Standpauke für BVB-Stars von Kehl und Kovac

Standpauke für BVB-Stars von Kehl und Kovac

Köln (dpa) – Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac hat seinen Spielern trotz des 2:1-Sieges beim 1. FC Köln mit Konsequenzen für eine zu lasche Einstellung gedroht. Laut Sportchef Sebastian Kehl kam es nach dem Spiel noch in der Kabine zu einer Standpauke. «Wir haben sehr intensiv diskutiert mit der Mannschaft. Da gab es gerade auch ein paar kritische Töne», sagte Kehl nach dem knappen Sieg in der Fußball-Bundesliga gegen die abstiegsbedrohten Kölner, die eine Halbzeit in Unterzahl spielten.

«Das werden wir sicherlich aufarbeiten müssen», kündigte Kovac mit leicht heiserer Stimme an. Der Tabellenzweite war trotz einer 2:0-Führung und nach einer Roten Karte gegen Kölns Jahmai Simpson-Pusey (45.+2) in der Schlussphase noch arg unter Druck geraten. «Ich kann nicht zufrieden sein. Denn wir haben in der letzten Wochen gegen Bayern München ein richtig gutes Spiel gemacht. Und ich erwarte von meinen Spielern, dass sie gegen egal welchen Gegner auf demselben Niveau sind», schimpfte Kovac.

Spieler setzen Kovacs Anweisungen nicht um 

«Wir haben all das, was wir in der Halbzeit besprochen haben, nicht umgesetzt. Das kann nicht sein. Das kann nicht unser Anspruch sein. Wenn jeder irgendwo einen Meter weniger macht, sieht es so aus, wie es eben auch aussieht», befand Kovac weiter. 

Durch das 2:3 in der Vorwoche gegen die Bayern hat sein Team mit nun elf Zählern Rückstand wohl die Minimalchance auf den Titel verspielt. Da der BVB auch in der Champions League und im DFB-Pokal ausgeschieden ist, droht ein zähes Saisonende für die Dortmunder.

Bei Derbysieg: Leroy Sané legt auf und fliegt vom Platz

Bei Derbysieg: Leroy Sané legt auf und fliegt vom Platz

Istanbul (dpa) – Nationalspieler Leroy Sané stand in einem hitzigen Istanbuler Derby im Mittelpunkt. Der 30-Jährige bereitete beim 1:0 (1:0) seines Clubs Galatasaray bei Stadtrivale Besiktas in der 39. Minute den Siegtreffer von Victor Osimhen mit einer punktgenauen Flanke vor. Das Ende des Spiels erlebte der Ex-Bayern-Profi aber nicht auf dem Feld. In der 60. Minute trat Sané bei einem eigenen Dribbling seinem Gegenspieler Ridvan Yilmaz unglücklich in die Achillessehne und sah die Rote Karte. 

Schon in der ersten Halbzeit war der 30-Jährige bei einem Tackling viel zu spät dran und traf einen Besiktas-Spieler am Knöchel. Dafür sah er aber nur eine Gelbe Karte – sehr zum Ärger des Rivalen. Titelverteidiger Galatasaray führt die Tabelle nach dem Sieg weiter souverän an.

Kaiserslautern verspielt Führung und Aufstiegschance

Kaiserslautern verspielt Führung und Aufstiegschance

Bochum (dpa) – Durch eine Auswärtsniederlage beim VfL Bochum haben sich die letzten Hoffnungen des 1. FC Kaiserslautern auf eine Bundesliga-Rückkehr im Sommer zerschlagen. Die Pfälzer haben nach dem 2:3 (1:1) am Samstagabend in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga nun schon elf Punkte Rückstand zu Relegationsplatz drei. Die Bochumer dagegen verschafften sich Luft im Abstiegskampf und haben sieben Zähler Abstand nach unten.

Die Tore für die Bochumer erzielten vor 26.000 Zuschauern Philipp Hofmann (10. Minute), Callum Marshall (66.) und Mats Pannewig (69.). Lauterns Norman Basset (30.) und Marlon Ritter (50.), die zwischenzeitlich einen 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung umwandelten, ließen FCK-Coach Torsten Lieberknecht auf der Tribüne nur kurzzeitig jubeln.

Lieberknecht auf der Tribüne

Der 52-Jährige durfte die Partie nicht wie gewohnt an der Seitenlinie verfolgen, weil er nach einer Gelb-Roten Karte gegen Paderborn gesperrt war. Stattdessen betreute am Spielfeldrand Co-Trainer Carsten Rump die Mannschaft, während Lieberknecht auf der Tribüne neben FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen saß.

Was Lieberknecht von dort aus sah, dürfte ihm nur wenig Freude bereitet haben. Denn in einem temporeichen Spiel waren die Bochumer die spielerisch bessere Mannschaft, jedoch fehlte es den Hausherren im Abschluss zunächst an Effizienz. Anders bei den Gästen.

Gleich mit der ersten Torchance gelang Basset nach Vorlage von Paul Joly der Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1. Und nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff war Kapitän Ritter zur Stelle und bescherte Kaiserslautern die Führung. Doch die Bochumer antworteten mit einem Doppelschlag.

Zunächst traf der eingewechselte Marshall zum Ausgleich in der 66. Minute und nur drei Minuten später sorgte Pannewig nach einer Ecke für den Bochumer Siegtreffer.

«Pfui. Widerlich»: Stimmungsmache vom Kölner Stadionsprecher

«Pfui. Widerlich»: Stimmungsmache vom Kölner Stadionsprecher

Köln (dpa) – Beim unglücklichen 1:2 des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund hat sich Stadionsprecher Michael Trippel den Unmut des eigenen Vereins zugezogen. Sportchef Thomas Kessler kritisierte den Stadionsprecher deutlich für dessen deutliche Kritik am Schiedsrichterteam bei zwei strittigen Entscheidungen.

«Pfui. Widerlich», hatte Trippel in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit über das Stadion-Mikrofon geschimpft, nachdem Schiedsrichter Daniel Siebert dem Kölner Jamai Simpson-Pusey die Rote Karte wegen groben Foulspiels (45. Minute +2) gezeigt hatte. Siebert hatte zunächst die Gelbe Karte gezückt, seine Entscheidung aber nach Ansicht der Videobilder revidiert. 

FC-Sportchef Kessler kündigt Nachspiel an

Als dem Dortmunder Yan Couto in Nachspielzeit der zweiten Halbzeit der Ball im eigenen Strafraum an den Arm gesprungen war, es aber weder einen Elfmeterpfiff noch ein Einschreiten des Video-Schiedsrichters gab, platzte dem Kölner Stadionsprecher endgültig der Kragen. Nach Spielende schrie er ins Mikrofon: «In der 95. Minute hat es ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum gegeben und das guckt sich noch nicht einmal einer an!» Damit löste er wütende Reaktionen der Kölner Fans aus.

Für Kessler zu viel des Guten. «Es ist nicht richtig, dass ein Stadionsprecher im Rahmen eines Bundesliga-Spiels seine Emotionen über das Mikrofon preisgibt», sagte Kessler und kündigte an: «Da werden wir sicher im Nachgang drüber sprechen.» 

In der Frage nach dem Platzverweis gab der Kölner Sportchef Siebert recht. Für den nicht gegebenen Elfmeter hatte auch er allerdings kein Verständnis. «Ich finde, man kann das Handspiel aus dem Spiel heraus sehen. Wenn er das nicht sieht, gibt es immer noch einen VAR. Das ist ein Elfmeter», schimpfte Kessler.

Hollywood-Club Wrexham verpasst Pokalsensation gegen Chelsea

Hollywood-Club Wrexham verpasst Pokalsensation gegen Chelsea

London (dpa) – Der AFC Wrexham und seine prominenten Miteigentümer Ryan Reynolds und Rob Mac haben im FA Cup knapp eine Sensation gegen Club-Weltmeister FC Chelsea verpasst. Zweimal führte der Zweitligist aus Wales in der fünften Runde des ehrwürdigen Wettbewerbs gegen die Londoner, musste sich aber am Ende 2:4 (1:1, 2:2) nach Verlängerung geschlagen geben. 

Im heimischen Racecourse Ground trafen Sam Smith (18. Minuten) und Callum Doyle (78.) vor den Augen der mitfiebernden Hollywood-Stars für Wrexham. Ein Eigentor von Keeper Arthur Okonkwo (40.) und ein Treffer von Joshua Acheampong (82.) brachten den früheren Champions-League-Sieger zurück. In der Nachspielzeit sah George Dobson (90.+3) bei den Walisern die Rote Karte. 

Alejandro Garnacho (96.) brachte den Premier-League-Club in der Verlängerung erstmals in Führung. Der vermeintliche Ausgleich von Lewis Brunt zählte nach Intervention des VAR wegen Abseitsstellung nicht. João Pedro (120.+5) besorgte den Endstand.

Durchmarsch aus der fünften Liga

2021 hatten Reynolds und McElhenney den traditionsreichen Club, der am englischen Ligabetrieb teilnimmt, für 2,5 Millionen Dollar übernommen. Durch die FX-Dokumentation «Welcome to Wrexham» wurde er weltbekannt. In der Folge gelang der Durchmarsch von der fünfthöchsten Spielklasse in die 2. Liga. In dieser Spielzeit hat Wrexham Chancen auf die Playoff-Spiele zur Premier League.

In den restlichen Partien setzten sich die Favoriten durch. Arsenal und Nationalspieler Kai Havertz schlugen Mansfield Town 2:1. Der FC Liverpool schaltete mit dem eingewechselten Florian Wirtz die Wolverhampton Wanderers mit 3:1 aus. Nick Woltemade und Malick Thiaw verpassten mit Newcastle eine Überraschung gegen Manchester City. Beim 3:1 der Cityzens traf der Ex-Frankfurter Omar Marmoush doppelt.

Hoffenheims Stürmer Bebou trauert um Kind

Hoffenheims Stürmer Bebou trauert um Kind

Heidenheim (dpa) – Mit einer emotionalen Geste dachten Torschütze Alexander Prass und seine Teamkollegen der TSG 1899 Hoffenheim an ihren Teamkollegen Ihlas Bebou. Beim 4:2 (2:0)-Erfolg beim 1. FC Heidenheim hielt Prass nach dem Führungstor zum 1:0 ein Trikot des fehlenden Stürmers in die Kameras. Bebou hatte einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften und trauert um sein Kind. 

«Mein geliebter Sohn, 8 Monate habe ich dich unter meinem Herzen getragen, deine Bewegungen und deine Liebe gespürt», hatte seine Frau in einem Post auf Instagram geschrieben. «Und doch bist du still auf die Welt gekommen, bevor du richtig da warst. Aber du warst da, so vollkommen, so schön und so perfekt.» Auch die TSG 1899 Hoffenheim hatte unter dem Post viel Kraft gewünscht.

«Wir wollten ein kleines Zeichen setzen, dass wir hinter ihm stehen und ihm das auch zeigen», sagte der zweifache Torschütze Prass in Heidenheim. 

Missverständnis mit den Heidenheimer Fans

Da die Geste vor dem Heidenheimer Block stattfand, führte sie bei den Heimfans allerdings zu Ärger. Es sei den Spielern darum gegangen, «sich solidarisch mit einem sehr, sehr geschätzten Kameraden zu zeigen und seiner Familie. Deshalb finde ich es toll», sagte Hoffenheims Co-Trainer Moritz Volz, der an der Seitenlinie den erkrankten Chefcoach Christian Ilzer vertrat. «Ich glaube, die Tatsache, dass das dann vor den gegnerischen Fans war, war mit Sicherheit nicht so ausgewählt, sondern eher einfach tollpatschig.»

Die FCH-Fans hätten die Aktion falsch verstanden, erklärte Heidenheims Trainer Frank Schmidt. «Wir wussten natürlich nicht, um was es im Detail geht, haben es dann aber während des Spiels mitbekommen.» Er habe dann den Zeugwart zu den Fans geschickt, um die Geste zu erklären. «Deswegen gab es danach auch kein Theater mehr», sagte Schmidt. Auch der 1. FC Heidenheim wünsche Bebou das Beste.

Kein neuer Vertrag: Brandt verlässt Dortmund am Saisonende

Kein neuer Vertrag: Brandt verlässt Dortmund am Saisonende

Köln (dpa) – Fußball-Nationalspieler Julian Brandt verlässt nach sieben Jahren den Bundesligisten Borussia Dortmund am Saisonende. Das gab BVB-Geschäftsführer Lars Ricken nach dem 2:1 beim 1. FC Köln bekannt. 

«Es ist einfach so, dass es Gespräche gegeben hat und man sich dann eben einig war, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird», sagte Ricken bei Sky: «Ich glaube, wir können nur Dankbarkeit für ihn haben, er hat sieben Jahre bei uns gespielt. Er wurde auch immer mal kritisch gesehen, heute hat er auch wieder eine Torvorlage gemacht.»

Ricken erklärte aber auch, was ein Grund für die Trennung nach Saisonende gewesen sein könnte. «Er wird jetzt auch in ein paar Wochen 30, wir können uns ein bisschen neu orientieren», sagte er. Man gehe «mit ganz viel Wertschätzung auseinander, aber wie gesagt: Es ist auch für beide Seiten jetzt nochmal eine Chance.»

Das sagt Trainer Kovac zur Entscheidung

Trainer Niko Kovac bestätigte die Entscheidung etwas später. «Beide Seiten sind zu dem Entschluss gekommen, dass es was anderes geben wird», sagte er: «Von daher werden wir noch die nächsten neun Spiele mit Jule erfolgreich bestreiten.» Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hält es für «vollkommen richtig, dass beide Seiten wissen, was Sache ist», wie der bei Sky betonte. 

Brandt war im Sommer 2019 von Bayer Leverkusen nach Dortmund gekommen und hat für den BVB fast 300 Pflichtspiele bestritten. Wirklich unumstritten war der Offensivspieler bei den Fans aber nicht immer.

BVB siegt in Köln – FC-Ärger auf Schiedsrichter

BVB siegt in Köln – FC-Ärger auf Schiedsrichter

Köln (dpa) – Die Dortmunder Profis feierten vor ihren Fans erleichtert den am Ende erzitterten Sieg. Beim 1. FC Köln richtete sich die Wut über die 1:2 (0:1)-Niederlage in Unterzahl gegen den Schiedsrichter. Weil Daniel Siebert in der Nachspielzeit keinen Handspiel-Elfmeter für die Gastgeber pfiff, obwohl der Dortmunder Yan Couto im eigenen Strafraum den Ball nach einer Flanke mit ausgestrecktem Arm berührt hatte, frustrierte die Kölner extrem.

«Das ist eine klare Vereitelung einer Torchance. Dass man das nicht sieht – dafür habe ich überhaupt kein Verständnis», sagte Kölns Geschäftsführer Thomas Kessler bei Sky. FC-Torhüter Martin Schwäbe erging es ähnlich: «Ich kann es nicht nachvollziehen, wo man die Messlatte zieht.» BVB-Geschäftsführer Lars Ricken meinte: «Das hätte man durchaus pfeifen können.» 

Kölns Trainer Lukas Kwasniok, der nach dem fünften sieglosen Spiel am Stück noch stärker unter Druck geraten ist, sprang nach Ansicht der Videobilder wie wild auf und ab an der Seitenlinie. «Ich verstehe ihn voll und ganz, dass er stocksauer ist», sagte Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus als Sky-Experte: «Hellrote Karte in den Kölner Keller!»

Rot für Simpson-Pusey

Beim abstiegsbedrohten Bundesliga-Aufsteiger schossen Serhou Guirassy (16. Minute) und Maximilian Beier (60.) die Tore für den Tabellenzweiten aus Dortmund. Bei den Rheinländern hatte Jamai Simpson-Pusey wegen groben Foulspiels in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Rote Karte (45.+2) gesehen. Köln kämpfte aber und kam durch Jakub Kaminski (88.) immerhin zum Anschlusstreffer. 

Durch den Sieg wahrten die Dortmunder ihren Vorsprung von sechs Punkten auf den Dritten Hoffenheim. Für die Kölner wird die Lage nach dem fünften sieglosen Spiel am Stück dagegen immer bedrohlicher. Der Vorsprung von zwei Zählern auf die Abstiegsregion könnte am Sonntag komplett aufgebraucht sein. In den kommenden Spielen beim Hamburger SV und im Derby gegen Borussia Mönchengladbach gegen direkte Konkurrenten müssen Punkte her – wohl auch, um den Job von Kwasniok zu retten.

Nach der jüngsten 0:2-Enttäuschung gegen den FC Augsburg hatten die Kölner Bosse dem Trainer zwar den Rücken gestärkt. Dennoch hatte es in den Tagen vor dem Spiel gegen den BVB Berichte über ein angebliches Ultimatum gegeben, das Kwasniok indes dementierte. Dass der FC dringend mal wieder gewinnen muss, war indes auch dem 44-Jährigen klar. 

Engagement bei den Kölner stimmte

Tatsächlich begann sein Team forsch und hatte zumindest zu Beginn mehr Ballbesitz als der Tabellenzweite, bei dem die Anspannung nach dem 2:3 im Spitzenspiel gegen den FC Bayern und der damit wohl verspielten Meisterschaft zu fehlen schien. Der BVB quälte sicher eher durch die Partie, als Freude am Spiel zu haben. Die Kölner machten das Spiel, aber Dortmund ging in Führung. 

Es war der frühere FC-Stürmer Guirassy, der den Kollektivschlaf der Kölner Abwehr ausnutze. Nach einer Ecke beförderte Maximilian Beier den Ball wieder im Bogen in den Kölner Strafraum, wo Guirassy schnell schaltete und den Ball mit der Sohle vorbei an FC-Keeper Marvin Schwäbe ins Netz drückte. Für den Angreifer war es der zwölfte Saisontreffer und bereits der siebte in der Rückserie.

Wegen des Fastenmonats Ramadan hatte Dortmunds Chefcoach Niko Kovac gegen die Bayern noch auf die Moslems Guirassy und Ramy Bensebaini in der Startelf verzichtet. In Köln durften beide dann aber wieder von Beginn an ran. 

Übler Tritt von Simpson-Pusey bringt Platzverweis

Nach der Führung übernahmen die Westfalen langsam die Spielkontrolle, ohne dabei zu glänzen. Die Kölner schwächten sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit selbst. Winter-Zugang Simpson-Pusey trat Beier von hinten grob und ohne Aussicht auf den Ball in die Achillessehne. Die Gelbe Karte revidierte Schiedsrichter Daniel Siebert nach Ansicht der Videobilder zum Unmut des Kölner Publikums und zückte Rot.

In Unterzahl stemmten sich die Rheinländer zwar gegen die Niederlage, waren aber zu harmlos. Die Dortmunder taten nicht mehr als nötig, um den Sieg zu sichern. Nach einer Stunde spielte sich Beier im Doppelpass mit Julian Brandt frei und traf zum 2:0. Durch Kaminskis Anschlusstreffer wurden die Schlussminuten nochmal spannend.