Trotz 0:2 gegen Inter: BVB spielt in den Playoffs

Trotz 0:2 gegen Inter: BVB spielt in den Playoffs

Dortmund (dpa) – Trainer Niko Kovac rang sich beim Abklatschen ein Lächeln ab, von der Südtribüne kam aufmunternder Applaus: Borussia Dortmund hat sich mit einem vermeidbaren 0:2 (0:0) gegen Inter Mailand aus der Ligaphase der Champions League verabschiedet. Nun droht in der Playoffs ein Duell mit Bayer Leverkusen.

«Wir haben zu wenig nach vorn gespielt, hatten zu wenig klare Torchancen. Inter hatte nicht viel bis auf den Freistoß, danach spielen sie das wie eine italienische Mannschaft runter», sagte Nationalspieler Nico Schlotterbeck bei DAZN. Emre Can stellte klar: «Das war nicht unser bestes Spiel. Wir lassen trotzdem nicht viel zu. Am Ende hat Inter den reiferen Eindruck gemacht und verdient gewonnen.»

Weil die Borussia aus den Top-16 rutschte, müssen die Westfalen ihr Playoff-Rückspiel auswärts bestreiten. Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion stand der BVB hinten lange sicher, blieb vorne aber harmlos. Federico Dimarco erzielte in der 81. Minute die Führung für Inter, Andy Diouf (90.+4) erhöhte in der Nachspielzeit.

Die Playoffs werden am Freitag um 12.00 Uhr im Schweizerischen Nyon ausgelost. Neben Bayer ist Atalanta Bergamo der mögliche Gegner am 17./18. und 24./25. Februar. Im Achtelfinale würden dann Bayern München oder der FC Arsenal als Gegner infrage kommen.

Guirassy nutzt große Chance nicht

Weil in der BVB-Abwehr neben Niklas Süle auch Waldemar Anton wegen eines Infekts kurzfristig ausfiel, kam der 20 Jahre alte Filippo Mane in der Dreierkette zu seinem Champions-League-Debüt. Kovac hatte im ausgedünnten Kader zudem nur vier fitte Feldspieler für Einwechslungen zur Verfügung.

Seine elf Starter kamen gut in die Partie. Nach einem zu kurz abgewehrten Eckball hatte Serhou Guirassy die große Gelegenheit zur Führung. Dem Torjäger fiel der Ball acht Meter vor dem Tor vor die Füße. Völlig freistehend traf Guirassy das Spielgerät jedoch nicht richtig.

Dem Spiel fehlt Tempo

Auf der Gegenseite hatte Inter-Verteidiger Yann Aurel Bisseck, der im vergangenen Jahr erstmals für die deutsche Nationalmannschaft zum Einsatz kam, eine Doppelchance. Erst wurde sein Versuch geblockt, dann schoss er knapp am Tor vorbei.

Es entwickelte sich eine ausgeglichene und von Zweikämpfen geprägte Partie. Beide Mannschaften standen gut in der Abwehr. In der Offensive fehlten sowohl bei Dortmund als auch bei Inter Präzision und Tempo. In Umschaltsituationen rückte der BVB mehrfach nicht schnell genug nach und verschleppte das Spiel.

Guirassy bleibt harmlos

Nach dem Seitenwechsel passte die Borussia die Strategie an. Dortmund setzte die Gäste nun zumindest phasenweise früher unter Druck und erzielte einige hohe Ballgewinne. Ungenaue Abspiele und technische Fehler verhinderten jedoch, dass daraus große Torchancen resultierten.

Gut 20 Minuten vor dem Ende wechselte Kovac Nationalspieler Karim Adeyemi für den unglücklich agierenden Guirassy ein. Der 24-Jährige legte sich den Ball nach Zuspiel von Fábio Silva aber etwas zu weit vor und bekam ihn dann nicht mehr am früheren Bayern-Torwart Yann Sommer vorbei. Auf der Gegenseite entschied Inter die Partie mit einer Standardsituation. Kapitän Dimarco traf sehenswert per Freistoß. Weit in der Nachspielzeit machte Diouf nach einem Solo alles klar.

Leverkusen dominiert Villarreal und macht Playoffs klar

Leverkusen dominiert Villarreal und macht Playoffs klar

Leverkusen (dpa) – Bayer Leverkusen hat mit einem überzeugenden Sieg die Playoffs in der Champions League erreicht. Die Mannschaft von Kasper Hjulmand setze sich gegen den FC Villarreal problemlos mit 3:0 (2:0) durch und sicherte sich den Einzug in die Zwischenrunde. Dort heißt der Gegner entweder Bundesligarivale Borussia Dortmund oder Olympiakos Piräus aus Griechenland. 

«Ich würde sagen: Zwischenziel erreicht. Wir haben jetzt noch zwei wichtige Spiele vor der Brust, damit wir eine Runde weiterkommen», sagte Torhüter Janis Blaswich. Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkaufen Leverkusener Arena erzielten Malik Tillman mit einem Doppelpack (12. und 35. Minute) und Alejandro Grimaldo (57.) die Treffer.

Bayer-Coach Hjulmand nahm nach dem 1:0 gegen Bremen zwei Änderungen in der Startelf vor und setzte auf Ezequiel Fernández und Tillman statt Ernest Poku und des nicht für den Wettbewerb gemeldeten Jonas Hofmann. Die bereits vor der Partie aus der Königsklasse ausgeschiedenen Spanier traten nicht in Bestbesetzung an und wechselten im Vergleich zum letzten Ligaspiel – einem 0:2 gegen Real Madrid – gleich achtmal.

Leverkusen mit Kontrolle, Villarreal mit Patzern 

Die Werkself, die für den sicheren Einzug in die Playoffs gewinnen musste, übernahm von Beginn an die Kontrolle. Gegen die B-Elf der Gäste war das kaum eine Herausforderung: Offensiv harmlos und defensiv äußerst fehleranfällig, leisteten sich die Spanier einen Patzer nach dem anderen. So fiel auch der Führungstreffer: Keeper Arnau Tenas reagierte zu zögerlich und übersah den anlaufenden Tillman, der den Abschlag des Schlussmanns ins Tor blockte.

Nach 21 Minuten kamen die Gäste dann erstmals zu einem nicht ungefährlichen Abschluss: Einen Freistoß von Nicolas Pépé köpfte Renato Veiga knapp am rechten Pfosten vorbei. Villarreal hielt jedoch nur äußert kurz dagegen, während Bayer auf das nächste Tor drängte und für eine kuriose Szene sorgte: Ibrahim Maza traf zunächst den rechten Pfosten, von dort prallte der Ball an den Rücken des abgetauchten Keepers und schließlich an die Querlatte (26.).

Tillman-Doppelpack ebnet Weg 

Nach einer halben Stunde hätte Leverkusen bereits deutlich höher führen können. Immer wieder ließ die Mannschaft jedoch Chancen leichtfertig liegen und verpasste es, Profit aus den zahlreichen Fehlern der Gäste zu ziehen. Erst in der 35. Minute vollendete Tillman nach feiner Kopfablage von Patrik Schick und stellte im Regen von Leverkusen mit seinem zweiten Treffer das beruhigende 2:0 her.

Nach der Pause hielt der derzeitige Tabellenvierte der spanischen Liga zunächst besser dagegen als zuvor. Nach einer Grätsche von Fernández gegen Pépé im Bayer-Strafraum forderte Villarreal Strafstoß, doch der norwegische Schiedsrichter wertete die Aktion als Schwalbe und zeigte stattdessen Gelb (55.). Unbeeindruckt von der Szene machte Grimaldo auf der Gegenseite nach einer Flanke von Lucas Vázquez an den zweiten Pfosten mit links das 3:0. 

Während auf beiden Seiten im Anschluss fleißig durchgewechselt wurde, feierte auf der Seite der Hausherren der zuletzt verletzte Exequiel Palacios sein Comeback in der Champions League. Auf dem Platz passierte indes nur noch wenig. Leverkusen brachte den Vorsprung souverän über die Zeit und sicherte sich damit verdient das Ticket für die Playoffs.

Bayern jubeln dank Musialas Comeback-Tor und Joker Kane

Bayern jubeln dank Musialas Comeback-Tor und Joker Kane

Eindhoven (dpa) – Jamal Musiala strahlte. Ein traumhaftes Startelf-Comeback des Fußball-Nationalspielers als Torschütze und ein später Joker-Treffer von Harry Kane haben dem FC Bayern eine Top-Ausgangslage für die K.o-Phase in der Champions League gesichert. 

Beim 2:1 (0:0) bei der PSV Eindhoven feierte der deutsche Rekordmeister zum Abschluss der Vorrunde den siebten Sieg im achten Spiel. Die Münchner zogen damit als Zweiter der Ligaphase ins Achtelfinale ein und gehen dem famosen Allesgewinner FC Arsenal wie gewünscht bis zu einem möglichen Endspiel aus dem Weg. «Es war ganz gut, ich komme jetzt rein, es war ein guter Tag», sagte Musiala zu seinem Auftritt bei DAZN.

Deutsches Duell im Achtelfinale?

In der Runde der besten 16 könnte es für die Bayern ein deutsches Duell geben: Denn abhängig von der Auslosung der Playoffs und den Resultaten könnten Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund, Atalanta Bergamo oder Olympiakos Piräus im März der Münchner Gegner sein.

Das erste Champions-League-Tor des lange verletzten Musiala seit fast elf Monaten (58. Minute), das Siegtor des nach einer Stunde eingewechselten Kane (84.) und eine sehr gute Torhüter-Leistung von Manuel Neuers Vertreter Jonas Urbig garantieren den Bayern bis zum Halbfinale nun Rückspiele vor heimischen Publikum. «Keiner erwartet Wunderdinge von Jamal und trotzdem hat er ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht nach so langer Zeit», sagte Bayerns Sportvorstand Max Eberl.

Der 1:1-Ausgleich von Ismail Saibari (78.) fiel im Endeffekt nicht mehr ins Gewicht. In der Nachspielzeit sah Eindhovens Mauro Junior noch die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

Starke Paraden von Urbig

So richtig rehabilitierte sich das Team von Trainer Vincent Kompany damit allerdings nicht für die erste Bundesliga-Saisonniederlage gegen den FC Augsburg. Stärker war da die Einzelleistung von Urbig. Der 22-Jährige zeigte nach seinem Patzer gegen Augsburg bei etlichen Paraden vor allem in der ersten Halbzeit, welch herausragendes Talent in ihm steckt. Beim Gegentreffer war er machtlos. 

Dass der niederländische Meister noch um den Playoff-Einzug kämpfte, war von Beginn an spürbar. Die PSV-Fans im Philips-Stadion trieben ihr Team lautstark an und sorgten für eine hitzige Atmosphäre. Urbig bekam früh einiges zu tun. Kompany hatte dem früheren Kölner trotz seines Fehlers vom Wochenende erneut das Vertrauen gegeben. Ansonsten rotierte der Bayern-Coach kräftig durch. 

Musialas starkes Startelf-Comeback

Nach zwei Kurzeinsätzen in der Liga brachte Kompany Musiala direkt wieder von Beginn an. «Es gibt leider in dieser Phase der Saison keine softe Integration. Es muss eine harte Integration sein. Und das ist unser Puzzle im Moment», hatte Kompany bereits am Vorabend zum Einbau gesagt.

Musiala hatte sich bei der Club-WM im Sommer einen Wadenbeinbruch zugezogen und soll für die entscheidende Saisonphase fit gemacht werden. Der Nationalspieler wurde sogleich wieder zum Unterschiedsspieler und war auffälligster Spieler in der Offensive. 

Für Kane stürmte zunächst Afrika-Cup-Gewinner Nicolas Jackson. «Jackson kommt mit viel Momentum aus dem Afrika-Cup. Heute passt das. Das hilft Harry auch», sagte Kompany zu dem Senegalesen, der indes blass blieb. 

Jackson als Kane-Ersatz blass

Die umgestellte Bayern-Elf arbeitete sich in die Partie. Zunächst war aber ein Freistoß von Tom Bischof, der die Latten-Oberkante touchierte, das höchste der Gefühle (6.). Die PSV mit dem früheren Bayern-Talent Paul Wanner, blieb die aktivere Mannschaft mit der Mehrzahl an Möglichkeiten. Urbig musste sich bis zur Pause immer wieder strecken, um das 0:0 zur Halbzeit festzuhalten.

Ohne Michael Olise und Kane fand die Bayern-Offensive im ersten Durchgang dagegen kaum statt. Jackson wirkte wie ein Fremdkörper in der Spitze. Auch nach dem Wechsel war Eindhoven weiter tonangebend. 

Eindhoven wirkte zunehmend verkrampft. Anders dagegen insbesondere Musiala, der mit seiner bekannten Leichtfüßigkeit immer wieder Lücken suchte und nach einer knappen Stunde nach Zuspiel von Lennart Karl auch fand. 

Kurz darauf verblüffte Kompany erneut mit gleich vier Wechseln. Neben Jackson hatte auch Musiala genug geleistet. Unter anderem Kane durfte jetzt mitwirken. Statt noch mehr Offensivpower der Bayern kam Eindhoven nun noch einmal auf und belohnte sich für eine insgesamt engagierte Leistung mit dem Ausgleich.

Frankfurt beendet Champions-League-Saison mit Niederlage

Frankfurt beendet Champions-League-Saison mit Niederlage

Frankfurt/Main (dpa) – Enttäuscht verließen einige Fans von Eintracht Frankfurt nach dem nächsten schwachen Auftritt ihrer Mannschaft schon Minuten vor Schlusspfiff das heimische Stadion. Auch auf der Zielgeraden der Trainersuche gelang dem Krisenclub nicht die Wende. Die Eintracht verlor an dem für sie sportlich bedeutungslosen letzten Spieltag in der Ligaphase der Champions League gegen Tottenham Hotspur 0:2 (0:0).

Ausgerechnet der Ex-Frankfurter Randal Kolo Muani leitete die Niederlage des Fußball-Bundesligisten mit seinem Treffer in der 47. Minute ein. Der 27-Jährige hatte die Eintracht im Sommer 2023 nach einem Trainingsstreik Richtung Paris Saint-Germain verlassen und wurde von den Eintracht-Anhängern konsequent ausgepfiffen. Er verzichtete vor 58.000 Zuschauern aber auf eine große Jubelpose. Das 2:0 erzielte der eingewechselte Dominic Solanke (77.).

«Natürlich haben wir uns mehr erhofft», resümierte Sportvorstand Markus Krösche. Auf die Frage, wie groß seine Enttäuschung sei, antwortete er aber: «Jetzt lasst uns mal die Kirche im Dorf lassen.» Natürlich habe man sich zwar mehr Punkte erhofft. «Aber wir sind mit einer jungen Mannschaft angetreten. Dass die auf dem Niveau natürlich den einen oder anderen Fehler mehr macht, das war uns auch bewusst.» Aus der Saison gelte es nun, etwas zu lernen.

Riera Top-Kandidat als neuer Frankfurter Trainer

Während Tottenham mit dem Sieg den direkten Einzug ins Achtelfinale perfekt machte, hatten die Hessen schon vor Anpfiff mit nur vier Punkten keine Chance mehr auf das Weiterkommen in die K.o.-Phase.

Stattdessen steht weiterhin die Trainersuche bei der Eintracht im Fokus. Als heißester Kandidat wird der Spanier Albert Riera gehandelt, der derzeit noch den slowenischen Club NK Celje trainiert und dort einen Vertrag bis Sommer 2028 besitzt.

Krösche: Interimstrainer auch am Wochenende auf Bank

Eine ganz schnelle Einigung mit dem 43-Jährige ist aber offenbar nicht in Sicht: Krösche kündigte an, dass am Samstag (15.30 Uhr) in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen erneut die Interimstrainer Dennis Schmitt und Alexander Meier an der Seitenlinie stehen werden. Die beiden hatten vor eineinhalb Wochen nach der Trennung von Chefcoach Dino Toppmöller übernommen.

Bekannte Namen aus der Bundesliga in Spurs-Startelf

Im Duell mit Tottenham mussten die Hausherren auf Offensiv-Juwel Can Uzun wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel verzichten. Bei den Spurs standen neben Kolo Muani auch Bayern Münchens Leihgabe João Palhinha sowie der frühere Leipziger Xavi Simons in der Startelf.

Schon in der 2. Minute zappelte der Ball erstmals im Frankfurter Netz. Einen Angriff über Kolo Muani vollendete Simons. Aufgrund einer Abseitsposition im Vorfeld wurde das Tor aber nicht anerkannt. 

Der Eintracht war die Verunsicherung nach den vergangenen Wochen anzumerken. Die Mannschaft spielte extrem passiv und leistete sich immer wieder leichtfertige Fehlpässe.

Eintracht erst im Glück, dann im Pech

In der 28. Minute waren die Frankfurter im Glück, als ein Distanzschuss von Wilson Odobert an den Pfosten klatschte. Kurz darauf hätte Eintracht-Keeper Kauã Santos mit einem Fehlpass im eigenen Strafraum beinahe den Rückstand eingeleitet. Der Brasilianer machte den Fauxpas mit einer starken Parade gegen Simons wieder gut (30.).

Die beste Eintracht-Chance in der ersten Hälfte hatte Hugo Larsson: Der Schwede traf mit einem Schuss aus spitzem Winkel aber nur die Latte (44.).

Tottenham mit Traumstart in Hälfte zwei

Kurz vor dem Seitenwechsel sorgte Kolo Muani für die verdiente Führung der Gäste, nachdem die Zuordnung in der Frankfurter Abwehr nicht gestimmt hatte. Im Anschluss bemühte sich die Eintracht zwar um den Ausgleich, doch zu einem Treffer kam der Tabellenachte der Bundesliga nicht mehr. Stattdessen erzielte Solanke noch das 2:0 für die Spurs.

Kompany forciert Musiala-Integration: «Soft» geht nicht

Kompany forciert Musiala-Integration: «Soft» geht nicht

Eindhoven (dpa) – Trainer Vincent Kompany forciert beim FC Bayern München die Wiedereingliederung des lange verletzten Fußball-Nationalspielers Jamal Musiala. Der 22 Jahre alte Offensivakteur wurde von Kompany zum Abschluss der Liga-Phase der Champions League am Mittwochabend in den Niederlanden gegen die PSV Eindhoven nach mehreren Kurzeinsätzen erstmals wieder für die Startelf nominiert. Und das mit einem klaren Kalkül.

«Ich erwarte nicht, dass er Leistungsträger ist», sagte Kompany vor dem Anpfiff beim Streamingdienst DAZN. Musiala soll vielmehr nach seinem bei der Club-WM im vergangenen Juli zugezogenen Wadenbeinbruch möglichst schnell für die entscheidende Saisonphase – gerade in Europas Königsklasse – in Topform gebracht werden. 

Kompany: «Es muss eine harte Integration sein»

«Es gibt leider in dieser Phase der Saison keine softe Integration. Es muss eine harte Integration sein. Und das ist unser Puzzle im Moment», hatte Kompany bereits am Vorabend zum Einbau von Musisla und dem ebenfalls monatelang verletzten Leistungsträger Alphonso Davies gesagt. «Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt. Er muss durch in dieser Phase», konkretisierte Kompany zu Musiala. 

Der kanadische Nationalspieler Davies kämpft wie Kollege Musiala nach einem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr um Spielpraxis und Form. Das Duo muss im harten Wettkampfbetrieb Spielminuten sammeln. «Es ist eine Integration voll in der Saison», sagte Kompany. Aber sie sei ganz wichtig für die Mannschaft.

Wechselverbot: Freiburg plant mit Manzambi

Wechselverbot: Freiburg plant mit Manzambi

Freiburg (dpa) – Der von europäischen Topclubs umworbene Johan Manzambi darf den Fußball-Bundesligisten SC Freiburg im Winter nicht verlassen. «Wir müssen gar nicht darüber nachdenken oder darüber reden, ob er über die Wechselphase hinaus in Freiburg ist. Das ist selbstverständlich», sagte Trainer Julian Schuster vor dem Spiel der Breisgauer in der Europa League am Donnerstagabend (21.00 Uhr/RTL +) beim OSC Lille.

Wie sich die Situation im Sommer darstellt, ist offen. Denn Medienberichten zufolge gehören mehrere Topclubs zu den Interessenten an Manzambi – darunter Bayer Leverkusen und der FC Bayern München sowie Champions-League-Teilnehmer Galatasaray Istanbul.

Der 20 Jahre alte Schweizer ist mit wettbewerbsübergreifend neun Scorerpunkten einer der Leistungsträger der Freiburger, denen nur noch ein Zähler fehlt, um direkt ins Achtelfinale einzuziehen. Damit könnte die Playoff-Phase überspringen und die Belastung reduziert werden. In Lille nicht dabei sind Lucas Höler (Infekt), Lukas Kübler (Knieverletzung) und Max Rosenfelder (Belastungssteuerung).

Goretzka offen für Wechsel ins Ausland: So reagiert Eberl

Goretzka offen für Wechsel ins Ausland: So reagiert Eberl

Eindhoven (dpa) – Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka zeigt sich in der Spätphase seiner Profi-Karriere offen für einen erstmaligen Wechsel ins Ausland. Der in wenigen Tagen 31 Jahre alt werdende Mittelfeldspieler des FC Bayern München betont angesichts seines am Saisonende auslaufenden Vertrages seine Unabhängigkeit beim weiteren beruflichen Weg. Spekuliert wird aktuell sogar über einen Winterwechsel. 

«Ich finde es spannend, im Verlauf meiner Karriere ins Ausland zu gehen», sagte Goretzka im Interview der «Zeit». In München fühle er sich «in einer Komfortzone», erklärte der 2018 vom FC Schalke 04 zum deutschen Rekordmeister gewechselte Profi: «Ein Schritt raus wäre auch ein Schritt für meine Persönlichkeitsentwicklung. Etwas Neues kennenzulernen, das würde auch mein Leben bereichern.» 

«Ich werde mir alles anhören»

Goretzka könnte die Bayern am Saisonende ablösefrei verlassen. «Es gibt sehr viele Leute, die der Meinung sind, dass ich mit meiner Art von Fußball sehr gut nach England passen würde», äußerte er und ergänzte: «Ich werde mir alles anhören und gut abwägen.» Auch eine Verlängerung in München ist nicht komplett ausgeschlossen. «Ich bin unabhängig. Das genieße ich», sagte Goretzka. 

Ein möglicher zeitnaher Goretzka-Abschied war auch rund um das Champions-League-Spiel der Bayern bei der PSV Eindhoven ein Thema. So soll Atlético Madrid Interesse an einer Verpflichtung noch in diesem Winter haben. Der spanische Topclub sucht Ersatz für Conor Gallagher, der vor zwei Wochen für rund 40 Millionen Euro nach Tottenham gewechselt war. 

Sportvorstand Max Eberl reagierte nach dem 2:1 gegen Eindhoven auf die Goretzka-Entwicklungen. Ist er auch noch nach der Winter-Transferphase Bayern-Spieler? «Bis jetzt ja», antwortete Eberl. Goretzkas Überlegungen für einen Auslands-Wechsel nannte der Sportvorstand «legitim», weil dessen Vertrag im Sommer auslaufe. «Es sind noch keine Entscheidungen gefallen», sagte Eberl. 

Kompany äußert sich

Auch Trainer Vincent Kompany äußerte sich. «Diese Entscheidungen werden nicht nur von Cheftrainern getroffen», sagte der Belgier am Tag vor dem Spiel in Eindhoven. «Es gibt über jede einzelne Situation Gespräche.» Involviert seien dabei neben ihm Sportvorstand Eberl, Sportdirektor Christoph Freund und «die da oben», womit neben dem Vorstand auch der Aufsichtsrat gemeint war. 

Goretzka galt in der jüngeren Vergangenheit mehrmals als Verkaufskandidat in München. Der Gutverdiener biss sich aber sportlich immer wieder durch und spielt unter Kompany regelmäßig, auch wenn Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic die erste Besetzung im defensiven Mittelfeld sind. Der Rekordmeister könnte im Winter-Transferfenster noch eine Ablöse für Goretzka kassieren. 

Für Goretzka geht es auch um Spielpraxis für die WM in diesem Sommer, die er nach seiner Nichtnominierung durch Bundestrainer Julian Nagelsmann für die Heim-EM 2024 fest im Visier hat.

Vertragsauflösung: Sterling verlässt Chelsea sofort

Vertragsauflösung: Sterling verlässt Chelsea sofort

London (dpa) – Der frühere englische Fußball-Nationalspieler Raheem Sterling verlässt den FC Chelsea mit sofortiger Wirkung. Wie der Club aus der Premier League mitteilte, habe man sich einvernehmlich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Sterling war im Sommer 2022 für über 50 Millionen Euro von Manchester City nach London gewechselt und dort eigentlich noch bis Mitte 2027 gebunden.

Der Außenstürmer war in der vergangenen Spielzeit an den Liga-Konkurrenten FC Arsenal verliehen. Nach seiner Rückkehr zu Chelsea absolvierte der 31-Jährige kein Spiel mehr und trainierte zuletzt nicht mehr mit der Profi-Mannschaft. Wo Sterling künftig spielen wird, ist offen. Laut englischen Medienberichten habe er bereits einen neuen Club gefunden.