Teheran (dpa) – Der Iran will die Fußball-Weltmeisterschaft nach Worten seines Verbandschefs nicht grundsätzlich boykottieren. «Wir boykottieren die USA, aber nicht die Weltmeisterschaft», zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Irna Verbandschef Mehdi Tadsch. «Wir bereiten uns auf die Weltmeisterschaft vor», betonte er. Was mit einem Boykott der USA konkret gemeint und ob damit eine Absage möglicher Spiele in den Staaten verbunden sei, ließ er offen. 

Angesichts des Krieges im Nahen Osten möchte der Iran seine drei Vorrundenpartien nicht – wie bislang geplant – in den USA, sondern in Mexiko austragen. Der Weltverband FIFA steht mit dem iranischen Verband in Kontakt, hat sich aber nicht konkret zu einer Verlegung geäußert. Zudem ist völlig offen, was passieren würde, wenn der Iran die Gruppenphase übersteht.

Irans Botschaft in Mexiko spricht von Verhandlungen mit FIFA

Die iranische Botschaft in Mexiko hatte zuvor in einem Post bei X erklärt, es gebe Verhandlungen mit der FIFA über die Austragung der WM-Spiele in Mexiko. Sie zitierte Tadsch mit den Worten, man werde definitiv nicht in die USA reisen, nachdem Präsident Donald Trump erklärt habe, er könne die Sicherheit der iranischen Nationalmannschaft nicht gewährleisten. Der US-Präsident hatte erklärt, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen sei, dass der Iran bei der WM dabei sei.

Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli. In der Gruppenphase soll der Iran auf Belgien, Neuseeland und Ägypten treffen. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus.