Leverkusen (dpa) – Bayer Leverkusens Granit Xhaka bleibt trotz eines erneuten Sieges zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde mit Blick auf einen erneut möglichen Titelgewinn zurückhaltend. «Es ist wichtig, dass wir auf uns schauen. Das Wichtigste ist, dass wir unsere Spiele gewinnen und unsere Aufgaben erledigen», sagte der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler nach dem 1:0-Erfolg gegen den FSV Mainz 05 angesprochen auf die Verfolgerolle von Bayern München. «Solange wir unsere Spiele gewinnen sind wir auf einem guten Weg.»
Mit dem Sieg nach dem Tor durch Alejandro Grimaldo kurz nach der Pause rückte der Double-Sieger der vergangenen Saison zunächst wieder bis auf einen Punkt an den Tabellenführer aus München heran. «Es ist nicht immer einfach, über 90 Minuten so viel Geduld zu haben. Solche Spiele sind zum Gewinnen da. Am Schluss der Saison fragt dich keiner, wie das Spiel gegen Mainz war, sondern die drei Punkte sind jetzt hier in Leverkusen und wir haben noch einmal einen Schritt nach vorn gemacht», sagte Xhaka.
Die Siegesserie will der Schweizer mit seiner Mannschaft auch in den nächsten Spielen fortsetzen. «Die Defensive gewinnt die Titel, die Offensive gewinnt die Spiele. Und das war auch unsere Stärke letztes Jahr. Diese Mentalität müssen wir immer weiter auf den Platz bringen», sagte Xhaka. Als Nächstes steht am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) zum Beginn der Rückrunde ein Aufeinandertreffen mit Borussia Mönchengladbach an.
Salzburg (dpa) – Oliver Mintzlaff möchte das Netzwerk der Fußballclubs von Red Bull vorerst nicht erweitern. «Wir haben genug Teams. Es gibt keine Pläne, noch mehr zu kaufen», sagte der Geschäftsführer des Getränkekonzerns. Erst im Oktober hatte man sich beim französischen Zweitligisten FC Paris beteiligt, im Sommer den kürzlich in die zweite Liga aufgestiegenen japanischen Club Omiya Ardija aus Saitama übernommen.
Zudem gehören RB Leipzig, der brasilianische Erstligist Bragantino und New York zum Konzern, bei Leeds United hat man eine Minderheitsbeteiligung. In Salzburg ist man offiziell Hauptsponsor, als kleinerer Geldgeber tritt man bei Atlético Madrid und dem FC Turin auf.
Puzzlestück Klopp fehlte Red Bull
Verantwortlich für das Club-Netzwerk ist der neue globale Fußballchef Jürgen Klopp. Die mögliche Akquise neuer Vereine gehört nicht zu seinem Aufgabenbereich, das obliegt Mintzlaff. «Das landet irgendwann auf meinem Tisch. Wahrscheinlich erfahre ich es fünf Minuten bevor es verkündet wird», sagte Klopp bei seiner Vorstellung.
Der 57-Jährige soll den RB-Fußball auf ein neues Level heben, die Teams sollen Titel gewinnen. «Das hat bei unseren Fußball-Engagements gefehlt, jemand mit dieser Erfahrung und diesem Wissen», sagte Mintzlaff. Zudem solle Klopp umworbene Spieler von RB-Clubs überzeugen und mit seinem Input helfen. Das bringe zusätzlich bis zu fünf Prozent. «Das ist im Hochleistungssport eine Menge», sagte Ex-Leichtathlet Mintzlaff.
Dass einer wie Klopp im RB-Kosmos gefehlt hat, spürte der Ex-Coach in seiner ersten Woche als Head of Global Soccer auch selbst. «Ich war bisher bei jedem Meeting der Älteste im Raum», sagte Klopp. Sollte er sich eines Tages verabschieden, so hoffe er, dass die Leute sagen, «dass es eine fantastische Zeit war, dass wir es genossen haben.»
Leverkusen (dpa) – Der FSV Mainz 05 muss wohl erneut einige Spiele auf Stürmer Jonathan Burkardt verzichten. «Es hat muskuläre Probleme und wird sicher das ein oder andere Spiel verpassen», sagte Sportdirektor Niko Bungert nach der 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen. Der 24-jährige Burkardt musste bereits nach wenigen Sekunden ausgewechselt werden, nachdem es ihm nach einem Sprint in den linken Oberschenkel gezogen war. Zu einer genauen Diagnose konnte Bungert zunächst nichts sagen.
«Ich habe mit ihm gesprochen. Es ist nicht so schlimm wie letztes Mal. Ich hoffe, er ist schnell zurück», sagte Trainer Bo Henriksen. Torjäger Burkardt hatte bereits in den vergangenen Wochen mehrfach mit Oberschenkelproblemen zu tun und fiel für mehrere Spiele aus. Kurz vor Weihnachten hatte er sich in der Partie gegen den FC Bayern München eine Muskelverletzung im hinteren linken Oberschenkel zugezogen.
Der U21-Europameister von 2021 gilt als wichtiger Torjäger bei den Mainzern, schoss trotz Verletzungsausfällen in dieser Saison bereits zwölf Tore. «Johnny ist sehr wichtig für uns. Er wurde nicht umsonst immer wieder als bester Deutscher Stürmer betitelt», sagte Bungert. «Er macht es in den Einsätzen, in denen er auf dem Platz stand sehr gut. Wir hoffen, er kommt schnell zurück.»
Brentford (dpa) – Manchester City kriselt in der Premier League nach einem kleinen Zwischenhoch weiter. Trotz einer 2:0-Führung reichte es für das Team von Star-Trainer Pep Guardiola beim FC Brentford nach späten Gegentreffern nur zu einem 2:2. Mit 35 Punkten bleibt der englische Fußballmeister nur auf Platz sechs.
City verpasste in der ersten Stunde vor allem durch Superstar Erling Haaland sowie Savinho die Chance auf die Führung. Englands Nationalstürmer Phil Foden erlöste nach perfektem Zuspiel von Kevin de Bruyne das Guardiola-Team (66. Minute). Wenige Minuten später war Foden mit seinem vierten Saisontreffer erneut erfolgreich – der dritte Sieg in Serie schien fast sicher.
Brentford schlägt spät zurück
In der Defensive ist City allerdings weiterhin zu fehlerhaft. Erst rettete Nathan Aké für den geschlagenen Torhüter Stefan Ortega knapp vor der Linie. Dann überwand Yoane Wissa den früheren Bielefelder Schlussmann zum Anschlusstreffer (82.). Auch gegen den Kopfball von Christian Nörgaard in der Nachspielzeit war Ortega machtlos (90.+2). Aké bewahrte City danach sogar vor einer Niederlage. Der Niederländer klärte erneut in höchster Not (90.+5).
Im Topspiel erkämpfte sich Überraschungsmannschaft Nottingham Forest ein 1:1 (1:0) gegen Spitzenreiter FC Liverpool. Damit bleiben die Reds von Trainer Arne Slot mit 47 Punkten souverän auf Platz eins. Nottingham ist mit 41 Zählern vorerst Zweiter. Chris Wood brachte Nottingham mit 1:0 in Führung (8.). Diogo Jota glich per Kopf für Liverpool in der zweiten Halbzeit aus (66.). Danach rettete Forest-Schlussmann Matz Sels mit Glanzparaden seiner Mannschaft einen Punkt.
Der FC Chelsea kam über ein Unentschieden nicht hinaus. Gegen den AFC Bournemouth reichte es für die Blues nur zu einem 2:2. Chelsea wartet nun seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg.
Leverkusen (dpa) – Der sportliche Absturz von Borussia Dortmund setzt sich ungebremst fort, Bayer Leverkusen dagegen bleibt dicht an der Tabellenspitze. Desolate Dortmunder verloren am letzten Hinrunden-Spieltag der Fußball-Bundesliga bei Aufsteiger Holstein Kiel mit 2:4 (0:3), Leverkusen dagegen erkämpfte sich ein 1:0 (0:0) gegen den FSV Mainz 05.
Bei der möglichen Abschiedsvorstellung von Omar Marmoush feierte auch Eintracht Frankfurt ein weiteres Erfolgserlebnis und siegte mit 4:1 (1:1) gegen den SC Freiburg. Jubeln durfte zudem der VfL Wolfsburg über den 5:1 (1:0)-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach.
Alejandro Grimaldo (49.) bescherte Leverkusen mit einem herrlichen Freistoß den Sieg. Mainz agierte fast die gesamte Partie über extrem passiv, musste aber auch den frühen Ausfall von Torjäger Jonathan Burkardt verkraften. Der Angreifer war in der 3. Minute verletzt ausgewechselt worden. Leverkusen rückte zumindest über Nacht bis auf einen Punkt an den FC Bayern an der Tabellenspitze heran. Die Münchner spielen am Mittwoch gegen die TSG Hoffenheim.
Trifft Marmoush zum letzten Mal für Frankfurt?
Bei den Frankfurtern stand schon vor dem Spiel der kurz vor einem Wechsel zu Manchester City stehende Marmoush im Vordergrund. Der Ägypter traf dann zum zwischenzeitlichen 2:1 (65.), zudem legte er das Tor von Robin Koch (43.) auf. Die weiteren Eintracht-Treffer von Hugo Ekitiké (71.) und Nnamdi Collins (81.) festigten Frankfurts Champions-League-Ambitionen. Ritsu Doan (37.) hatte insgesamt schwache Freiburger in Führung gebracht.
Wolfsburg darf ebenfalls vom Europapokal träumen. Jonas Wind (3./Foulelfmeter), Joakim Maehle (60.), Maximilian Arnold (75.) und zweimal Lukas Nmecha (84./87.) erzielten die Treffer für die Niedersachsen. Shio Fukuda (89.) markierte den Ehrentreffer für die Gladbacher, die im Tabellenmittelfeld feststecken – ebenso wie der in Kiel erschreckend schwache BVB.
Für Kiel trafen in der ersten Hälfte Shuto Machino (27. Minute), Phil Harres (32.) und Alexander Bernhardsson (45.+4). Fiete Arp (90.+8) stellte den 4:2-Endstand für Holstein her. Der Tabellenvorletzte rückte mit dem dritten Saisonsieg dichter an die rettenden Plätze heran. Giovanni Reyna (71.) und Jamie Gittens (77.) trafen für Dortmund. Kiels Lewis Holtby sah in der Schlussphase die Rote Karte für ein grobes Foul (86.).
Wolfsburg (dpa) – Der VfL Wolfsburg ist in der Fußball-Bundesliga auf einen Europa-League-Platz gestürmt. Gegen den direkten Konkurrenten Borussia Mönchengladbach gab es einen klaren 5:1 (1:0)-Sieg.
Das erste Tor erzielte Jonas Wind schon in der dritten Minute per Foulelfmeter. Das 2:0 legte der dänische Torjäger seinem Landsmann Joakim Maehle sehenswert per Hacke auf (60.). Kapitän Maximilian Arnold (75.) und zweimal der eingewechselte Lukas Nmecha (84./87.) legten vor 20.519 Zuschauern noch drei weitere Tore nach. Shio Fukuda gelang in der 89. Minute der Ehrentreffer.
Die Gladbacher hatten die erste Halbzeit komplett dominiert, aber daraus nichts gemacht. So starteten sie nach hoffnungsvoller Hinrunde mit null Punkten und einem bedeutungslosen Tor in den ersten beiden Spielen in das neue Jahr.
Gladbach ohne Kleindienst
Für die Borussia hatte der Tag bereits mit einer schlechten Nachricht begonnen. Denn Nationalstürmer Tim Kleindienst fehlte wegen Magen-Darm-Problemen im Kader. Dieser Ausfall war nicht zu ersetzen. Der Tscheche Tomas Cvancara als Ersatz, die jungen Fukuda (20) und Grant-Leon Ranos (21) auf der Bank: Mehr Alternativen im Angriff blieben Trainer Gerardo Seoane nicht mehr.
Derart unglücklich ging es für die Borussia auch auf dem Spielfeld weiter. Dem frühen Strafstoß ging ein unnötiges Foul von Julian Weigl an Bence Dardai voraus. Danach spielten erst einmal nur die Gäste – und das auch noch nahezu ungehindert.
Doch selbst beste Chancen ließ der Gladbacher Aushilfs-Angriff aus. In der 12. Minute stand Cvancara nach einem Patzer von VfL-Verteidiger Denis Vavro auf einmal völlig frei vor Torwart Kamil Grabara, entschied sich aber für einen harmlosen und leicht zu parierenden Lupfer.
Danach ging Wolfsburgs polnischer Keeper ein kleines Privatduell mit Robin Hack ein: Bei der ersten Chance lenkte er einen Distanzschuss des Gladbacher Linksaußens mit den Fingerspitzen um den Pfosten (25.). Beim zweiten Mal war Grabara zur Stelle, als Kevin Stöger einen Freistoß clever über die Mauer gehoben und Hack per Direktabnahme abgeschlossen hatte (34.).
Wolfsburg dreht nach der Pause auf
64:36 Prozent Ballbesitz und 343:160 Pässe für die Borussia lautete die statistische Bilanz der ersten Halbzeit. Und die Wolfsburger wirkten trotz der Führung so passiv und fahrig, als würde sie das geplante Kommen und Gehen in der eigenen Kabine zu sehr ablenken.
Noch am Spieltag selbst verabschiedete sich der Verteidiger Cedric Zesiger zum FC Augsburg. Ridle Baku war bereits zuvor an RB Leipzig abgegeben worden. Als Verstärkungen sollen der Däne Andreas Skov Olsen (FC Brügge) und der Franzose Kiliann Sildillia (SC Freiburg) kommen, aber eine Einigung mit deren Vereinen steht noch aus.
In der zweiten Halbzeit drehte der VfL dann aber auf einmal auf. Der algerische Toptransfer Mohammed Amoura traf in der 49. Minute nur den Pfosten. Und auch Yannick Gerhardt lief kurz darauf von der Mittellinie an allein auf das Tor der Borussia zu und ließ sich von Nico Elvedi noch einholen (56.).
Doch beides rächte sich wegen der feinen dänischen Kombination von Wind und Maehle zum 2:0 nicht. Ihr Doppelpass durch die gesamte Gladbacher Abwehr war der schönste Angriff dieses kalten Abends. Davon erholten sich die Gäste nicht mehr. Anders als den Wolfsburgern fehlten ihnen dazu auch die Alternativen auf der Bank.
Leverkusen (dpa) – Bayer Leverkusen bleibt dem FC Bayern im Titelkampf der Fußball-Bundesliga auf den Fersen. Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso gewann eine umkämpfte Partie gegen den FSV Mainz 05 mit 1:0 (0:0). In der mit 30.210 Zuschauern ausverkauften BayArena traf Alejandro Grimaldo (48. Minute) für den amtierenden Meister und Pokalsieger. In der Nachspielzeit sah der Mainzer Trainer Bo Henriksen (90.+1) wegen Meckers die Gelb-Rote Karte.
Mit dem Sieg rückte der Double-Sieger der vergangenen Saison zunächst wieder bis auf einen Punkt an den Tabellenführer aus München heran. Mainz bleibt als Überraschungsteam der Hinrunde mit 28 Punkten weiter in Reichweite der internationalen Plätze. Die Mannschaft von Henriksen bestätigte über weite Strecken, warum es nach Siegen gegen Bayern, Dortmund und Frankfurt in dieser Saison zurecht als Favoritenschreck gilt.
Burkardt nur Sekunden auf dem Feld
Doch schon zu Beginn musste Mainz einen ersten Schock hinnehmen. Das mit Spannung erwartete Duell der Toptorschützen – Patrik Schick (11 Saisontore) und Jonathan Burkardt (12) – war bereits nach wenigen Sekunden vorbei. Burkardt, dessen Einsatz bereits vor der Partie fraglich war, musste beim ersten Sprint sofort abbrechen. Er fasste sich an den linken Oberschenkel, ging zu Boden und musste in Minute zwei ausgewechselt werden.
Schick leitete indes die erste gute Chance für Bayer ein. Als Anthony Caci den Ball rechts am Strafraum verlor, versuchte es Schick nach Zuspiel von Florian Wirtz aus spitzem Winkel. Der Ball rollte fast die ganze Torlinie entlang, wurde dann aber noch von dem Mainzer Andreas Hanche-Olsen gestoppt.
Rund 15 Minuten später verfehlte ein Flachschuss von Piero Hincapié knapp das Tor von Robin Zentner. Mainz präsentierte sich defensiv stark und zeigte immer wieder, warum das Team eine der besten Defensiven der Liga hat. Leverkusen hatte zwar viel Ballbesitz, ließ aber durch unsaubere Aktionen die letzte Konsequenz vermissen.
Jubel in Halbzeit zwei
Den Gästen fehlte nach Burkardts frühem Ausfall die Offensivkraft. Bayer-Keeper Matej Kovar, der von Alonso zum zweiten Mal in dieser Bundesligasaison statt Lukas Hradecky aufgeboten wurde, musste in Halbzeit eins lediglich einen harmlosen Schuss von Jae-sung Lee parieren. Leverkusen kam zu deutlich mehr Abschlüssen, blieb aber erfolglos. Wirtz verfehlte fünf Minuten vor der Pause knapp. Kurz vor dem Halbzeitpfiff parierte Zentner einen wuchtigen Abschluss von Grimaldo nach einem Kopfball-Abpraller von Danny da Costa.
Nach der Halbzeit konnten die Leverkusener dann jubeln. Grimaldo verwandelte einen Freistoß aus rund 18 Metern über die Mainzer Mauer unhaltbar ins rechte Eck. Nach dem Befreiungsschlag musste Kovar sich auf der Gegenseite nach einem Schuss von Kaishu Sano mächtig strecken. Nachdem Stefan Bell beim Klären einer Ecke fast das eigene Tor traf, war es erneut Wirtz, der aus der Distanz abschoss aber wieder an Zentner scheiterte. Auch danach hatte Leverkusen vor allem aus der Distanz Chancen, blieb aber glücklos. Mainz kämpfte in der Schlussphase, kam aber nicht mehr zum Anschluss.
Frankfurt/Main (dpa) – Der von Manchester City umworbene Top-Torjäger Omar Marmoush hat Eintracht Frankfurt ein ideales Hinrunden-Ende beschert und lässt die Hessen von der Champions League träumen. Bei seinem möglicherweise letzten Auftritt im Eintracht-Trikot erzielte der 25-Jährige gegen den SC Freiburg beim deutlichen 4:1 (1:1) das wichtige Führungstor und traf damit zum 15. Mal in dieser Bundesliga-Spielzeit.
Sowohl die 33 Punkte als auch die 15 Treffer sind Club-Rekord für eine Frankfurter Hinrunde. Vor 56.500 Zuschauern bereitete Marmoush vor seinem eigenen Treffer (65. Minute) auch das Tor von Robin Koch (43.) vor. Hugo Ekitiké (71.) und Nnamdi Collins (82.) legten nach. Freiburgs Führung durch Ritsu Doan (37.) wurde zu einer statistischen Randnotiz.
Rekord von Gekas überboten
Der Ägypter stand am Dienstagabend im Fokus der Öffentlichkeit. Bis zu 80 Millionen Euro könnte ein Wechsel des Stürmers zum englischen Meister von Trainer Pep Guardiola einbringen. Es sei «nicht ausgeschlossen», dass Marmoush bleibe, hatte Trainer Dino Toppmöller vor dem Spiel noch orakelt. Optimismus klingt anders.
Warum Man City so viel Geld investieren möchte, zeigte Marmoush gegen Freiburg eindrucksvoll. Der Angreifer wirbelte, ging immer wieder ins Dribbling und war quasi an allen Offensivaktionen beteiligt. Mit seinen 15 Hinrunden-Treffern übertraf er den Griechen Theofanis Gekas, der für die Frankfurter einst 14 Tore in den ersten 17 Spielen erzielt hatte.
Tel als Nachfolger?
Mit dem Spiel gegen Borussia Dortmund beginnt am Freitag (20.30 Uhr) nicht nur die Bundesliga-Hinserie, sondern für Frankfurt möglicherweise auch das Zeitalter nach Marmoush. Schon in den vergangenen beiden Tagen ging es mehr darum, wann der Stürmer genau geht und wer den Ausnahmekönner am Main ersetzen könnte.
Gehandelt werden unter anderen Mathys Tel vom FC Bayern sowie der Mainzer Jonathan Burkardt. Dieser hat einen Wechsel im Winter-Transferfenster allerdings ausschließen.
Passend zur seit Dienstag laufenden Handball-WM ließ die Eintracht den Ball teilweise in einer Art Halbkreis um den Strafraum der Freiburger laufen. Wirklich gefährlich wurde es zunächst kaum. Mehrere Versuche von Ex-Weltmeister Mario Götze (13./26.) waren nicht gefährlich genug.
Doan schlägt eiskalt zu
Freiburg ließ sich in den ersten 30 Minuten überhaupt nicht vor dem Tor von Kevin Trapp blicken – und schlug dann eiskalt zu. Torschütze Doan leitete den Angriff selbst ein und positionierte sich dann am Fünfmeterraum so ideal, dass er eine passgenaue Vorlage von Merlin Röhl nur noch flach einschießen musste. Das 0:1 kam aus Frankfurter Sicht völlig aus dem Nichts.
Doch die Hessen reagierten stark. Nur sechs Minuten nach dem Gegentreffer konterte die Eintracht dank Abwehrchef Koch, der sein Tor gegen Ex-Club Freiburg nicht bejubelte. Stürmer Ekitiké ließ noch vor der Halbzeit zwei wuchtige Schüsse los, doch der Franzose verzog in beiden Fällen knapp. Der Sportclub war mit dem Remis zur Halbzeit sehr gut bedient.
Auch danach lief das Spiel weitgehend auf ein Tor. Frankfurt drückte, doch scheiterte immer wieder am Abschluss – meist an Torhüter Noah Atubolu, aber auch mehrere Male am Außennetz. Die Gäste beschränkten sich auf den Verteidigungsmodus und versuchten es ab und an aus der Distanz. Das war viel zu wenig. Mit Marmoushs Führungstor war die Partie entschieden – die letzten 25 Minuten ging es nur noch darum, wie hoch Frankfurts Sieg ausfällt.