von | 07.03.2026 | DPA
München (dpa) – Mehr als die erwartbare Niederlage beim FC Bayern erzürnte die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach die Rote Karte für Kapitän Rocco Reitz. Der Mittelfeldspieler wird deswegen nach dem 1:4 am Freitagabend wegen einer Sperre mindestens eine der drei anstehenden wichtigen Partien im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpassen. In den kommenden Spielen trifft die Mannschaft auf den FC St. Pauli, den 1. FC Köln und erneut daheim auf den 1. FC Heidenheim.
«Das beeinflusst die nächsten Wochen», kommentierte Trainer Eugen Polanski verärgert. Reitz hatte beim 1:4 in der zweiten Spielhälfte beim Stand von 0:2 nach einem mit Elfmeter geahndeten Zweikampf mit Bayern-Stürmer Nicolas Jackson wegen Vereitelung einer klaren Torchance die Rote Karte bekommen.
Schiri verweist aufs Regelwerk
Schiedsrichter Robert Schröder nannte seine Entscheidung alternativlos. Es habe sich um ein «Haltevergehen» gehandelt, ohne Chance für Reitz, den Ball zu spielen. «Das Regelwerk lässt mir – wenn ich den Elfmeter pfeife – nichts anderes möglich», sagte Schröder bei Sky.
«Die reimen sich immer etwas zurecht», sagte Polanski zur Begründung des Unparteiischen. Er nannte den Entscheidungsverlauf in der kniffligen Szene, «erst Vorteil, dann Elfmeter und Rot, extrem hart». Gladbachs Sportchef Rouven Schröder wollte sich lieber «nicht in Rage reden», als er die Szene bewerten sollte. «Ihr könnt es beurteilen», sagte er im Gespräch mit den Reportern.
Schröder befürchtet zwei Spiele Sperre
Schröder äußerte die Befürchtung, dass Reitz vom DFB für zwei Spiele gesperrt werden könnte. Er wollte sich aber nach dem verlorenen Spiel in München mit dem Platzverweis «gar nicht so lang aufhalten, weil Freitag Pauli kommt. Das wird ein ganz, ganz wichtiges Spiel», sagte Schröder.
Polanski stimmte der Auftritt in München für den weiteren Kampf um den Klassenerhalt jedoch zuversichtlich. «Ich habe eine Mannschaft gesehen, die sich gewehrt hat, die als Team agiert», sagte der Chefcoach. Das gebe ihm ein «gutes Gefühl» für die kommenden Aufgaben. «Spätestens mit dem Elfmeter und der Roten Karte ist das Spiel gegessen gewesen», meinte er.
von | 07.03.2026 | DPA
München (dpa) – Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka ordnet die für ihn höchst erfreulichen Aussagen von Bundestrainer Julian Nagelsmann zu seiner möglichen WM-Rolle «nicht als Freifahrtschein» für das Turnier im Sommer ein. Sie seien für ihn vielmehr «eine Motivation», sagte der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler nach seiner starken Leistung beim 4:1 mit dem FC Bayern München in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach.
Nagelsmann hatte in dieser Woche in einem «Kicker»-Interview zu Goretzka im Hinblick auf die WM-Endrunde in Kanada, Mexiko und den USA gesagt: «Stand jetzt wird Leon Goretzka, trotz weniger Spielzeit bei Bayern, gute Chancen haben, zu spielen und eine ähnliche Rolle zu haben wie in der WM-Quali.»
Der 67-malige Nationalspieler war in der ersten Saisonhälfte in allen sechs Partien der DFB-Auswahl in der WM-Qualifikation zum Einsatz gekommen, dabei viermal über die komplette Spielzeit.
«Überrascht hat mich das nicht»
«Überrascht hat mich das eigentlich nicht. Ich habe in der Quali jedes Spiel gemacht», sagte Goretzka nach dem Gladbach-Spiel beim TV-Sender «Sky» angesprochen auf Nagelsmanns Aussagen zur Besetzung des defensiven Mittelfeldes. Der Bundestrainer sieht ihn dort mit einem speziellen Profil, das die anderen WM-Kandidaten auf dieser Position so nicht hätten.
Für Goretzka wäre eine tragende WM-Rolle eine besondere Genugtuung und ein großer Erfolg, nachdem ihn Nagelsmann für die Heim-EM 2024 nicht nominiert hatte. Darüber sei man «unterschiedlicher Meinung» gewesen, sagte Goretzka. Man habe das aber «ausgeräumt». Jetzt wolle er das Vertrauen des Bundestrainers weiter zurückzahlen.
Beim FC Bayern sind Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic die Erstbesetzung im defensiven Mittelfeld. Goretzka steht dahinter. In der DFB-Elf soll Kimmich aber laut Nagelsmann im WM-Jahr weiter hinten rechts spielen.
Gegen Gladbach stand Goretzka mal wieder in der Münchner Startelf und spielte top. Er brachte gerade auch seine Stärken in der Offensive mehrmals ein. Höhepunkt war ein wunderbarer Lupfer auf Luis Díaz, den der Angreifer volley zum 1:0 verwertete. «Es war eine meiner schöneren Vorlagen», meinte Goretzka.
Zukunft liegt im Ausland
Mit den Bayern strebt er noch ein weiteres Triple nach 2020 an, bevor er den deutschen Rekordmeister im Sommer nach insgesamt acht Jahren verlassen wird. Sein auslaufender Vertrag wird nicht verlängert. Wo seine Zukunft liegt, ist noch offen. Es wird aber nicht mehr die Bundesliga sein. «So weit kann man schon gehen, dass das Ausland mich reizen würde», sagte Goretzka. Dafür sei es jetzt wohl die letzte Chance, ergänzte der 31-Jährige.
Bayerns Sportvorstand Max Eberl lobte Goretzka nach dem Gladbach-Spiel: «Das Tor bereitet er herausragend vor. Und dass er eine große Wertschätzung genießt in Deutschland, ich glaube, das ist jetzt auch nicht überraschend.» Ob das Interview von Nagelsmann ihn beflügelt habe, «das müsste man ihn selbst fragen», äußerte Eberl. «Aber seine Leistung heute war wirklich gut.»
von | 07.03.2026 | DPA
München (dpa) – Tor-Comeback in der Bundesliga, 90-Minuten-Einsatz – und am Ende trug er sogar die Kapitänsbinde: Jamal Musiala genoss das 4:1 des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach nach einer langen Leidenszeit ganz besonders.
«Mit solchen Spielen komme ich wieder in den Rhythmus, deshalb bin ich sehr glücklich», sagte der Münchner Mittelfeldstar beim TV-Sender Sky. «Die Kapitänsbinde war eine große Ehre für mich. Als ich danach über den Platz gelaufen bin, hat sie sich schon ein bisschen schwer angefühlt.»
«Kleine Momente», die Musiala guttun
Der deutsche WM-Hoffnungsträger kommt nach seiner schweren Verletzung im vergangenen Sommer bei der Club-WM in den USA Stück für Stück in Schwung. «Das sind so kleine Momente, die ihm jetzt guttun», sagte Sportvorstand Max Eberl. Musiala verwandelte anstelle des angeschlagen fehlenden Elfmeter-Spezialisten Harry Kane den Strafstoß zum 3:0-Zwischenstand.
«Den Elfmeter musst du erstmal so machen in der Coolness. Aber das erwarten wir auch von Jamal», sagte Eberl. Luis Díaz, Konrad Laimer und Nicolas Jackson erzielten die weiteren Treffer für den enteilten Bundesliga-Tabellenführer.
Kompany: Ich schütze ihn weiter
«Der Fuß ist ein bisschen müde. Aber es fühlt sich gut an. Es war mein dritter Start jetzt, und die ersten 90 Minuten nach der Verletzung. Das tut gut», sagte Musiala. Der 23-Jährige hatte sich bei der Club-WM 2025 beim Viertelfinal-Aus gegen Paris Saint-Germain bei einem schweren Zusammenprall mit Torwart Gianluigi Donnarumma einen Bruch des Wadenbeins und eine Verrenkung des Sprunggelenks zugezogen.
Man müsse sich der Schwere der Verletzung immer wieder bewusst sein, mahnte Trainer Vincent Kompany. «Ich bleibe noch sehr ruhig mit Jamal, ich schütze ihn trotzdem noch.» Das dürfte ganz im Sinne von Bundestrainer Julian Nagelsmann sein, der für die Weltmeisterschaft fest mit dem Bayern-Star plant. Den ersten DFB-Kader im WM-Jahr wird Nagelsmann am 19. März benennen.
Und dann war da noch ein Bayern-Märchen
«Er wird irgendwann sein bestes Niveau wieder haben, vielleicht noch besser», sagte Kompany und verwies auf die körperlichen Fortschritte, die Musiala auf dem Weg zum Comeback gemacht habe. Sein erstes Tor nach der Verletzung hatte Musiala in der Champions League beim Sieg in Eindhoven erzielt.
Im Schatten des ersten Bundesliga-Tores von Musiala seit April 2025 freute sich ein 17 Jahre alter Bayern-Debütant über ein besonderes Kapitel eines Fußball-Märchens. Der in São Paulo geborene Maycon Cardozo, der den größten Teil seiner Kindheit in Thailand verbrachte, empfahl sich über ein Nachwuchsprojekt der Münchner – und erfüllte sich jetzt einen Traum. «Wenn Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung schaffen, ist das für den FC Bayern eine großartige Geschichte», sagte Eberl über den 1,65 Meter großen Flügelspieler.
von | 06.03.2026 | DPA
Vigo (dpa) – Ein Tor in der Nachspielzeit hat Real Madrid vor dem nächsten Dämpfer im spanischen Titelkampf bewahrt. Bei der Generalprobe für das Champions-League-Achtelfinale gegen Manchester City retteten die Königlichen bei Celta Vigo ganz spät noch einen 2:1 (1:1)-Sieg, weil Fede Valverde mit einem abgefälschten Schuss traf (90.+4). Damit liegt das Team von Trainer Alvaro Arbeloa in der Tabelle nun einen Punkt hinter Spitzenreiter FC Barcelona, hat aber bereits ein Spiel mehr absolviert als die Katalanen.
Aurelien Tchouameni brachte die Madrilenen in der elften Minute nach einem Eckball in Führung. Doch eine Viertelstunde später glich Borja Iglesias aus. Real agierte über weite Strecken zu ideenlos und hatte kurz vor Schluss sogar Glück, als ein Schuss von Vigos Iago Aspas an den Pfosten klatschte. Auf der Gegenseite stellte Valverde dann doch noch mit viel Glück den Erfolg der Gäste sicher.
von | 06.03.2026 | DPA
München (dpa) – Bayern-Kapitän Manuel Neuer hat sich bei seinem Comeback erneut an der Wade verletzt. Der bald 40 Jahre alte Torhüter blieb beim 4:1 des Tabellenführers in der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach zur Halbzeit in der Kabine. Die genaue Schwere der erneuten Blessur ist vor dem Champions-League-Spiel der Münchner am Dienstag bei Atalanta Bergamo noch offen.
Es sei erneut «die Wade», berichtete Bayerns Sportvorstand Max Eberl kurz nach der Partie am Freitagabend. «Mal schauen, was es ist.» Man hoffe nicht, dass es schlimmer ist, sagte Eberl: «Aber ich kann es nicht sagen. Ich habe kein frisches Update. Vielleicht ist es auch nur eine Verhärtung.»
Kompany will nicht spekulieren
Trainer Vincent Kompany berichtete, dass Neuer etwas «gespürt» habe an der Wade. «Ich will nicht zu viel spekulieren», sagte er beim TV-Sender Sky. Neuer hatte sich vor drei Wochen beim Auswärtssieg in Bremen einen Muskelfaserriss an der linken Wade zugezogen. Gegen Gladbach kehrte er ins Tor zurück, musste aber wie schon in Bremen wieder zur Pause von Jonas Urbig ersetzt werden.
Nationalspieler Leon Goretzka sagte bei Sky, dass er eher von «einer Vorsichtsmaßnahme» bei Teamkollege Neuer ausgehe.
von | 06.03.2026 | DPA
München (dpa) – Nach dem nächsten Schritt in Richtung 35. Meistertitel jubelte Jamal Musiala mit der Kapitänsbinde am Arm und gemeinsam mit seinen Teamkollegen über sein Tor-Comeback für den FC Bayern. Auch ohne Harry Kane gewannen die Münchner einen total einseitigen Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Mönchengladbach locker mit 4:1 (2:0) – der ideale Einstieg in einen intensiven März voll schwerer Aufgaben.
Schon am kommenden Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime) wird es ernst in der Champions League, wenn der deutsche Fußball-Rekordmeister im Achtelfinal-Hinspiel bei Dortmund-Bezwinger Atalanta Bergamo gastiert. Dann wohl wieder mit Kane im Sturm.
Musialas erstes Liga-Tor seit April 2025
Anstelle des führenden Liga-Torschützen, der wegen einer Wadenprellung fehlte, erzielten vor 75.000 Zuschauern in der Allianz Arena der starke Luis Díaz (33. Minute), Konrad Laimer (45.+1), Jamal Musiala (57.) und Nicolas Jackson (79.) die Treffer für den Liga-Primus. Gladbach gelang durch Joker Wael Mohya nur noch der Treffer zum Endstand (89.).
«Heute haben wir es schon sehr souverän gemacht. Klar, das letzte Tor ärgert uns, da haben wir kurz abgeschaltet. Das darf uns nicht passieren. Ansonsten war es sehr souverän», sagte Leon Goretzka bei Sky.
Musiala vertrat den angeschlagen fehlenden Kane souverän am Elfmeterpunkt. Es war der erste Liga-Treffer des lange verletzten Musiala seit dem 4. April 2025, als er beim 3:1 in Augsburg erfolgreich gewesen war.
Gladbach harmlos – und Rot für Reitz
Die harmlosen Gladbacher waren von einem Bonuspunkt im Abstiegskampf meilenweit entfernt. Und sie mussten nach der Roten Karte für Kapitän Rocco Reitz, der Jackson beim Elfmeter gefoult hatte, auch noch über eine halbe Stunde in Unterzahl durchhalten. «Natürlich ist es keine Schande, hier 1:4 zu verlieren. Trotzdem ärgert man sich ein bisschen», sagte Gladbachs Abwehrspieler Nico Elvedi.
Neue Sorgen bei den Bayern gibt es derweil um Manuel Neuer. Der nach einem Muskelfaserriss in der Wade ins Bayern-Tor zurückgekehrte Kapitän war 45 Minuten weitgehend arbeitslos. Zur Pause blieb der fast 40-Jährige dann in der Kabine. Nur eine Vorsichtsmaßnahme – oder mehr? Jonas Urbig kam. Und der 22-Jährige hatte gegen zehn Gladbach auch fast nichts zu tun – bis auf das Gegentor in der Schlussphase.
Bayern-Trainer Vincent Kompany leistete sich den Luxus, neben Kane noch weitere Stammkräfte wie Michael Olise, Jonathan Tah, Aleksandar Pavlovic oder Serge Gnabry und Josip Stanisic für Bergamo zu schonen. Andere durften sich zeigen. Gerade in der Offensive, in der neben Jamal Musiala und Lennart Karl auch mal wieder Jackson auf der Kane-Position auflaufen durfte.
Auffälligster Angreifer war Dauerleister Díaz, der mit einem Volleyschuss das 1:0 erzielte und bei einem Bayern-Konter mit großer Übersicht Laimer den Ball zum 2:0 servierte. Besonders bemüht war Youngster Karl, der Pech hatte mit einem Abseitstor (10.), aber dann Jacksons 4:0 vorbereitete. Musiala zeigte weitere gute Ansätze bei einigen Dribblings und konnte nach dem Elfmeter über ein persönliches Erfolgserlebnis auf dem Weg zu früherer Stärke jubeln.
Im Fokus stand aber auch Goretzka. Nachdem Bundestrainer Julian Nagelsmann in einem «Kicker»-Interview angekündigt hatte, dass der 31-Jährige trotz seiner nicht üppigen Einsatzzeit im Verein eine wichtige WM-Rolle einnehmen könnte, demonstrierte der Mittelfeldspieler offensichtlich beflügelt seine Fähigkeiten. Goretzka trieb an und setzte die Offensivspieler mehrfach exzellent ein. Die Krönung einer starken Vorstellung war sein feiner Lupfer auf Torschütze Díaz. Es war ein genialer Moment des Teamarbeiters Goretzka.
von | 06.03.2026 | DPA
Gelsenkirchen (dpa) – Der FC Schalke 04 ist der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga einen weiteren Schritt näher gekommen. Der Revierclub gewann mit 1:0 (1:0) gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld und baute die Tabellenführung in der 2. Liga aus. Der Vorsprung auf Rang vier beträgt aktuell fünf Punkte, die Konkurrenten spielen aber noch am Wochenende.
Wieder einmal war es Stürmer-Star Edin Dzeko, der für die Gastgeber vor 62.077 Zuschauer am Freitagabend in der ausverkauften Arena traf. Das Führungstor (15. Minute) war der fünfte Saisontreffer im vierten Heimspiel des Bosniers, der am 17. März bereits 40 Jahre alt wird.
Gute Paraden von Torhüter Kerksen
Dabei zeigten Bielefelder, die nach der dritten Pleite in Folge mitten im Abstiegskampf stecken, kein schlechtes Auswärtsspiel – jedoch konnten Joel Grodowski (3.) oder Jannik Rochelt (35.) Torhüter Kevin Müller nicht überwinden.
Dafür drängten die Schalker auf den zweiten Treffer, scheiterten aber mehrfach an Jonas Kersken. Beim Dzeko-Treffer nach einer Ecke agierte der Arminia-Torhüter noch unglücklich, anschließend bewahrte der 25-Jährige seine Mannschaft mit seinen Paraden gegen Adil Aouchich (42.), Kenan Karaman (45. +3/55.), Timo Becker und Dzeko (61.) sowie Moussa Sylla (90. + 5) vor einer höheren Niederlage.
Abseits statt Ausgleich
Während Schalke vorn Chancen liegen ließ, wäre den Bielefeldern in der Schlussphase beinahe der Ausgleich (81.) gelungen: Doch der vermeintliche Torschütze Grodowski stand beim Zuspiel von Roberts Uldrikis im Abseits.
von | 06.03.2026 | DPA
Spiesen-Elversberg (dpa) – Die SV Elversberg ist dank eines 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Magdeburg zumindest über Nacht auf einen direkten Aufstiegsplatz in der 2. Fußball-Bundesliga gesprungen. Vor 8.652 Zuschauern erzielte Lukasz Poreba in der 85. Minute das Siegtor für die Saarländer, die als Tabellenzweiter jetzt 48 Punkte auf dem Konto haben.
Für den FCM wird die Lage im Abstiegskampf nach der vierten Pleite in Serie dagegen immer bedrohlicher. Mit 23 Zählern bleibt das Team von Trainer Petrik Sander auf Platz 17 und kann am Wochenende auch noch vom punktgleichen Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth überflügelt werden.
Viel Aufwand, wenig Ertrag
Es dauerte eine Viertelstunde, bis die spielbestimmenden Hausherren zur ersten Chance kamen. Einen direkten Freistoß von Lukas Petkov konnte FCM-Torwart Dominik Reimann parieren. Zehn Minuten später rettete der 28-Jährige gegen Immanuel Pherai erneut bravourös.
Doch auch die Magdeburger, die vornehmlich auf Konter setzten, erarbeiteten sich gute Möglichkeiten. Erst kam Mateusz Zukowski aus acht Metern völlig frei zum Abschluss, traf den Ball aber nicht richtig. Dann scheiterte Dariusz Stalmach mit einem Kopfball aus Nahdistanz am glänzend reagierenden SVE-Keeper Nicolas Kristof.
Nach dem Wechsel erhöhten die Hausherren den Druck. Trotz einiger Chancen Mitte der zweiten Halbzeit wollte der Führungstreffer lange jedoch nicht gelingen. Entweder war im letzten Moment ein Magdeburger Bein oder Reimann im Weg. Bei einem Pfostenschuss von Petkov (79.) kam auch noch Pech hinzu. Doch dann erlöste Poreba die SVE mit einem platzierten Schuss ins Eck.