München (dpa) – Jonas Urbig soll eine Woche nach seiner Gehirnerschütterung im Champions-League-Rückspiel gegen Atalanta Bergamo wieder im Tor des FC Bayern München stehen. Das hat Trainer Vincent Kompany nach dem Abschlusstraining angekündigt. 

«Die Entscheidung wird rein medizinisch sein», sagte Kompany. Wenn alles normal verlaufe, «steht Jonas im Tor», sagte der Bayern-Coach mit Blick auf die Achtelfinal-Partie an diesem Mittwochabend (21.00 Uhr/DAZN). Wenn Urbig kein grünes Licht erhalte, werde es «eine andere Lösung» geben. Diese würde dann der erst 16 Jahre alte Leonard Prescott sein, bestätigte Kompany. 

Der deutsche Fußball-Rekordmeister geht nach dem 6:1 vor einer Woche in Italien mit einem beruhigenden Fünf-Tore-Vorsprung ins Achtelfinal-Rückspiel gegen Atalanta. Gegner im Viertelfinale wäre Real Madrid oder Manchester City.

Beim Abschlusstraining umfasste die Münchner Torwartgruppe fünf Akteure. Dazu zählte eben auch der mögliche Königsklassen-Debütant Prescott. «Wenn er spielen muss, kriegt er volle Rückendeckung», sagte Kompany.

Beim Training am Dienstag war auch Kapitän Manuel Neuer nur anderthalb Wochen nach seinem zweiten Muskelfaserriss in der linken Wade dabei. Ein überstürztes Comeback des 39-Jährigen scheint aber nicht vorgesehen. 

Routinier Sven Ulreich, die Nummer drei bei den Bayern-Profis, hatte sich am vergangenen Wochenende in der Bundesliga beim 1:1 gegen Bayer Leverkusen einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen. Er fällt vorerst aus.