Braunschweig (dpa) – Die deutsche U21-Nationalmannschaft geht zwei entscheidende Spiele im Kampf um das EM-Ticket mit wechselnder Besetzung im Tor an. Mio Backhaus vom Bundesligisten SV Werder Bremen wird am Freitag (18.00 Uhr/ProSieben Maxx) in Braunschweig gegen Nordirland im Tor stehen. Dennis Seimen vom Zweitliga-Club SC Paderborn soll am Dienstag beim mutmaßlichen Endspiel um den Gruppensieg in Griechenland der deutsche Schlussmann sein. «Wir haben zwei wichtige Spiele», sagte U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo, der die Aufteilung am Tag vor dem Nordirland-Spiel verriet.

DFB-Auswahl unter Druck

Er habe sich im Training ein Bild vom Leistungsstand von Backhaus, Seimen und dem dritten Keeper Max Weiß (Burnley FC) machen können. «Wir haben jetzt drei gute Torhüter», sagte Di Salvo. Im November hatten sich Seimen und Backhaus ebenfalls den Job geteilt. Beim 2:0 in Georgien stand Seimen im Tor, beim 6:0 gegen Malta spielte Backhaus. Ein Einsatz gegen die Griechen dürfte Seimen gerade nach seinem Blackout im Hinspiel vermutlich wichtig sein. Beide Torhüter gäben ihm «ein gutes Gefühl», sagte Di Salvo.

Nach der 2:3-Niederlage im vergangenen Jahr gegen die Griechen steht die deutsche Auswahl unter großem Druck. Für die Endrunde im nächsten Jahr in Albanien und Serbien qualifizieren sich neben den beiden Gastgebern die neun Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite. Die acht verbleibenden Gruppenzweiten bestreiten Playoffs, um die letzten vier Endrundenteilnehmer zu ermitteln. Deutschland belegt in der Tabelle mit zwölf Punkten Rang zwei hinter Griechenland (15 Punkte) und vor Nordirland (7 Punkte).

Mit «mega viel Qualität» zum EM-Ticket?

«Wir haben noch eine Rechnung offen», sagte der Abwehrspieler Finn Jeltsch. Der Stuttgarter ist von der eigenen Stärke des Teams überzeugt. «Ich glaube, wir haben mega viel Qualität in der Truppe.»

Di Salvo, der auf den zur A-Nationalmannschaft beförderten Bayern-Shootingstar Lennart Karl verzichten muss, beklagte vor dem Abschlusstraining keine weiteren Verletzten. Nnamdi Collins (Eintracht Frankfurt) und Noel Aseko (Hannover 96) hatten schon im Vorfeld passen müssen.