Miami (dpa) – US-Präsident Donald Trump hat FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft trotz des Krieges im Nahen Osten bei der Fußball-WM im Sommer in seinem Land antreten darf. «Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen», sagte Infantino nach einem Treffen mit Trump. «Wir alle brauchen ein Ereignis wie die FIFA-Weltmeisterschaft, um die Menschen mehr denn je zusammenzubringen.»

Die Männer-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni. Der Iran hatte sich im März vorigen Jahres als eine der ersten Mannschaften für die WM 2026 qualifiziert. Alle drei Gruppenspiele werden in den USA ausgetragen. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge in der Region aus.

Zweifel beim iranischen Verband

Der Iran könnte allerdings von sich aus auf das Turnier verzichten. Das hatte Mehdi Tadsch, der Präsident des iranischen Fußball-Verbandes (FFI), zuvor erneut angedeutet. «Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien», sagte er der Nachrichtenagentur Isna. Der Auftritt des iranischen Frauen-Teams dort hatte für großes Aufsehen gesorgt. Mehrere Spielerinnen nahmen das Angebot der australischen Regierung auf humanitäre Visa an.