von | 20.01.2026 | DPA
Piräus (dpa) – Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat den verkorksten Jahresstart auch in der Champions League fortgesetzt und bei Olympiakos Piräus mit 0:2 (0:2) verloren. Der Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand droht damit das Aus in der Königsklasse.
Vor rund 33.000 Zuschauern erzielten Costinha (2. Minute) und Mehdi Taremi (45.+1) die Tore für den griechischen Meister. Leverkusen tat sich gegen hoch pressende Griechen schwer und blieb immer wieder in der kompakten Defensive hängen. Bayer kam zwar zu einigen Torchancen, scheiterte aber immer wieder an Torwart Konstantinos Tzolakis.
Bei nur noch einem verbleibenden Spieltag in der Ligaphase verharrt die Werkself damit bei neun Punkten und steht im letzten Spiel gegen Villareal unter Zugzwang. Im vergangenen Jahr brauchte es mindestens elf Punkte für einen Platz unter den ersten 24 und die Teilnahme an den Play-offs. Auch in der Bundesliga hatte Bayer die ersten beiden Spiele des neuen Jahres verloren.
von | 20.01.2026 | DPA
London (dpa) – Im strömenden Regen von London spendeten die BVB-Fans ihren Spielern aufmunternden Applaus: Borussia Dortmund hat im Kampf um den direkten Einzug ins Champions-League-Achtelfinale einen harten Rückschlag kassiert. Beim kriselnden Europa-League-Sieger Tottenham Hotspur verlor der Tabellenzweite der Bundesliga in Unterzahl mit 0:2 (0:2). Die Tore für die vor allem in der ersten Hälfte furiosen Spurs erzielten Cristian Romero (14. Minute) und Dominic Solanke (37.).
Nach einer Roten Karte für Daniel Svensson (24.) musste die Borussia mehr als eine Stunde mit zehn Spielern auskommen. Vor dem letzten Spiel der Ligaphase in der kommenden Woche gegen Inter Mailand deutet sehr vieles darauf hin, dass der BVB für die Runde der besten 16 Teams den Umweg über die Playoffs nehmen muss. Mit elf Punkten liegt Dortmund aktuell auf Rang zwölf. Die besten acht Mannschaften ziehen direkt ins Achtelfinale ein. Für die Playoffs muss ein Platz unter den besten 24 her.
«Wir haben uns in der ersten Halbzeit ein bisschen versteckt», sagte Abwehrspieler Nico Schlotterbeck und sprach von einer verdienten Niederlage. Mats Hummels wurde bei Amazon Prime noch deutlicher: «Die erste Halbzeit war leider beinahe ein Totalausfall», kritisierte der frühere Dortmunder.
Tottenham geht früh in Führung
Nach zwei Spielen mit Joker-Einsätzen stand Serhou Guirassy beim Team von Trainer Niko Kovac mal wieder in der Startelf. Gegen die angeschlagenen Spurs, die zuletzt vom eigenen Publikum ausgepfiffen wurden und große Verletzungssorgen haben, wollte der BVB eigentlich früh Druck machen. Das klappte nicht. Nach einer Tottenham-Ecke bekamen die Westfalen den Ball nicht geklärt. Wilson Odobert passte den Ball scharf in die Mitte und Romero traf zum 1:0.
Die Führung gab den Gastgebern, bei denen Trainer Thomas Frank mächtig in der Kritik steht, Aufwind. Dass die Londoner fünf Pflichtspiele in Serie nicht gewonnen haben und in der englischen Premier League nur auf Platz 14 liegen, merkte man ihnen nicht an. Tottenham drückte. «Sie haben eine sehr gute Intensität gefahren. Wir sind damit nicht so gut klargekommen, wie wir klarkommen sollten», sagte BVB-Torwart Gregor Kobel zur Herangehensweise der Spurs. Der BVB hatte tatsächlich große Probleme.
Rot für den BVB nach VAR-Einsatz
Und die wurden noch größer. Svensson traf ganz leicht den Ball, aber auch Odobert mit gestrecktem Bein und offener Sohle. Der schwedische Schiedsrichter Glenn Nyberg gab zunächst Gelb. Nach Ansicht der Videobilder revidierte er seine Entscheidung und schickte seinen Landsmann vom Platz. «Mit der Roten Karte war die erste Halbzeit sehr bitter», sagte Schlotterbeck.
In Unterzahl mühte sich der BVB um Stabilität, doch die Spurs ließen das nicht zu. Erneut bereitete der auffällige Odobert über rechts vor. Der 21-Jährige tunnelte Borussen-Innenverteidiger Waldemar Anton und in der Mitte traf Solanke zum 2:0.
Guirassy zur Pause raus
Offensiv fand die Borussia quasi gar nicht statt. Guirassy trabte von links nach rechts, versuchte, Räume zuzulaufen. In gefährliche Positionen kamen er und seine Angriffskollegen nicht. Zur Halbzeit stand es nach Torschüssen 11:0 für Tottenham.
Für den zweiten Durchgang nahm Kovac in Guirassy und Julian Brandt zwei Offensivspieler runter und brachte in Emre Can und Julian Ryerson Defensivmänner. Die Dortmunder kamen nun besser in die Zweikämpfe und hielten die Spurs erfolgreicher vom eigenen Tor fern.
Der BVB zeigte sich zudem häufiger in der Nähe des gegnerischen Strafraums. Wirklich gefährlich wurde der Revierclub aber kaum. Ein Ryerson-Freistoß flog rund einen Meter am Tottenham-Tor vorbei. Der ebenfalls später eingewechselte Fábio Silva traf den Ball in guter Position nicht richtig. Schlotterbeck scheiterte per Kopf an Spurs-Keeper Guglielmo Vicario. Auf der Gegenseite verhinderte Kobel gleich bei mehreren Tottenham-Chancen den dritten Gegentreffer.
von | 20.01.2026 | DPA
Liverpool (dpa) – Der in der Kritik stehende Liverpool-Trainer Arne Slot hat schlagfertig auf eine Frage zu einem möglichen Nachfolger Xabi Alonso reagiert. Bei der Pressekonferenz vor der Champions-League-Partie bei Olympique Marseille antwortete Slot auf die Frage, ob ihn die Gerüchte verletzen würden und ob Alonso ihn schon angerufen habe, ironisch: «Ja, er hat mich angerufen und gesagt: „Was denkst du über das Team? Ich übernehme nämlich in sechs Monaten. Kannst du mir schon ein bisschen mehr erzählen?“ Nein, nein, nein…», sagte der Holländer lachend. «Das ist eine der seltsamsten Fragen, die mir je gestellt wurden. Was soll man dazu sagen?»
Slot, der mit dem FC Liverpool in der Premier League als Vierter schon 15 Punkte hinter Spitzenreiter FC Arsenal liegt und auch in der Champions League zurzeit nur einen Mittelfeld-Platz belegt, bemühte sich dann trotzdem um eine Antwort: «Ich arbeite seit etwas mehr als 18 Monaten hier und mir gefällt meine Arbeit hier sehr. Wir haben die Meisterschaft gewonnen und in dieser Saison nun mehr zu kämpfen, das ist offensichtlich.»
Alonso will Berichten zufolge zurück in die Premier League
Berichten zufolge soll Alonso nach seinem Aus als Trainer bei Real Madrid eine mehrmonatige Auszeit planen – und anschließend in der Premier League einen Job annehmen wollen. Beim FC Liverpool, für den der Spanier zwischen 2004 und 2009 spielte und wo er Kultstatus genießt, gilt er deshalb als Kandidat auf eine mögliche Nachfolge von Slot.
von | 20.01.2026 | DPA
Berlin (dpa) – Unterschrift auf großer Bühne: Kapitän Christopher Trimmel hat seinen Vertrag mit dem 1. FC Union Berlin um ein weiteres Jahr verlängert. Unter dem Jubel von rund 4.000 Vereinsmitgliedern unterzeichnete der 38 Jahre alte Österreicher den neuen Kontrakt bei der Feier zum 60. Club-Geburtstag im Partyzelt am Stadion an der Alten Försterei.
Trimmel geht somit in der kommenden Spielzeit in sein zwölftes Jahr bei den Eisernen. Längst ist der rechte Außenverteidiger eine Legende beim Berliner Fußball-Bundesligisten, auch wenn er sich zuletzt seinen Platz im Team hart erkämpfen musste. In dieser Saison kam Trimmel immerhin in 16 von 18 Bundesliga-Spielen zum Einsatz. Bei der 60-Jahrfeier wurde Trimmel auch in die Legenden-Elf des Clubs berufen.
«Trimmi steht wie kaum ein anderer Spieler für die Entwicklung des 1. FC Union Berlin in den vergangenen Jahren. Er hat sportlich Verantwortung übernommen, ist als Kapitän vorangegangen und hat sich dabei stets mit dem Verein identifiziert», sagte Unions Geschäftsführer Horst Heldt.
«Ich habe hier unglaublich viel erlebt, bin als Spieler und als Mensch gewachsen und durfte Teil einer Entwicklung dieses Clubs sein, die so wohl niemand erwartet hätte. Union ist für mich längst mehr als ein Verein, es ist ein Ort geworden, an dem ich mich zu Hause fühle und an dem ich weiterhin alles geben möchte», sagte Trimmel.
von | 20.01.2026 | DPA
Mailand/Madrid (dpa) – Der FC Arsenal hat seine beeindruckende Erfolgsserie in der Champions League fortgesetzt und sich als erstes Team direkt für das Achtelfinale qualifiziert. Beim 3:1 (2:1)-Erfolg bei Inter Mailand holten die Gunners den siebten Sieg im siebten Spiel der Ligaphase.
Real Madrid machte durch den lockeren 6:1 (2:0)-Erfolg gegen die AS Monaco einen großen Schritt in Richtung K.o.-Phase. Titelverteidiger Paris Saint-Germain dagegen erlebte beim 1:2 (0:0) bei Sporting Lissabon einen Dämpfer.
Mit beeindruckender Geschwindigkeit marschiert Arsenal durch diese Ligaphase. Gabriel Jesus (10. Minute/31.) und Viktor Gyökeres (84.) sorgten für den Sieg der Gunners, die nie zuvor eine solche Siegesserie in der Königsklasse aufgestellt hatten. Petar Sučic (18.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für die Italiener, die vor dem letzten Spieltag ebenfalls noch Chancen auf den direkten Einzug ins Achtelfinale haben.
Vinicius Junior trifft für Real
Im dritten Spiel nach der Trennung von Xabi Alonso stellte auch Real auf Kurs Achtelfinale. Kylian Mbappé (5./26.), Franco Mastantuono (51.), ein Eigentor des Ex-Schalkers Thilo Kehrer (55.), Vinicius Junior (63.) und Jude Bellingham (80.) sorgten mit ihren Toren für den Kantersieg. Jordan Teze (72.) erzielte den Ehrentreffer für Monaco.
PSG hat trotz des Patzers in Lissabon ebenfalls noch alle Chancen auf einen Platz unter den besten acht Teams. Luis Suarez (74./90.) sorgte per Doppelpack für den Sporting-Erfolg. Khvicha Kvaratskhelia (79.) war der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen.
Blamage für City in Norwegen
Schon vorher hatte sich Manchester City bei Außenseiter FK Bodö/Glimt blamiert. Das Starensemble von Trainer Pep Guardiola verlor bei den Norwegern völlig verdient mit 1:3 (0:2). Kasper Høgh (22. und 24. Minute) hatte sein Team schon vor der Pause mit einem Doppelschlag in Führung gebracht. Nach dem Seitenwechsel legte der ehemalige Frankfurter Jens Petter Hauge (58.) nach einem schönen Solo zum 3:0 nach.
City konnte kurz darauf zwar durch Rayan Cherki (60.) verkürzen. Weil Kapitän Rodri aber innerhalb weniger Minuten nach zwei taktischen Fouls Gelb-Rot sah (62.), mussten die Engländer den Rest der Partie in Unterzahl spielen.
von | 20.01.2026 | DPA
London (dpa) – Die Fußball-Regelhüter haben den nächsten Schritt zu neuen Befugnissen für die Videoschiedsrichter gemacht. So sollen künftig auch bei eindeutig falschen Eckball-Entscheidungen und bei faktisch zu Unrecht gegebenen Gelben Karten, die als zweite Verwarnung zu Gelb-Roten Karten führen, die Referees an den Bildschirmen eine Überprüfung starten können. Auch dem falschen Team zugeordnete Gelbe und Rote Karten sollen korrigiert werden können.
Bedingung ist, dass durch die Kontrolle gerade bei der Eckballüberprüfung das Spiel nicht verzögert wird. Auch wird es den Verbänden freigestellt, diese Neuerung einzuführen. Das beschloss das International Football Association Board (Ifab) bei seinem jährlichen Geschäftstreffen in London.
Einführung bei der WM und in der Bundesliga möglich
Die Änderungen sind allerdings noch nicht rechtskräftig und müssen durch die Generalversammlung des Ifab am 28. Februar in Hensol in Wales bestätigt werden. Anschließend treten Regeländerungen meist zum 1. Juni in Kraft. Bei der WM im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada könnten die Videoreferees schon mit den neuen Aufgaben betraut sein. In der Bundesliga wären die Neuerungen dann ab der kommenden Saison möglich.
Weiterhin legten die Regelhüter den Fokus auf Neuerungen, die für eine Beschleunigung des Spiels sorgen sollen. Bei Einwürfen und Torabstößen soll künftig die Acht-Sekunden-Regel, die bereits bei der Ballkontrolle der Torhüter in den Händen Anwendung findet, gelten. Der Schiedsrichter zeigt dabei mit den Fingern einen Countdown an.
Zudem müssen Spieler bei Auswechslungen innerhalb von zehn Sekunden den Platz verlassen. Die Zeitspanne, die auf dem Platz behandelte, verletzte Spieler anschließend außerhalb des Feldes verbindlich warten müssen, soll noch festgelegt werden.
Hierbei handelt es sich durchweg um Vorschläge an die Generalversammlung, eine Umsetzung ist aber wahrscheinlich, zumal die Vorschläge schon von der Technischen Kommission des Ifab im Herbst letzten Jahres gemacht wurden.
Das IFAB legt alle Regeln des Weltfußballs fest. Ihm gehören vier Vertreter der FIFA, inklusive Präsident Gianni Infantino, und je ein Vertreter der nationalen Verbände aus England, Schottland, Wales und Nordirland an.
von | 20.01.2026 | DPA
München (dpa) – Die Analyse aller Stärken und Qualitäten des FC Bayern hat den Trainer von Royale Union Saint-Gilloise ungewöhnlich viel Zeit gekostet. Das verriet David Hubert vor dem Champions-League-Duell des belgischen Fußball-Meisters mit dem Münchner Starensemble um Torjäger Harry Kane an diesem Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) in der Allianz Arena.
«Die Gefahr bei den Bayern kommt von überall. Normalerweise dauert die Analyse des Gegners bei mir so zwei Stunden. Diese hat zwei Tage gedauert», berichtete der 37-Jährige bei der Pressenkonferenz im Münchner Stadion.
Kein Bangemachen: «Wir haben eine riesige Lust»
«Man kann sagen, dass es kein größeres Spiel gibt. Es gibt fast keine größere Herausforderung, als hier gegen Bayern München zu spielen», sagte Hubert. Scherzhaft bemerkte er, dass hier sogar die Mikrofone auf dem Podium des Pressesaals besonders groß seien.
Bei aller Wertschätzung für das Team seines Landsmannes Vincent Kompany wolle man sich dennoch als Außenseiter der Herkules-Aufgabe stellen. «Wir haben eine riesige Lust, einen riesigen Hunger, die Bayern herauszufordern», sagte der junge Trainer.
Mittelstürmer Rodriguez fällt aus
Kevin Rodriguez fällt bei Saint-Gilloise verletzt aus. «Er ist in Belgien geblieben», sagte Hubert. Für den Mittelstürmer aus Ecuador könnte Raul Florucz auflaufen. Der 24 Jahre alte Österreicher bekannte auf eine Reporterfrage, dass er in seiner Jugend im Gegensatz zu etlichen Landsleuten «kein Bayern-München-Fan» gewesen sei: «Ich war eher auf den FC Barcelona fokussiert.»
Auch der Angreifer weiß um die Schwere der Aufgabe, gerade mit Blick auf Bayerns Offensive: «Das sind natürlich alles Weltklassespieler, sonst würden sie nicht bei Bayern München spielen. Ihre Ergebnisse sprechen für sich.»
von | 20.01.2026 | DPA
Leverkusen (dpa) – Bayer Leverkusen leiht den argentinischen Stürmer Alejo Sarco bis zum Ende dieser Saison an den Bundesliga-Rivalen Borussia Mönchengladbach aus. Das gaben beide Clubs kurz vor dem Leverkusener Champions-League-Spiel bei Olympiakos Piräus bekannt.
Der 20 Jahre alte Sarco nahm für sein Land im vergangenen September und Oktober an der U20-Weltmeisterschaft teil. Auch deshalb kam er in dieser Saison bislang nur auf drei Bundesliga-Einsätze für Bayer 04.
«Alejo ist ein talentierter, robuster und schneller Angreifer mit gutem Torriecher, der die direkten Duelle sucht und einen starken linken Fuß besitzt», sagte Gladbachs Sportchef Rouven Schröder.
«Wir wertschätzen Alejos Fähigkeiten sehr. Aktuell geht es für ihn darum, Spielpraxis zu bekommen, um sein großes Potenzial weiterzuentwickeln. In Mönchengladbach ist das auf Bundesliga-Niveau möglich», sagte Simon Rolfes, Geschäftsführer bei Bayer 04.