vom Abstiegsrelegationsplatz entfernt. 

Die Gäste waren vor allem durch Standardsituationen immer wieder gefährlich, die Deckung der Norddeutschen wirkte oft ungeordnet und unsicher. So fielen beide Treffer vor der Pause jeweils nach Eckbällen. 

Schalke wackelt in der zweiten Halbzeit

Die Kieler hatten dennoch ebenfalls ihre Möglichkeiten. Die beste Chance vor der Pause hatte Adrian Kapralik (25.), der frei stehend am Schalker Torwart Loris Karius scheiterte. Der vermeintliche Anschlusstreffer von Phil Harres (31.) wurde wegen eines Fouls des Kieler Stürmers nicht anerkannt. 

Nach der Pause drängten die Kieler auf den Anschluss und hatten schnell Erfolg durch den von Zec verwandelten Foulelfmeter. Die Schalker blieben überlegen, zeigten sich in der Abwehr aber verwundbar und hatten einige Male Glück. So wehrte Kurucay den Schuss des Kielers Ivan Nekic (74.) für seinen schon geschlagenen Keeper Karius kurz vor der Torlinie ab.

Bielefeld holt Big Points in Magdeburg: 2:0-Sieg

Bielefeld holt Big Points in Magdeburg: 2:0-Sieg

Magdeburg (dpa) – Arminia Bielefeld hat sich mit dem ersten Auswärtssieg seit August etwas Luft im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga verschafft. Mit dem 2:0 (1:0) im Kellerduell beim 1. FC Magdeburg zog die Arminia auf sechs Punkte auf die Abstiegsränge davon. Maximilian Bauer verwertete in der 32. Minute einen Eckball zur Gäste-Führung. Nach 88 Minuten machte Benjamin Boakye alles klar. Vor 23.759 Zuschauern war es für den FCM bereits die achte Heimniederlage, womit das Team auf Relegationsplatz 16 abrutschte.

In einer intensiven und sehr ausgeglichenen Begegnung hatte Bielefeld von Beginn an etwas mehr vom Spiel und verzeichneten auch die besseren Chancen. Stefano Russo (3.) traf schon früh nur die Latte. Auf der Gegenseite blieben die Magdeburger besonders durch ihren Torjäger Mateusz Zukowski gefährlich, der in der 10. und 13. Minute vergab.

Magdeburg nach der Pause aktiver

Nach dem Wechsel investierten die Gastgeber mehr. Bei einem Freistoß von Baris Atik (57.) rettete die Latte die Arminia vor dem Ausgleich. Der eingewechselte Richmond Tachie (67.) scheiterte in aussichtsreicher Position am stark reagierenden Jonas Kersken. Bielefeld tat in dieser Phase nur wenig für die Entlastung der Abwehr. Erst in der Schlussviertelstunde gestalteten die Gäste die Partie wieder offener und verwerteten einen Konter zur Entscheidung.